Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Energiewende beginnt im ländlichen Raum

21.08.2012
‚Wettbewerb Modellregionen Energiewende’ gestartet – Innovative und integrierte Lösungen mit Biomasse, Sonne, Wind & Co. gesucht

Um über die Schaffung von Leuchtturmregionen die Energiewende voran zu bringen, hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) den Wettbewerb „Modellregionen für eine beschleunigte Energiewende im ländlichen Raum“ ausgelobt.


Holzhackschnitzelanlage und Windpark in Feldheim/Brandenburg.
Quelle: FNR/Jan Zappner

Regionen, die aktuell einen erneuerbaren Anteil von weniger als 40 Prozent am Endenergieverbrauch haben und diesen innerhalb von 3 bzw. 5 Jahren auf 60 Prozent steigern wollen, können sich bewerben. Die wichtigste Voraussetzung: Ein schlüssiges und innovatives Technikkonzept zur Steigerung des Bioenergieanteils, vorzugsweise in Kombination mit anderen erneuerbaren Energien. Die Umsetzung der drei besten Vorschläge fördert das BMELV mit jeweils bis zu 1,2 Millionen Euro.

Bis zum 31.12.2012 können Bewerber Projektideen einreichen, dafür reicht zunächst eine Kurzbeschreibung auf 3 bis 5 Seiten. In einem zweiten Schritt fordert das Wettbewerbsbüro dann entsprechende Bewerber dazu auf, eine detaillierte Projektskizze mit Entwicklungsplan einzureichen. Aus diesen Skizzen wählt eine Jury die 3 Gewinnerregionen aus.

Die jeweils bis zu 1,2 Millionen Euro stehen den 3 Regionen dann für Maßnahmen zur Verfügung, die sie zur Umsetzung ihres Konzeptes benötigen, insbesondere für Machbarkeitsstudien, Standortanalysen und die ingenieurtechnische Vorplanung. Ferner sind Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und die Zusammenarbeit mit der wissenschaftlichen Begleitforschung der Modellregionen förderfähig.

Folgende Eckdaten sollte eine Bewerber-Region - neben dem maximal 40-prozentigen erneuerbaren Anteil - mitbringen: Eine ländliche Struktur (keine Mittel- und Oberzentren oder Metropolregionen), einen jährlichen Endenergiebedarf von etwa 1,5 PJ, der etwa 15.000 bis 20.000 Haushalten entspricht, und gemeinsame Versorgungsnetze für Strom, Gas und ggf. Fernwärme. Das Konzept sollte in erster Linie die Versorgungsbereiche Strom, Gas und Wärme betreffen, seine Umsetzung darf noch nicht begonnen haben.

Die Fördermittel für die 3 Modellregionen stammen aus dem Energie- und Klimafonds der Bundesregierung. Mit der Durchführung und Betreuung des Wettbewerbes ist die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., Projektträger des BMELV, betraut.

Informationen zum Wettbewerb und zum Bewerbungsverfahren: www.fnr.de

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR)
OT Gülzow
Hofplatz 1
18276 Gülzow-Prüzen
Tel.: 03843/69 30-0
Telefax: 03843/69 30-102
e-Mail: info@fnr.de
Internet: http://www.fnr.de
V.i.S.d.P.: Dr.-Ing. Andreas Schütte
Nr. 2012-48 vom 21. August 2012

Dr. Torsten Gabriel | idw
Weitere Informationen:
http://www.fnr.de/
http://www.nachwachsenderohstoffe.de/projekte-foerderung/foerderschwerpunkte/#c14747
http://www.nachwachsenderohstoffe.de/fileadmin/fnr/pdf/FSP_Modellregionen_Energiewende_2012.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Energie und Elektrotechnik:

nachricht Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck
18.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

nachricht Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie
17.07.2018 | Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Energie und Elektrotechnik >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics