Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Auf der Suche nach den Schaltern im Erbgut

28.08.2012
Das BMBF fördert die weltweite Kooperation zur Epigenomforschung /
Schavan: „Wichtiger Beitrag zur Aufklärung epigenetischer Merkmale“

Nur ein Bruchteil der Informationen, die die biologischen Eigenschaften eines Menschen bestimmen, ist in der menschlichen Erbsubstanz codiert. Neben der DNA-Sequenz ist auch entscheidend, welche auf der DNA gespeicherten Erbinformationen innerhalb eines Genoms überhaupt abgelesen werden, also aktiv sind.

Das „Internationale Humane Epigenom- Konsortium“ (IHEC) untersucht die Gesamtheit der epigenetischen Merkmale, also das Epigenom, in unterschiedlichen Zelltypen. Diese Merkmale können als Schalter für die Aktivität unterschiedlicher Gene verstanden werden.

Ab September 2012 wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das „Deutsche Epigenom-Programm“ (DEEP) unter der Koordination von Prof. Walter, Universität des Saarlandes, als Beitrag zum IHEC unterstützen. In den kommenden fünf Jahren sollen 16 Millionen Euro in den Forschungsverbund DEEP fließen, an dem in diesem Bereich führende deutsche Universitäten und Forschungseinrichtungen aus Saarbrücken, Heidelberg, Freiburg, Essen und Berlin beteiligt sind.

Im IHEC sind neben Deutschland die USA, Kanada, Italien, Frankreich, Großbritannien, Japan, Südkorea, sowie ein von der EU-Kommission geförderter europäischer Verbund aktiv. Das Ziel von IHEC ist die Entschlüsselung von 1000 humanen Epigenomen nach gemeinsam vereinbarten Standards.

„Die Aufklärung epigenetischer Merkmale führt zu einem verbesserten Verständnis des molekularen Wechselspiels zwischen Umwelt und Individuum und wird damit entscheidende Beiträge zu den Themen medizinische Prävention, Alternsforschung sowie zur Entwicklung individualisierter Therapien leisten“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan.

Typische epigenetische Modifikationen sind chemische Veränderungen an der DNA, welche die Sequenz unverändert lassen, oder Veränderungen an chromosomalen Eiweißstoffen. Das epigenetische Profil ist abhängig vom Entwicklungsstadium und dem Zelltyp, aber auch von äußeren Faktoren wie der Ernährung oder den jeweiligen Umweltvoraussetzungen.
Deutschland wird Gastgeber für das Treffen des „Internationalen Humanen Epigenom-Konsortiums“ im Herbst 2013 in Berlin sein.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
http://www.ihec-epigenomes.org/

Silvia von Einsiedel | BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.ihec-epigenomes.org/

Weitere Berichte zu: BMBF Bildung und Forschung DNA Deep Epigenom Erbgut IHEC Zelltyp

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Neue Lernwelt durch VR-Technologie
16.04.2019 | Universität Witten/Herdecke

nachricht Studie zu Perspektiven der beruflichen Bildung 2040 – Flexibilität schaffen
15.04.2019 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quanten-Cloud-Computing mit Selbstcheck

Mit einem Quanten-Coprozessor in der Cloud stoßen Innsbrucker Physiker die Tür zur Simulation von bisher kaum lösbaren Fragestellungen in der Chemie, Materialforschung oder Hochenergiephysik weit auf. Die Forschungsgruppen um Rainer Blatt und Peter Zoller berichten in der Fachzeitschrift Nature, wie sie Phänomene der Teilchenphysik auf 20 Quantenbits simuliert haben und wie der Quantensimulator das Ergebnis erstmals selbständig überprüft hat.

Aktuell beschäftigen sich viele Wissenschaftler mit der Frage, wie die „Quantenüberlegenheit“ auf heute schon verfügbarer Hardware genutzt werden kann.

Im Focus: Self-repairing batteries

UTokyo engineers develop a way to create high-capacity long-life batteries

Engineers at the University of Tokyo continually pioneer new ways to improve battery technology. Professor Atsuo Yamada and his team recently developed a...

Im Focus: Quantum Cloud Computing with Self-Check

With a quantum coprocessor in the cloud, physicists from Innsbruck, Austria, open the door to the simulation of previously unsolvable problems in chemistry, materials research or high-energy physics. The research groups led by Rainer Blatt and Peter Zoller report in the journal Nature how they simulated particle physics phenomena on 20 quantum bits and how the quantum simulator self-verified the result for the first time.

Many scientists are currently working on investigating how quantum advantage can be exploited on hardware already available today. Three years ago, physicists...

Im Focus: Accelerating quantum technologies with materials processing at the atomic scale

'Quantum technologies' utilise the unique phenomena of quantum superposition and entanglement to encode and process information, with potentially profound benefits to a wide range of information technologies from communications to sensing and computing.

However a major challenge in developing these technologies is that the quantum phenomena are very fragile, and only a handful of physical systems have been...

Im Focus: A step towards probabilistic computing

Working group led by physicist Professor Ulrich Nowak at the University of Konstanz, in collaboration with a team of physicists from Johannes Gutenberg University Mainz, demonstrates how skyrmions can be used for the computer concepts of the future

When it comes to performing a calculation destined to arrive at an exact result, humans are hopelessly inferior to the computer. In other areas, humans are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

MS Wissenschaft startet Deutschlandtour mit Fraunhofer-KI an Bord

17.05.2019 | Veranstaltungen

Wie sicher ist autonomes Fahren?

16.05.2019 | Veranstaltungen

Chemie – das gemeinsame Element

16.05.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Integrierte Zuckermoleküle schonen Zellkulturen

17.05.2019 | Biowissenschaften Chemie

Erstmals Einsatz von gefäßschützendem Antikörper bei kardiogenem Schock

17.05.2019 | Biowissenschaften Chemie

Additive Maschinen lernen Superlegierungen kennen

17.05.2019 | Maschinenbau

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics