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Optimierte Bereitstellungsstrukturen für Ersatzbrennstoffe

01.02.2002


Im Rahmen eines dreijährigen EU-Forschungsprojektes untersucht das Fraunhofer IML aus logistischem Blickwinkel Strukturen und Strategien zum vermehrten Einsatz von Ersatzbrennstoffen im Interesse einer umweltgerechten und kostengünstigen Energieversorgung. Das Forschungsvorhaben, welches das Fraunhofer IML mit Partnern aus Schweden, England und den Niederlanden durchführt, hat ein Volumen von 2,3 Mio. Euro.


Die optimale Zuordnung von Ersatzbrennstoffquellen zu den jeweiligen Verbrennungsanlagen ist Grundlage für eine zukunftsfähige Energiegewinnung aus regenerativen Ressourcen im großen Maßstab. Während derzeit die Zulieferung von Brennstoffen auf gewachsenen Strukturen basiert und Heiz(kraft)werke zumeist unabhängig von einander agieren, erfordern die Systeme einer zukünftigen Energiegewinnung einen ganzheitlichen Ansatz - auch über die Grenzen des einzelnen Werkes hinaus, die Betrachtung alternativer Transportwege sowie das Bündeln von Materialströmen. Aus diesem Grund entwickelt das Fraunhofer IML in dem von der Europäischen Union geförderten Projekt "Biomass/Waste Fluidised Bed Combustion with Inorganics Control" ein Software-Tool, welches Quellen und Senken von Ersatzbrennstoffen optimal miteinander kombiniert. Die Forschungsergebnisse ermöglichen somit eine effiziente Beschaffung von Brennstoffen.

Gemeinsam mit internationalen Projektpartnern aus Forschung und Industrie hat das Fraunhofer IML vorhandene Materialmengen und Brennstoffpotentiale für Klärschlamm, Abbruchholz, Stroh, Geflügelmist, Tiermehl und Altreifen in den Projektpartnerländern auf regionaler Ebene erhoben. Darüber hinaus werden im Weiteren diejenigen logistischen sowie verfahrenstechnischen Rahmenbedingungen für die optimale Zuordnung von Brennstoffquellen zu Verbrennungsanlagen identifiziert. Das Software-Tool ermittelt auf dieser Basis ökoeffiziente Bereitstellungssysteme für Ersatzbrennstoffe. Das Software-Tool wird nach Projektende im Internet veröffentlicht, so dass Interessierten weltweit dessen Vorzüge und Anwendungsmöglichkeiten zugänglich sind.


Dipl.-Ing. Stefan Schmidt | idw

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