Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zertifizierungsbeirat überwacht Qualität der Fraunhofer Usability-Ausbildung

21.06.2012
Seit 2009 bietet Fraunhofer FIT eine Ausbildung zum Usability Engineer an. 2010 wurde diese durch den TÜV Rheinland zertifiziert.

Vermittelt wird das Wissen für eine Beratertätigkeit im Usability Engineering auf Basis der von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) erarbeiteten Methoden. Zentrales Merkmal der Ausbildung ist die objektive Absolventenprüfung durch das 2011 eingesetzte Human System Interaction Certification Board, der unabhängigen Personalzertifizierungsstelle des FIT.

Nun soll ein Beirat mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gremien und Normung die Zertifizierungsstelle beraten und überwachen. Nächstes Ziel ist die DAkkS Akkreditierung der Zertifizierungsstelle.

Gute Gebrauchstauglichkeit von Geräten, Software oder Services ist für viele Unternehmen ein zunehmend wichtiges Thema. Denn hohe Benutzerfreundlichkeit verspricht einen erhöhten Produktabsatz. Usability-Profis sind am Markt stark nachgefragt. Entsprechend bieten zahlreiche Agenturen und Freiberufler Usability Services an – allerdings mit unterschiedlicher Qualität und nicht immer einwandfreier Methodik. Denn noch gibt es in Deutschland keinen Studiengang für eine Qualifikation im Bereich Usability. Die Spezialisten erwerben ihr Wissen überwiegend durch "training on the job" und dem Austausch mit Kollegen, zeigt der Branchenreport Usability 2011 durchgeführt von der German UPA, dem deutschen Ableger der internationalen Usability Professionals Association (UPA).

Eine der wenigen standardisierten Ausbildungsgänge ist die Weiterbildung zum "Zertifizierten Usability Engineer" des Fraunhofer FIT. Sie vermittelt praxisnahes Usability-Wissen gemäß international anerkannter Qualitätsstandards. Eingeübt wird dabei vor allem die von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) erarbeitete Zusammenstellung von Methoden zur Entwicklung und Überprüfung von interaktiven Produkten und deren Entwicklungsprozessen im Hinblick auf Konformität zu den international anerkannten Usability-Normen. Um zugelassen zu werden, müssen die Teilnehmer bereits Vorkenntnisse und Berufserfahrung nachweisen können.

Seit dem ersten Angebot in 2009 wurde die Fraunhofer Usability-Ausbildung Schritt für Schritt weiter standardisiert, um Ausbildungsinhalte und Qualität objektiv nachweisbar zu machen. In 2010 wurde im Zuge der TÜV-Zertifizierung ein dreistufiges Ausbildungs- und Zertifizierungssystem konzipiert. Wesentlich für die TÜV-Zertifizierung war unter anderem auch die strikte Trennung von Lehre und Prüfung, die durch die Gründung des Human System Interaction Certification Board – die Personalzertifizierungsstelle am Fraunhofer FIT gewährleistet wird.

"Die Personalzertifizierungsstelle ist autonom. Sie ist organisatorisch und personalverantwortlich vom Kompetenzzentrum Usability und User Experience Design des Fraunhofer FIT getrennt, das die Schulungen anbietet.", so Dorothea Kugelmeier, Leiterin der Personalzertifizierungsstelle. "Wir prüfen aber nicht nur die Absolventen der Fraunhofer Usability-Ausbildung, es können sich auch Personen zur Prüfung bewerben, die andere Ausbildungsprogramme durchlaufen haben oder sich ihr Wissen im Selbststudium angeeignet haben. Entscheidend ist, dass ein einheitliches Ausbildungsniveau gesichert wird."

Aktuell wurde ein neutraler Zertifizierungsbeirat mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gremien und Verbände sowie Normung eingesetzt, der die Personalzertifizierungsstelle in der Ausbildung inhaltlich berät und überwacht. Der Zertifizierungsbeirat bestimmt die Grundsätze der Qualitätspolitik, beaufsichtigt deren Umsetzung und berät bei der Festlegung eventuell notwendig werdender neuer Verfahren für die Zertifizierungen.

Mitglieder des Zertifizierungsbeirat unter Vorsitz von Prof. Dr. Reinhard Oppermann (Universität Koblenz) sind Prof. Dr. Volker Wulf als stellvertretender Vorsitz (Universität Siegen), Dr. Jörg Beringer (SAP), Prof. Dr. Maximilian Eibl (Technische Universität Chemnitz), Dr. Roman Englert (T-Labs, Deutsche Telekom), Thomas Geis (ProContext Consulting GmbH), Dr. Roman Götter (Fraunhofer Akademie), Prof. Dr. Andreas M. Heinecke (Fachhochschule Gelsenkirchen), Knut Polkehn (artop GmbH), Alexander Rabe (Deutsche Informatik-Akademie GmbH) und Prof. Dr. Harald Reiterer (Universität Konstanz).

Als nächster Schritt wird die Akkreditierung der Personalzertifizierungsstelle bei der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) angestrebt.

Weitere Informationen: http://www.fit.fraunhofer.de/certification

Kontakt:
Alex Deeg
pr@fit.fraunhofer.de
Telefon +49 2241 14-2208

Alex Deeg | Fraunhofer-Institut
Weitere Informationen:
http://www.fit.fraunhofer.de/certification

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Eye-Tracking-Labor: Erfassung und Analyse von Blickbewegungen hilft, Lernverhalten zu verbessern
04.12.2018 | Technische Universität Kaiserslautern

nachricht Wie Mensch und Maschine mit komplexen Situationen umgehen
19.11.2018 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Supercomputer ohne Abwärme

Konstanzer Physiker eröffnen die Möglichkeit, Supraleiter zur Informationsübertragung einzusetzen

Konventionell betrachtet sind Magnetismus und der widerstandsfreie Fluss elektrischen Stroms („Supraleitung“) konkurrierende Phänomene, die nicht zusammen in...

Im Focus: Drei Nervenzellen reichen, um eine Fliege zu steuern

Uns wirft so schnell nichts um. Eine Fruchtfliege kann dagegen schon ein kleiner Windstoß vom Kurs abbringen. Drei große Nervenzellen in jeder Hälfte des Fliegenhirns reichen jedoch aus, um die Fliege mit Hilfe visueller Signale wieder auf Kurs zu bringen.

Bewegen wir uns vorwärts, zieht die Umwelt in die entgegengesetzte Richtung an unseren Augen vorbei. Drehen wir uns, verschiebt sich das Bild der Umwelt im...

Im Focus: Researchers develop method to transfer entire 2D circuits to any smooth surface

What if a sensor sensing a thing could be part of the thing itself? Rice University engineers believe they have a two-dimensional solution to do just that.

Rice engineers led by materials scientists Pulickel Ajayan and Jun Lou have developed a method to make atom-flat sensors that seamlessly integrate with devices...

Im Focus: Drei Komponenten auf einem Chip

Wissenschaftlern der Universität Stuttgart und des Karlsruher Institutes für Technologie (KIT gelingt wichtige Weiterentwicklung auf dem Weg zum Quantencomputer

Quantencomputer sollen bestimmte Rechenprobleme einmal sehr viel schneller lösen können als ein klassischer Computer. Einer der vielversprechendsten Ansätze...

Im Focus: Three components on one chip

Scientists at the University of Stuttgart and the Karlsruhe Institute of Technology (KIT) succeed in important further development on the way to quantum Computers.

Quantum computers one day should be able to solve certain computing problems much faster than a classical computer. One of the most promising approaches is...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Kalikokrebse: Großes Interesse an erster Fachtagung

07.12.2018 | Veranstaltungen

Entwicklung eines Amphibienflugzeugs

04.12.2018 | Veranstaltungen

Neue biologische Verfahren im Trink- und Grundwassermanagement

04.12.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erstmalig in Deutschland: Erfolgreiche Bestrahlungstherapie lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörung

07.12.2018 | Medizintechnik

Nicht zu warm und nicht zu kalt! Seminar „Thermomanagement von Lithium-Ionen-Batterien“ am 02.04.2019 in Aachen

07.12.2018 | Seminare Workshops

Seminar „Magnettechnik - Magnetwerkstoffe“ vom 19. – 20.02.2019 in Essen

07.12.2018 | Seminare Workshops

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics