Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

3,1 Millionen Euro für internationales Leichtbau-Forschungszentrum

23.07.2015

Zusage für gemeinsames Projekt der Universität Salzburg und der Hochschule Landshut

Im Rahmen des EU-Förderprogramms Interreg Österreich – Bayern 2014-2020 erhält die Hochschule Landshut zusammen mit der Paris-Lodron Universität Salzburg (PLUS) den Zuschlag für das Forschungsprojekt „nano-to-macro“ (n2m). Das Projekt wird mir 3,1 Mio. Euro gefördert.

Im Forschungsvorhaben wollen die beiden Partner ein grenzüberschreitendes Forschungs- und Entwicklungszentrum für den Leichtbau etablieren, in dem neue Aspekte von Leichtbaumaterialien und Prozesstechnologien für Leichtbauprodukte erforscht werden sollen.

Die Regionen Oberösterreich, Salzburg Land, Niederbayern und Oberbayern zeichnen sich durch eine starke Leichtbauwirtschaft aus, dies besonders im Bereich Produktionstechnologien, als Zulieferer für die Fahrzeugindustrie oder im Maschinenbau.

„Durch das Förderprojekt eröffnen sich für die Region neue Möglichkeiten im Bereich der Leichtbau-Forschung“, freut sich Hochschulpräsident Prof. Dr. Stoffel über die Förderzusage. Einen wertvollen Beitrag könne dabei auch der an der Hochschule Landshut ansässige Leichtbau-Cluster leisten, der gerade den Wissenstransfer von Forschungsergebnissen immer wieder forciert.

Federführend betreut Prof. Dr. Nicola Hüsing, Fachbereichsleiterin Materialforschung & Physik der PLUS als Leadpartner und Prof. Dr. Otto Huber, Leiter des Leichtbau-Kompetenzzentrums der Hochschule Landshut (LLK) das Projekt. Das LLK hatte bereits kürzlich seine Ausstattung durch einen Computertomographen (CT) sowie ein hochauflösendes Rasterelektronenmikroskop (REM) für die Werkstoffanalytik ergänzen können.

Durch drei zusätzliche wissenschaftliche Mitarbeiter sowie durch die Anschaffung einer Laserbearbeitungsanlage, einer Heizpresse und eines Wärmebehandlungsofens erfährt es nun eine weitere Aufwertung. Die genehmigten Mittel für die Hochschule Landshut belaufen sich auf insgesamt 1,5 Mio. Euro. An der Salzburger Universität wird ein Transmissionselektronenmikroskop angeschafft. Die technische Ausstattung der beiden Partner wird gemeinsam genutzt.

Eine besondere Bedeutung bei der Etablierung eines grenzübergreifenden Leichtbau-Forschungszentrums ist für Prof. Dr. Huber der übergreifende Ansatz: Durch die interdisziplinäre Verknüpfung der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung an der PLUS mit der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung an der Hochschule Landshut, werde ein Bogen von der Entwicklung der Ausgangsmaterialien über die Untersuchung der relevanten Grenzflächen und Volumeneigenschaften bis zur Prozesstechnik gespannt.

„Eine solche Kooperation ist im Grenzraum einzigartig und unterstützt den weiteren Ausbau der Forschungskompetenz im Leichtbau nachhaltig“, so Prof. Dr. Huber. Auch die Studierenden profitieren von der internationalen Kooperation: Ein Austausch von Studierenden und Dozenten/-innen ist ebenso geplant wie kooperative Promotionen der wissenschaftlichen Mitarbeiter des LLK an der PLUS.

Die Universität Salzburg bringt Know-how und Infrastruktur in den Bereichen Nano-/Mikroanalyse sowie Grenzflächenchemie und –physik ein. Die Hochschule Landshut erweitert dies mit ihren Analyse- und Charakterisierungsmöglichkeiten auf der Mikro- und Makro-Ebene sowie ihrer Erfahrung in Entwicklung, Fertigung und Erprobung von Leichtbauprodukten.

Durch die Erweiterung der Labore wird das Zentrum soweit ausgestattet, dass Werkstoff- und Produktverbesserungsmöglichkeiten gezielt erkannt und umgesetzt werden können. Dadurch kommen neue Technologien in der Region zum Einsatz. Zusätzlich wird der bereits in der Vergangenheit am LLK verfolgte Ansatz des Systemleichtbaus um Wechselwirkungen im Nanobereich erweitert.

Weitere Informationen:

https://www.haw-landshut.de/aktuelles/news/news-detailansicht/article/foerderpro...

Henner Euting | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Fraunhofer IPT unterstützt Zweitplatzierten bei SpaceX-Wettbewerb
14.08.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT

nachricht Europäischer Forschungsrat unterstützt Düsseldorfer Materialwissenschaftler mit 2,5 Millionen Euro
06.08.2018 | Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue interaktive Software: Maschinelles Lernen macht Autodesigns aerodynamischer

Neue Software verwendet erstmals maschinelles Lernen um Strömungsfelder um interaktiv designbare 3D-Objekte zu berechnen. Methode wird auf der renommierten SIGGRAPH-Konferenz vorgestellt

Wollen Ingenieure oder Designer die aerodynamischen Eigenschaften eines neu gestalteten Autos, eines Flugzeugs oder anderer Objekte testen, lassen sie den...

Im Focus: New interactive machine learning tool makes car designs more aerodynamic

Scientists develop first tool to use machine learning methods to compute flow around interactively designable 3D objects. Tool will be presented at this year’s prestigious SIGGRAPH conference.

When engineers or designers want to test the aerodynamic properties of the newly designed shape of a car, airplane, or other object, they would normally model...

Im Focus: Der Roboter als „Tankwart“: TU Graz entwickelt robotergesteuertes Schnellladesystem für E-Fahrzeuge

Eine Weltneuheit präsentieren Forschende der TU Graz gemeinsam mit Industriepartnern: Den Prototypen eines robotergesteuerten CCS-Schnellladesystems für Elektrofahrzeuge, das erstmals auch das serielle Laden von Fahrzeugen in unterschiedlichen Parkpositionen ermöglicht.

Für elektrisch angetriebene Fahrzeuge werden weltweit hohe Wachstumsraten prognostiziert: 2025, so die Prognosen, wird es jährlich bereits 25 Millionen...

Im Focus: Robots as 'pump attendants': TU Graz develops robot-controlled rapid charging system for e-vehicles

Researchers from TU Graz and their industry partners have unveiled a world first: the prototype of a robot-controlled, high-speed combined charging system (CCS) for electric vehicles that enables series charging of cars in various parking positions.

Global demand for electric vehicles is forecast to rise sharply: by 2025, the number of new vehicle registrations is expected to reach 25 million per year....

Im Focus: Der „TRiC” bei der Aktinfaltung

Damit Proteine ihre Aufgaben in Zellen wahrnehmen können, müssen sie richtig gefaltet sein. Molekulare Assistenten, sogenannte Chaperone, unterstützen Proteine dabei, sich in ihre funktionsfähige, dreidimensionale Struktur zu falten. Während die meisten Proteine sich bis zu einem bestimmten Grad ohne Hilfe falten können, haben Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie nun gezeigt, dass Aktin komplett von den Chaperonen abhängig ist. Aktin ist das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen. Das Chaperon TRiC wendet einen bislang noch nicht beschriebenen Mechanismus für die Proteinfaltung an. Die Studie wurde im Fachfachjournal Cell publiziert.

Bei Aktin handelt es sich um das am häufigsten vorkommende Protein in höher entwickelten Zellen, das bei Prozessen wie Zellstabilisation, Zellteilung und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Das Architekturmodell in Zeiten der Digitalen Transformation

14.08.2018 | Veranstaltungen

EEA-ESEM Konferenz findet an der Uni Köln statt

13.08.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung in der chemischen Industrie

09.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kleine Helfer bei der Zellreinigung

14.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neue Oberflächeneigenschaften für holzbasierte Werkstoffe

14.08.2018 | Materialwissenschaften

Fraunhofer IPT unterstützt Zweitplatzierten bei SpaceX-Wettbewerb

14.08.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics