Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europäische Solarpreise 2001 vergeben

06.12.2001


EUROSOLAR, die Europäische Vereinigung für Erneuerbare Energien, und die KfW verleihen heute, 5. Dezember, in Berlin, die diesjährigen Europäischen Solarpreise. Diese Preise werden seit 1994 jährlich an Kommunen, Unternehmen, Einzelpersonen sowie an Organisationen für beispielhafte Initiativen zur Nutzung der Sonnenenergie in all ihren verfügbaren Formen vergeben.

Insgesamt werden elf Projekte und Preisträger mit dem Europäischen Solarpreis 2001 in acht unterschiedlichen Vergabekategorien ausgezeichnet: In den Kategorien "Kommunen und Länder" und "Solares Bauen" werden je zwei Projekte ausgezeichnet, in den Kategorien "Landwirtschaftliche Betriebe", "Individuelle Betreiber von Anlagen", "Vereine und NGOs", "Medien" und "Ausbildung und Information" je ein Projekt. In der Kategorie "Sonderpreise - für persönliches Engagement" werden zwei Personen ausgezeichnet, unter ihnen ist als prominentester Preisträger der französische Umweltminister Yves Coichet. Bei den ausgezeichneten Einzelprojekten, soweit sie auf Energietechniken bezogen sind, war das maßgebliche Kriterium für die Jury, dass diese zu 100 Prozent eine Nutzung der Erneuerbaren Energien ermöglichen. Je zwei der insgesamt elf Preisträger kommen aus Deutschland, Italien und der Schweiz und je ein Preisträger aus Spanien, Österreich, Dänemark, Großbritannien und Frankreich.

Die Laudatio auf die Preisträger hält der Präsident von EUROSOLAR, Hermann Scheer (MdB): "Die Preisträger zeigen mit ihren Initiativen, dass die Erneuerbaren Energien eine aktuell und schnell realisierbare Chance für eine emissionsfreie Energieversorgung sind, von der Strom- bis zur Wärme- und zur Treibstoffversorgung. Sie sind eine einzigartige ökologische und eine neue wirtschaftliche und kulturelle Möglichkeit für die Lebensqualität und neue Arbeitsplätze." KfW-Vorstandsmitglied Detlef Leinberger hebt in seinem Grußwort an die Preisträger die Bedeutung von Förderprogrammen für Erneuerbare Energien hervor: "Förderkredite helfen, Finanzierungsnachteile für private oder mittelständische Investoren gegenüber etablierten Energieversorgungsunternehmen abzubauen. Damit wird die Dezentralität und der Mittelstand in der Energiewirtschaft gefördert." Die KfW konnte allein in diesem Jahr durch das 100 000 Dächer-Solarstromprogramm mit einem Kreditvolumen von 400 Mio Euro zum Bau von 19 000 Anlagen beitragen. Insgesamt wird die KfW in diesem Jahr Energiesparmaßnahmen und Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien in einer Größenordnung von 1,7 Mrd Euro fördern.

DIE PREISTRÄGER 2001

Kategorie: Sonderpreise - für persönliches Engagement

Umweltminister Yves Coichet (Frankreich) für seinen Einsatz für regenerative Energien, für das Mitwirken an der Umsetzung eines Einspeisegesetzes für Strom aus Windkraft.

Gianni Silvestrini, Generaldirektor des italienischen Umweltministeriums, für seinen politischen Einsatz für die Verbreitung erneuerbarer Energien und die Förderung von Energieeffizienz in Italien.

Kategorie: Kommunen und Länder

Die Stadt Barcelona (Spanien), für die am 1. August 2000 in Kraft getretene Solar-Verordnung: Dächer von Neubauten müssen mit solarthermischen Anlagen ausgerüstet werden.

Das Bundesland Vorarlberg (Österreich) für seine Verordnung zur Nutzung von Ökostrom im Rahmen des Energieliberalisierungsgesetzes.

Kategorie: Landwirtschaftlicher Betrieb

Weingut Pflüger (Deutschland) für eine energieautarke Bewirtschaftung durch den Einsatz einer Solaranlage, die zugleich durch Schattenwurf Kühlbedarf einspart, und für die zunehmende Umstellung der Maschinen auf Biodiesel.

Kategorie: Eigentümer oder Betreiber von Anlagen

Firma Calorius (Dänemark) für die von ihr entwickelte, hocheffiziente Warmwasser-Windturbine zur Erwärmung von Wasser.

Kategorie: Vereine und NGOs

Solar 91 - Arbeitsgemeinschaft (Schweiz) für ihr mittlerweile zehnjähriges Engagement für die Verbreitung Erneuerbarer Energien.

Kategorie: Solares Bauen

Francesca Sartogo (Italien) für ihr Lebenswerk: Seit den 50er Jahren ist Francesca Sartogo mit Studien über die Entwicklung der Stadt und ihr Umland befasst. Als Präsidentin von EUROSOLAR Italien gibt sie auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien viele Impulse.

Hockerton Housing Project (Großbritannien) für das Zero Energy Housing-Project als das erste autarke ökologische Wohnprojekt Großbritanniens, das energetische Selbstversorgung mit einer ökologischen Lebens- und Wirtschaftsweise verbindet und daher beispielhaft für zukünftige Lebensstandards ist.

Kategorie: Medien

Bundesverband Windenergie für das englischsprachige Magazin "New Energy". Die englischsprachige Ausgabe der Zeitschrift "Neue Energie" hat sich seit der ersten Ausgabe im Dezember 1998 zum wichtigstes englischsprachiges Organ für Erneuerbare Energien entwickelt.

Kategorie: Ausbildung und Information

Heide und Peter Schibli - Bauherren des privaten Kompetenzzentrums Synergiepark Gams (Schweiz) - für ihr Energiekonzept, das den Einsatz Erneuerbarer Energien mit Qualität und Formgebung verbindet und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich macht.

Verena Tobeck | ots

Weitere Berichte zu: KfW Solarpreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Das Stromnetz fit für E-Mobilität machen
21.10.2019 | Universität Passau

nachricht Wie ein infizierter Knochen besser heilt
16.10.2019 | Klinikum der Ruhr-Universität Bochum - Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Abbau von Magnesiumlegierung auf der Nanoskala beobachtet

Erstmals konnten ETH-​Forscherinnen und Forscher die Korrosion von Magnesiumlegierungen für biomedizinische Anwendungen auf der Nanoskala beobachten. Dies ist ein wichtiger Schritt, um bessere Vorhersagen darüber zu treffen, wie schnell Implantate im Körper abgebaut werden und so massgeschneiderte Implantatwerkstoffe entwickelt werden können.

Magnesium und seine Legierungen halten vermehrt Einzug in die Medizin: einerseits als Material für Implantate in der Knochenchirurgie wie Schrauben oder...

Im Focus: Researchers watch quantum knots untie

After first reporting the existence of quantum knots, Aalto University & Amherst College researchers now report how the knots behave

A quantum gas can be tied into knots using magnetic fields. Our researchers were the first to produce these knots as part of a collaboration between Aalto...

Im Focus: Hohlraum vermittelt starke Wechselwirkung zwischen Licht und Materie

Forschern ist es gelungen, mithilfe eines mikroskopischen Hohlraumes eine effiziente quantenmechanische Licht-Materie-Schnittstelle zu schaffen. Darin wird ein einzelnes Photon bis zu zehn Mal von einem künstlichen Atom ausgesandt und wieder absorbiert. Das eröffnet neue Perspektiven für die Quantentechnologie, berichten Physiker der Universität Basel und der Ruhr-Universität Bochum in der Zeitschrift «Nature».

Die Quantenphysik beschreibt Photonen als Lichtteilchen. Will man ein einzelnes Photon mit einem einzelnen Atom interagieren lassen, stellt dies aufgrund der...

Im Focus: A cavity leads to a strong interaction between light and matter

Researchers have succeeded in creating an efficient quantum-mechanical light-matter interface using a microscopic cavity. Within this cavity, a single photon is emitted and absorbed up to 10 times by an artificial atom. This opens up new prospects for quantum technology, report physicists at the University of Basel and Ruhr-University Bochum in the journal Nature.

Quantum physics describes photons as light particles. Achieving an interaction between a single photon and a single atom is a huge challenge due to the tiny...

Im Focus: Freiburger Forschenden gelingt die erste Synthese eines kationischen Tetraederclusters in Lösung

Hauptgruppenatome kommen oft in kleinen Clustern vor, die neutral, negativ oder positiv geladen sein können. Das bekannteste neutrale sogenannte Tetraedercluster ist der weiße Phosphor (P4), aber darüber hinaus sind weitere Tetraeder als Substanz isolierbar. Es handelt sich um Moleküle aus vier Atomen, deren räumliche Anordnung einem Tetraeder aus gleichseitigen Dreiecken entspricht. Bisher waren neben mindestens sechs neutralen Versionen wie As4 oder AsP3 eine Vielzahl von negativ geladenen Tetraedern wie In2Sb22– bekannt, jedoch keine kationischen, also positiv geladenen Varianten.

Ein Team um Prof. Dr. Ingo Krossing vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Universität Freiburg ist es gelungen, diese positiv geladenen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wiegende Halme auf den Designers‘ Open

23.10.2019 | Veranstaltungen

13. Aachener Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung – »Collaborate to Innovate: Making the Net Work«

22.10.2019 | Veranstaltungen

Serienfertigung von XXL-Produkten: Expertentreffen in Hannover

22.10.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Abbau von Magnesiumlegierung auf der Nanoskala beobachtet

23.10.2019 | Materialwissenschaften

Wiegende Halme auf den Designers‘ Open

23.10.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Kosmischer Staub auf Ballonfahrt – Experiment zur Planetenentstehung

23.10.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics