Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jena hat sich zum führenden Bioinformatikstandort entwickelt

30.03.2005


Jena Centre for Bioinformatics (JCB) erhält Top-Noten und wird weiterhin vom Bund gefördert



"Als ein Standort, der zum Zeitpunkt der Antragstellung sicherlich noch nicht zu den Bioinformatikstandorten in Deutschland gerechnet wurde, hat es Jena innerhalb von drei Jahren geschafft, sich zu einem Spitzenstandort der Bioinformatik zu entwickeln", heißt es in der Einschätzung einer unabhängigen Kommission, die kürzlich sechs vom Bundesforschungsministerium (BMBF) geförderte nationale Bioinformatikzentren evaluiert hat. Das Jena Centre for Bioinformatics (JCB), dem 20 Arbeitsgruppen fünf verschiedener Jenaer Forschungseinrichtungen, darunter die Universität Jena, und Forscher aus drei Unternehmen angehören, ist mit den jeweils besten Bewertungen in allen neun Kategorien aus diesem Evaluationsprozess hervorgegangen. Damit erhalten die JCB-Forschungsgruppen auch in den nächsten zwei Jahren die Fördergelder in vollem Umfang. "Darüber hinaus hat uns die Evaluationskommission nahegelegt, für drei erfolgreiche Forschungsprojekte weitere Gelder für den Förderzeitraum zu beantragen", sagt JCB-Koordinator Dr. Jürgen Sühnel vom Institut für Molekulare Biotechnologie (IMB). Die BMBF-Förderung ist auf fünf Jahre angelegt und endet 2006. Bis dahin werden insgesamt 7,3 Millionen Euro ans JCB geflossen sein, die beteiligten Firmen BioControl Jena GmbH, Clondiag Chip Technologies GmbH und Jenapharm GmbH & Co. KG haben zusätzlich 1,3 Millionen Eigenmittel eingebracht.

... mehr zu:
»Bioinformatikstandort »Centre »IMB »JCB


Die Universität Jena ist mit elf Arbeitsgruppen aus drei verschiedenen Fakultäten in dem im September 2001 gegründeten JCB vertreten. In enger Zusammenarbeit mit den anderen Gruppen aus der Fachhochschule, dem Max-Planck-Institut für Chemische Ökologie, dem Hans-Knöll-Institut (HKI) und dem IMB bearbeiten die Forscher interdisziplinäre Fragestellungen, die die komplizierten molekularen Kommunikationsprozesse in normalen und krankhaft veränderten Zellen betreffen. Sie haben dabei in den vergangenen zwei Jahren beachtliche Ergebnisse erreicht. Von den über 100 allein in referierten Fachzeitschriften publizierten Artikeln finden sich etliche in ranghohen Journalen wie etwa "Nature" und "Nature Genetics" wieder. "Mit etwa zwei Publikationen pro 100.000 Euro Zuwendung liegt das JCB deutlich über den anderen Zentren", ist im Evaluationsbericht nachzulesen.

Doch den Zentrumsmitgliedern geht es um weit mehr als nur um verstärkte Kooperationen und exzellente Forschung. So ist ein Ziel, zu dem sie sich bei der Gründung verpflichtet haben, auch die Förderung des Nachwuchses, etwa durch die Einrichtung neuer Trainingskurse. In den vergangenen Jahren wurden elf postgraduale Weiterbildungskurse organisiert und drei internationale Workshops veranstaltet. 14 Doktoranden arbeiten an JCB-Projekten, neun Diplomarbeiten sind bereits abgeschlossen worden. "Besonders die Studierenden unseres Diplomstudienganges ,Bioinformatik’ profitieren von der vernetzten Kompetenz und von Vorlesungen, die von JCB-Mitgliedern aus den anderen Instituten gehalten werden", berichtet der Lehrstuhlinhaber für Bioinformatik Prof. Dr. Rolf Backofen von der Uni Jena. Auch die drei neuen Nachwuchsgruppen am Institut für Informatik der Universität, am HKI und am IMB, mit denen Expertise insbesondere im Bereich Systembiologie installiert wurde, sind Ausdruck der Aktivitäten des JCB in Lehre und Weiterbildung, die im Evaluationsprozess ebenfalls Top-Noten erhielten. Neben Forschung und Lehre waren weitere Kriterien, die bewertet wurden, die Projekttreue, die Infrastruktur, die Anwendungsorientierung, die Außendarstellung der Arbeit, die interne Vernetzung, der Technologietransfer und das Management.

Kontakt:
Koordinator des Jena Centre for Bioinformatics
Dr. Jürgen Sühnel
Tel.: 3641 / 656200
Fax: 3641 / 656210
E-Mail: jsuehnel@imb-jena.de

Stefanie Hahn | idw
Weitere Informationen:
http://www.imb-jena.de/jcb/

Weitere Berichte zu: Bioinformatikstandort Centre IMB JCB

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Lehrerbildung für die digitale Welt
17.07.2018 | Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

nachricht Innovationen in der beruflichen Weiterbildung stärken
26.06.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics