Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuer ForschungsReport erschienen

03.06.2008
Aktuelle Ausgabe mit Themenschwerpunkt „Leuchttürme der Forschung“

Wenn sich ein Agrarforschungs-Magazin für einen Schwerpunkt über Leuchttürme entscheidet, klingt das zunächst erklärungsbedürftig. In der jüngsten Ausgabe des ForschungsReports, der Zeitschrift des Senats der Bundesforschungsinstitute, geht es um Leuchttürme der Forschung.

Eine Metapher also, und zwar eine die passt: Leuchttürme bringen Licht in die Dunkelheit. Genau das tut Forschung auch – sie erhellt bislang unbekannte Sachverhalte, bringt also auch Licht ins Dunkle. Doch Leuchttürme erhellen nicht nur, sie geben auch Orientierung, weisen Wege und warnen vor Klippen. Und gerade hier passt das Sinnbild der Leuchttürme so gut auf die Arbeit der Forschungsinstitute des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Viele Forschungsergebnisse dienen als Grundlage für eine wissensbasierte Politikberatung, geben Orientierung und zeigen mögliche Risiken, aber auch Lösungswege auf.

Die fünf Leuchtturm-Beiträge des aktuellen Hefts sind von allgemeinem Interesse und stehen gleichzeitig im Fokus der Politik. Das Thema Vogelgrippe beherrschte über weite Zeiten in den vergangenen zwei Jahren die Medien, führte zu weit reichenden Diskussionen um die Bevorratung mit Grippemitteln und hatte für die Geflügelhalter einschneidende Konsequenzen. Auch wenn das Thema zurzeit nicht so stark im öffentlichen Brennpunkt steht, ist die Politik nach wie vor auf Expertise angewiesen. Sind die Viren nur einmal oder in mehreren Schüben zu uns gelangt? In welchen Gebieten bzw. für welchen Zeitraum ist eine Stallpflicht für Geflügel weiter sinnvoll? Wissenschaftlich fundierte Antworten des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) und die entsprechenden politischen Umsetzungen können hier von größter Relevanz für das Allgemeinwohl sein.

Nicht anders verhält es sich mit den anderen „Leuchttürmen“. Das Thema Mykotoxine betrifft nicht nur Landwirte, sondern alle Verbraucher, die sich darauf verlassen müssen, dass unser Brotgetreide möglichst wenig mit diesen natürlich vorkommenden Pilzgiften kontaminiert ist. Chemische Rückstandsanalysen in Lebens- und Futtermitteln und innovative Wege zur Reduktion des Pilzbefalls, wie sie im Julius Kühn-Institut (JKI) beschritten werden, gehen hier Hand in Hand.

Grundlage für viele Entscheidungen in der Ernährungspolitik sind Daten zum konkreten Essverhalten der Bevölkerung. Die bisherige Datenbasis war in weiten Teilen dünn oder veraltet. Die neue Nationale Verzehrsstudie II des Max Rubner-Instituts (MRI) hat hier eine Fülle von aktuellen Informationen geliefert, so zum Beispiel, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen Übergewicht und der sozialen Schichtung in der Bevölkerung.

Die Bundesrepublik ist das Land mit den größten Holzvorräten in der EU. Auch hier sind umfassende Erhebungen und innovative Ideen nötig, um diese Ressource nachhaltig zu nutzen und die zahlreichen positiven Effekte der Wälder nicht zu beeinträchtigen. Zudem hat die Bundesrepublik im EU- und globalen Rahmen zahlreiche Berichtspflichten (zum Beispiel im Zuge des Kyoto-Protokolls oder des europäischen Waldmonitorings), die vom Johann Heinrich von Thünen-Institut (vTI) übernommen werden.

Von besonderer Bedeutung für die ländlichen Räume sind die Lebensverhältnisse der dort lebenden Bevölkerung. Sie entscheiden darüber, ob die Menschen in ihrer Region eine Perspektive sehen oder ob sie abwandern. Empirische Studien des vTI liefern wichtige Grundlagen für politische Entscheidungen zur Entwicklung attraktiver ländlicher Räume in Deutschland.

Abgerundet wird der Einblick in die Arbeiten der Bundesforschungsinstitute durch einen Beitrag über den nach der Umstrukturierung neu formierten Forschungsbereich des BMELV. Der 48-seitige ForschungsReport 1/2008 mit dem Schwerpunktthema „Leuchttürme der Forschung“ kann kostenlos bezogen werden über die Geschäftsstelle des Senats der Bundesforschungs­institute, Bundesallee 50, 38116 Braunschweig. Tel.: 0531 / 596-1016, E-mail: michael.welling@vti.bund.de.

Dr. Michael Welling | BMELV
Weitere Informationen:
http://www.bmelv-forschung.de
http://www.forschungsreport.de

Weitere Berichte zu: BMELV Bundesforschungsinstitut

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht „School to go“ – neue Lernplattform geht heute online - 20.03.2020, 16:00 Uhr
20.03.2020 | Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI

nachricht Digitale Bildungsangebote auf einen Blick
03.03.2020 | Technologiestiftung Berlin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenimaging: Unsichtbares sichtbar machen

Verschränkte Lichtteilchen lassen sich nutzen, um Bildgebungs- und Messverfahren zu verbessern. Ein Forscherteam am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena hat eine Quantenimaging-Lösung entwickelt, die in extremen Spektralbereichen und mit weniger Licht genaueste Einblicke in Gewebeproben ermöglichen kann.

Optische Analyseverfahren wie Mikroskopie und Spektroskopie sind in sichtbaren Wellenlängenbereichen schon äußerst effizient. Doch im Infrarot- oder...

Im Focus: Sensationsfund: Spuren eines Regenwaldes in der Westantarktis

90 Millionen Jahre alter Waldboden belegt unerwartet warmes Südpol-Klima in der Kreidezeit

Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Geowissenschaftlern des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI)...

Im Focus: A sensational discovery: Traces of rainforests in West Antarctica

90 million-year-old forest soil provides unexpected evidence for exceptionally warm climate near the South Pole in the Cretaceous

An international team of researchers led by geoscientists from the Alfred Wegener Institute, Helmholtz Centre for Polar and Marine Research (AWI) have now...

Im Focus: Blockierung des Eisentransports könnte Tuberkulose stoppen

Tuberkulose-Bakterien brauchen Eisen zum Überleben. Wird der Eisentransport in den Bakterien gestoppt, so kann sich der Tuberkulose-Erreger nicht weiter vermehren. Nun haben Forscher der Universität Zürich die Struktur des Transportproteins ermittelt, das für die Eisenzufuhr zuständig ist. Dies eröffnet Möglichkeiten zur Entwicklung neuer Medikamente.

Einer der verheerendsten Erreger, der sich im Inneren menschlicher Zellen vermehren kann, ist Mycobacterium tuberculosis – der Bazillus, der Tuberkulose...

Im Focus: Blocking the Iron Transport Could Stop Tuberculosis

The bacteria that cause tuberculosis need iron to survive. Researchers at the University of Zurich have now solved the first detailed structure of the transport protein responsible for the iron supply. When the iron transport into the bacteria is inhibited, the pathogen can no longer grow. This opens novel ways to develop targeted tuberculosis drugs.

One of the most devastating pathogens that lives inside human cells is Mycobacterium tuberculosis, the bacillus that causes tuberculosis. According to the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

13. »AKL – International Laser Technology Congress«: 4.–6. Mai 2022 in Aachen – Lasertechnik Live bereits früher!

02.04.2020 | Veranstaltungen

Europäischer Rheumatologenkongress EULAR 2020 wird zum Online-Kongress

30.03.2020 | Veranstaltungen

“4th Hybrid Materials and Structures 2020” findet web-basiert statt

26.03.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Quantenimaging: Unsichtbares sichtbar machen

02.04.2020 | Physik Astronomie

Innovative Materialien und Bauelemente für die Terahertz-Elektronik

02.04.2020 | Materialwissenschaften

Besser gewappnet bei Überflutungen in der Stadt

02.04.2020 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics