Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Für drei Monate zum Studieren nach Shanghai

29.11.2005


Marketing-Lehrstuhl der TU Berlin bietet Summer School in der chinesischen Metropole, um mehr Deutsche für ein Studium in China zu interessieren und Sprachbarrieren abzubauen



China zieht nicht nur Geschäftsreisende wegen seines wirtschaftlichen Wachstums magnetisch an, auch der akademische Tourismus boomt. Es muss ja nicht gleich ein Vollstudium sein. Schon ein dreiwöchiger Schnupperkurs am Chinesisch-Deutschen Hochschulkolleg (CDHK) der Tongji Universität Shanghai vermittelt Einblicke in die chinesische Wirtschaft und Technologie, Gesellschaft und Kultur.

... mehr zu:
»AHK »CDHK »Shanghai


Bislang war akademischer Austausch fast eine Einbahnstraße aus China in Richtung Europa. 25 000 Chinesen studieren derzeit in Deutschland. Dem Strom chinesischer Studierender steht in der Gegenrichtung erst ein Rinnsal entgegen. Das Interesse an China ist zwar groß, doch für ein Fachstudium sind die sprachlichen Hürden meist zu hoch.
Die Tongji Universität Shanghai, 1907 von Deutschen gegründet und bekannt für ihre nach wie vor engen Beziehungen zu Deutschland, hat sich auf das steigende Interesse ausländischer Studierender eingestellt und bietet seit diesem Jahr dreiwöchige Sommerschulen am CDHK an. Den Anstoß dafür gaben Volker Trommsdorff, TU-Professor für Marketing und Fachkoordinator der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät am CDHK und sein Dekanskollege Professor Wei Yi.


Während der ersten Summer School engagierten sich Professoren der Tongji Universität mit Vorlesungen über Chinas Wirtschaft, Recht und Gesellschaft. Der TU-Absolvent Bernd Reitmeier, Leiter der Außenhandelskammer Shanghai (AHK), und Dr. Hans Schniewind, Chef der Dresdner Bank referierten über die Tätigkeit deutscher Unternehmen in Shanghai. Die AHK ist erste Anlaufstelle für deutsche Unternehmen, die sich in der Jangtse-Region niederlassen wollen. Die Teilnehmer, darunter viele von der TU Berlin, lernten auch Grundzüge der chinesischen Sprache. "Allerdings hätten wir statt der Vokabeln für Büro-Zubehör lieber die Speisekarte übersetzt", witzelt eine Studentin. Natürlich gab es auch diverse Führungen, Ausflüge und Exkursionen.

Professor Trommsdorff betreut an der TU Berlin viele Chinesen. Jetzt kommen seine Chinakontakte zunehmend auch deutschen Studierenden zugute. "Mir hat die Sommerschule in Shanghai viel gebracht, weil es ein langsamer Einstieg in das Leben hier war. Ich wusste, wenn es mir gefällt, bleibe ich hier", sagt Anne Brauns. Die Studentin des Wirtschaftsingenieurwesens will sich mit Kernkraft in China beschäftigen und wirkt bereits bei der AHK Shanghai an einem Sonderheft über den Energiemarkt Chinas mit.

Mit 5000 Deutschen in festen Arbeitsverhältnissen ist Shanghai Knoten einer mächtigen Wirtschaftsregion und interessant für deutsche Studierende. Aus ersten Eindrücken durch einen Schnupperkurs kann sich für Studierende leicht mehr entwickeln. Warum nicht nach dem Studium in China als selbstständiger Unternehmer anfangen, wie es der TU-Wirtschaftsingenieur Daniel Mohr vor drei Jahren getan hat? Jetzt promoviert er von Shanghai aus am TU-Marketing-Lehrstuhl über westliche Startups in China.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr. Volker Trommsdorff, Institut für Betriebswirtschaftslehre der TU Berlin, Fachgebiet Marketing, Wilmersdorfer Str. 148, 10585 Berlin, Telefon: 030/314-22266, Fax: 030/314-22664, E-Mail: marketing@ww.tu-berlin.de

Ramona Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/
http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2005/pi286.htm

Weitere Berichte zu: AHK CDHK Shanghai

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Besser lernen: Kurze Bewegungspausen im Unterricht wirken sich positiv auf die Konzentrationsleistung aus
13.02.2020 | Pädagogische Hochschule Karlsruhe

nachricht Fremdsprachen - Das Akzentparadox
10.02.2020 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Transparente menschliche Organe ermöglichen dreidimensionale Kartierungen auf Zellebene

Erstmals gelang es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, intakte menschliche Organe durchsichtig zu machen. Mittels mikroskopischer Bildgebung konnten sie die zugrunde liegenden komplexen Strukturen der durchsichtigen Organe auf zellulärer Ebene sichtbar machen. Solche strukturellen Kartierungen von Organen bergen das Potenzial, künftig als Vorlage für 3D-Bioprinting-Technologien zum Einsatz zu kommen. Das wäre ein wichtiger Schritt, um in Zukunft künstliche Alternativen als Ersatz für benötigte Spenderorgane erzeugen zu können. Dies sind die Ergebnisse des Helmholtz Zentrums München, der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und der Technischen Universität München (TUM).

In der biomedizinischen Forschung gilt „seeing is believing“. Die Entschlüsselung der strukturellen Komplexität menschlicher Organe war schon immer eine große...

Im Focus: Skyrmions like it hot: Spin structures are controllable even at high temperatures

Investigation of the temperature dependence of the skyrmion Hall effect reveals further insights into possible new data storage devices

The joint research project of Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) and the Massachusetts Institute of Technology (MIT) that had previously demonstrated...

Im Focus: Skyrmionen mögen es heiß – Spinstrukturen auch bei hohen Temperaturen steuerbar

Neue Spinstrukturen für zukünftige Magnetspeicher: Die Untersuchung der Temperaturabhängigkeit des Skyrmion-Hall-Effekts liefert weitere Einblicke in mögliche neue Datenspeichergeräte

Ein gemeinsames Forschungsprojekt der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat einen weiteren...

Im Focus: Making the internet more energy efficient through systemic optimization

Researchers at Chalmers University of Technology, Sweden, recently completed a 5-year research project looking at how to make fibre optic communications systems more energy efficient. Among their proposals are smart, error-correcting data chip circuits, which they refined to be 10 times less energy consumptive. The project has yielded several scientific articles, in publications including Nature Communications.

Streaming films and music, scrolling through social media, and using cloud-based storage services are everyday activities now.

Im Focus: Nanopartikel können Zellen verändern

Nanopartikel dringen leicht in Zellen ein. Wie sie sich dort verteilen und was sie bewirken, zeigen nun erstmals hochaufgelöste 3D-Mikroskopie-Aufnahmen an BESSY II. So reichern sich bestimmte Nanopartikel bevorzugt in bestimmten Organellen der Zelle an. Dadurch kann der Energieumsatz in der Zelle steigen. „Die Zelle sieht aus wie nach einem Marathonlauf, offensichtlich kostet es Energie, solche Nanopartikel aufzunehmen“, sagt Hauptautor James McNally.

Nanopartikel sind heute nicht nur in Kosmetikprodukten, sondern überall, in der Luft, im Wasser, im Boden und in der Nahrung. Weil sie so winzig sind, dringen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

4. Fachtagung Fahrzeugklimatisierung am 13.-14. Mai 2020 in Stuttgart

10.02.2020 | Veranstaltungen

Alternative Antriebskonzepte, technische Innovationen und Brandschutz im Schienenfahrzeugbau

07.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Flexibles Fügen und wandlungsfähige Prozessketten: der Schlüssel für effiziente Produktion

17.02.2020 | Interdisziplinäre Forschung

AgiloBat: Batteriezellen flexibel produzieren

17.02.2020 | Energie und Elektrotechnik

Nierenkrebs an der Wurzel packen

17.02.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics