Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Lübecker Reinigungsroboter in internationaler Konkurrenz

24.09.2002


Die kybernetischen Haushaltshilfen HECTOR und WICTOR sind auf Staubsaugen und Fensterputzen spezialisiert



Zwei Lübecker Reinigungsroboter stellen sich am 1. und 2. Oktober 2002 einem führenden internationalen Wettbewerb in Lausanne. Die kybernetischen Haushaltshilfen HECTOR und WICTOR sind auf Staubsaugen und Fensterputzen spezialisiert. Sie wurden am Institut für Technische Informatik der Universität zu Lübeck entwickelt.

... mehr zu:
»HECTOR »Reinigungsroboter »WICTOR


Der "First International Cleaning Robot Contest" wird im Rahmen der "International Conference on Intelligent Robots and Systems (IROS 2002)", der weltweit größten internationalen Konferenz zu intelligenten Robotern, veranstaltet. Inoffiziell spricht man bei dem Wettbewerb auch von einer Weltmeisterschaft für künstliche intelligente Helfer im Haushalt. Die Lübecker Roboter treten in ihren verschiedenen Einzeldisziplinen gegen Konkurrenten u.a. aus Deutschland, Frankreich, Japan, der Schweiz, Kanada und den USA an. Das Lübecker Team ist das einzige von 15 Teams, das gleich an zwei Wettbewerben teilnimmt.

Die beiden Prototypen wurden im Rahmen einer studentischen Praktikumsgruppe "Elektronik und Mikrosystemtechnik" am Institut für Technische Informatik der Universität zu Lübeck entwickelt und hören auf die Namen HECTOR (Home Environment Cleaning, Thorougly Operating Robot) und WICTOR (WIndow Cleaning Thorougly Operating Robot). Während WICTOR für das automatische Reinigen von Fensterscheiben entwickelt wurde, ist HECTOR ganz auf die Fußbodenreinigung spezialisiert.

Vergleichbar mit einem autonomen Staubsauger, fährt HECTOR saugend durch den Raum und ist in der Lage, ohne Kollision mit Einrichtungsgegenständen selbstständig den Fußboden zu reinigen und seinen Weg dabei selbst zu finden. Eine Vielzahl von speziellen Sensoren hilft ihm, Hindernisse im Vorfeld zu lokalisieren und zu umfahren. Trotz einer vergleichsweise hohen Geschwindigkeit von bis zu einem halben Meter pro Sekunde reinigt er mit einer eigens konstruierten Reinigungseinheit den Boden zuverlässig. Der Prototyp ist ca. 40 cm groß und derzeit noch 17 kg schwer. Er soll in Zukunft noch kleiner, leichter und intelligenter werden.

Für das Fensterreinigen wird WICTOR einfach an den Fensterrahmen gesetzt und reinigt die Fensterscheibe, indem er sich über sie hinweg bewegt. Dabei passt er seine Bewegungen automatisch an die Größe des Fensters an. Wie bei HECTOR muss die Hausfrau oder der Hausmann bei WICTOR lediglich eine Taste drücken, um das Gerät zu starten bzw. zu stoppen.

Dr.-Ing. Werner Brockmann und seine Forschungsgruppe "Intelligente eingebettete Systeme" arbeiten am Lübecker Institut für Technische Informatik (Direktor Prof. Dr.-Ing. Erik Maehle). Ihr besonderes Ziel ist es, Methoden für die Autonomie, Eigenintelligenz und Lernfähigkeit von Au-tomatisierungssystemen weiterzuentwickeln. Vor diesem Hintergrund wurde der Aufbau der Roboter von Dr.-Ing. Werner Brockmann zusammen mit einer Gruppe von acht Studenten im Hauptstudium der Informatik durchgeführt, um ihnen an einem herausfordernden praktischen Beispiel praxisrelevante Erfahrungen zu vermitteln, die über das reine Fachwissen hinausgehen.

Das betrifft insbesondere das Arbeiten im Team, in einer harten Konkurrenzsituation und unter Zeitdruck. Weiterhin hilft das Projekt, Kontakte zu Industriepartnern zu knüpfen. So haben schon jetzt mehrere namhafte Firmen Interesse an den Arbeiten angemeldet.

Rüdiger Labahn | idw
Weitere Informationen:
http://www.iti.uni-luebeck.de

Weitere Berichte zu: HECTOR Reinigungsroboter WICTOR

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Intelligente Werkstoffe erforschen
18.11.2019 | Carl-Zeiss-Stiftung

nachricht dormakaba mit 4 Architects' Darling in Gold ausgezeichnet
13.11.2019 | dormakaba Deutschland GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit künstlicher Intelligenz zum besseren Holzprodukt

Der Empa-Wissenschaftler Mark Schubert und sein Team nutzen die vielfältigen Möglichkeiten des maschinellen Lernens für holztechnische Anwendungen. Zusammen mit Swiss Wood Solutions entwickelt Schubert eine digitale Holzauswahl- und Verarbeitungsstrategie unter Verwendung künstlicher Intelligenz.

Holz ist ein Naturprodukt und ein Leichtbauwerkstoff mit exzellenten physikalischen Eigenschaften und daher ein ausgezeichnetes Konstruktionsmaterial – etwa...

Im Focus: Eine Fernsteuerung für alles Kleine

Atome, Moleküle oder sogar lebende Zellen lassen sich mit Lichtstrahlen manipulieren. An der TU Wien entwickelte man eine Methode, die solche „optischen Pinzetten“ revolutionieren soll.

Sie erinnern ein bisschen an den „Traktorstrahl“ aus Star Trek: Spezielle Lichtstrahlen werden heute dafür verwendet, Moleküle oder kleine biologische Partikel...

Im Focus: Atome hüpfen nicht gerne Seil

Nanooptische Fallen sind ein vielversprechender Baustein für Quantentechnologien. Forscher aus Österreich und Deutschland haben nun ein wichtiges Hindernis für deren praktischen Einsatz aus dem Weg geräumt. Sie konnten zeigen, dass eine besondere Form von mechanischen Vibrationen gefangene Teilchen in kürzester Zeit aufheizt und aus der Falle stößt.

Mit der Kontrolle einzelner Atome können Quanteneigenschaften erforscht und für technologische Anwendungen nutzbar gemacht werden. Seit rund zehn Jahren...

Im Focus: Der direkte Weg zur Phosphorverbindung: Regensburger Chemiker entwickeln Katalysemethode

Wissenschaftler finden effizientere und umweltfreundlichere Methode, um Produkte ohne Zwischenstufen aus weißem Phosphor herzustellen.

Pflanzenschutzmittel, Dünger, Extraktions- oder Schmiermittel – Phosphorverbindungen sind aus vielen Mitteln für den Alltag und die Industrie nicht...

Im Focus: Atoms don't like jumping rope

Nanooptical traps are a promising building block for quantum technologies. Austrian and German scientists have now removed an important obstacle to their practical use. They were able to show that a special form of mechanical vibration heats trapped particles in a very short time and knocks them out of the trap.

By controlling individual atoms, quantum properties can be investigated and made usable for technological applications. For about ten years, physicists have...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“

18.11.2019 | Veranstaltungen

Humanoide Roboter in Aktion erleben

18.11.2019 | Veranstaltungen

1. Internationale Konferenz zu Agrophotovoltaik im August 2020

15.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

3D-gedruckte Optik

20.11.2019 | Physik Astronomie

Sprit sparen auf dem Acker

20.11.2019 | Energie und Elektrotechnik

Erste Großschmetterlings-Raupe im Baltischen Bernstein entdeckt

20.11.2019 | Geowissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics