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Europas Fischzucht verbessern

26.01.2006


Da die europäische Fischzucht versucht, die Verwendung von Antibiotika zu minimieren, zeigt die neue Forschung eine Reihe von Alternativen auf. Im Rahmen des EU-finanzierten PROBE-Projekts wurde das Potenzial biologischer, nicht antibiotischer Maßnahmen zur Krankheitskontrolle unter den Populationen von Steinbutt- und Heilbuttlarven untersucht.



Der Schwerpunkt dieses Projekts lag auf der Verwendung einer bestimmten Bakterienspezies, die als natürlicher, probiotischer Wirkstoff fungiert. Somit konnte der Gesundheitszustand und das Überleben der Fische verbessert werden. Um die bestehenden Wachstums- und Testverfahren weiter zu vervollkommnen, waren mehrere innovative Maßnahmen erforderlich.



Das in Spanien ansässige Institut CSIC wollte ein widerstandsfähiges und zuverlässiges Verfahren zum Testen probiotischer Bakterien entwickeln und gleichzeitig ein neues System auf Chemostat-Basis für die Larvenaufzucht vorstellen. Die Wissenschaftler haben ein zuverlässiges Modell entwickelt, mit dem die Effizienz einer bestimmten probiotischen Bakterienspezies getestet werden kann.

Dazu suchten sie nach einem speziellen krankheitserregenden Bakterienstamm, der die Schutzwirkungen der getesteten Probiotika herausfordern könnte. Der Krankheitserreger, der alle Voraussetzungen erfüllte, wurde als Vibrio anguillarum 90-11-287 bezeichnet und kann zur Überprüfung der probiotischen Aktivität zahlreicher Bakterienstämme eingesetzt werden.

In einer ähnlichen Entwicklung brachten Wissenschaftler ein neues, steriles Chemostat-System für die Aufzucht der Steinbuttlarven hervor. Sie stellten fest, dass sich axenische Systeme, die frei von Mikroorganismen sind, am besten für die Kontrolle der mikrobiotischen Bedingungen, die das Larvenwachstum beeinflussen, eignen. Des Weiteren ermöglichen derartige Systeme die Manipulation der bestehenden Bedingungen und eignen sich zur Überprüfung von bakteriellen Interaktionen in reellen Umgebungen

Obwohl diese Ergebnisse nur vorläufig sind, weisen sie ein bedeutendes Potenzial zur Verbesserung der Wettbewerbsvorteile für die europäische Fischzucht auf. Es könnte einen beträchtlichen Gewinn für die Lebensmittelindustrie bedeuten, wenn sie diese Bemühungen unterstützt. So könnte das Ziel einer Fischzucht erreicht werden, die ohne Antibiotika auskommt.

Dr. Miquel Planas | ctm
Weitere Informationen:
http://www.csic.es/

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