Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie - ein neuer Name für das Hahn-Meitner-Institut

03.06.2008
Das Berliner Forschungszentrum Hahn-Meitner-Institut tritt ab 4. Juni unter einem neuen Namen auf: Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie. Damit macht das Zentrum seine Zugehörigkeit zur Helmholtz-Gemeinschaft deutlich und unterstreicht gleichzeitig die wissenschaftliche Neuorientierung durch die Fusion mit der Berliner Synchrotronstrahlungsquelle BESSY, die zum 1. Januar 2009 vollzogen sein wird.

"Bei der Umbenennung geht es nicht nur um einen neuen Namen. Es ist vielmehr der erste Schritt zweier gleichberechtigter Partner auf dem Weg zu einem neuen nationalen Forschungszentrum. Gleichzeitig steigert die Helmholtz-Gemeinschaft als die größte deutsche Forschungsorganisation damit weiter ihre Bekanntheit und positioniert sich und ihre Zentren erfolgreich im weltweiten Wettbewerb", sagte Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan. "Außerdem gelingt es so besser, deutlich zu machen, welch starke Gemeinschaft hinter den Ergebnissen der Forschung steht."

"Mit dem neuen Namen wollen wir die Zugehörigkeit zur Helmholtz-Gemeinschaft zum Ausdruck bringen und die wissenschaftliche Neuausrichtung betonen, mit der sich das gesamte Zentrum nach der Fusion positionieren wird", sagt Prof. Dr. Michael Steiner, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Berliner Helmholtz-Zentrums. "Für die Fusion von HMI und BESSY gibt es viele gute Gründe. Vor allem ist es aus wissenschaftlicher Sicht sinnvoll, die in Berlin existierende Neutronen- und die Synchrotronstrahlungsquelle gemeinsam zu betreiben und zu nutzen. So lassen sich zum Beispiel grundlegende Fragen zu den Forschungsfeldern Magnetismus und Supraleitung beantworten." Profitieren werde auch die Entwicklung neuer Materialien und die Photovoltaik.

"Mit der Fusion von HMI und BESSY entsteht in Berlin ein neues schlagkräftiges Helmholtz-Zentrum, dessen Standorte in Wannsee und Adlershof gleichermaßen gestärkt werden. Insbesondere das kombinierte Experimentieren mit Photonen und Neutronen schafft einzigartige Forschungsmöglichkeiten zum Beispiel für die Strukturaufklärung komplexer Materialien", betont Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Bisher haben sich drei Zentren einen neuen Namen gegeben: Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (früher GBF), das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ und das Helmholtz-Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (früher GSF). "Diese Umbenennungen zu Helmholtz-Zentren haben sich bereits sehr positiv auf unsere Bekanntheit und unser Ansehen ausgewirkt. Und je mehr Zentren diesen Schritt machen, desto stärker strahlen die Erfolge eines Zentrums auf alle anderen Mitglieder der Gemeinschaft national und international aus", so Mlynek.

... mehr zu:
»BESSY »Forschungsreaktor

Das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (ehemals Hahn-Meitner-Institut Berlin) betreibt den Forschungsreaktor BER 2 und forscht auf dem Gebiet der Photovoltaik. Nach der Fusion mit BESSY wird das HZB etwa 1000 Mitarbeiter beschäftigen und über einen Etat von zirka 100 Millionen Euro verfügen. Der Betrieb des Forschungsreaktors und des Synchrotrons gehört zu den zentralen Aufgaben des Zentrums. An beiden Geräten experimentieren zusammen jährlich etwa 2000 Forscher aus 35 Ländern. Themenfelder der hauseigenen Forschung sind die Strukturaufklärung moderner Materialien, zum Beispiel werden Phänomene wie Magnetismus und Supraleitung untersucht, außerdem steht die Entwicklung hocheffizienter Dünnschichtsolarzellen im Vordergrund.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 26.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,35 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

Ansprechpartner für die Medien:

Helmholtz-Gemeinschaft:
Thomas Gazlig
Tel: 030 206 329-57
presse@helmholtz.de
Helmholtz-Zentrum Berlin
für Materialien und Energie
Dr. Ina Helms
Tel: 030 8062-2034
ina.helms@hmi.de

Thomas Gazlig | Helmholtz-Gemeinschaft
Weitere Informationen:
http://www.hmi.de
http://www.helmholtz.de

Weitere Berichte zu: BESSY Forschungsreaktor

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Raum für Bildung: Physik völlig schwerelos
19.10.2018 | Max-Planck-Institut für Astronomie

nachricht Das Reifungsmuster des Hippokampus steuert die menschliche Gedächtnisentwicklung
23.07.2018 | Max-Planck-Institut für Bildungsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Auf dem Weg zu maßgeschneiderten Naturstoffen

Biotechnologen entschlüsseln Struktur und Funktion von Docking Domänen bei der Biosynthese von Peptid-Wirkstoffen

Mikroorganismen bauen Naturstoffe oft wie am Fließband zusammen. Dabei spielen bestimmte Enzyme, die nicht-ribosomalen Peptid Synthetasen (NRPS), eine...

Im Focus: Größter Galaxien-Proto-Superhaufen entdeckt

Astronomen enttarnen mit dem ESO Very Large Telescope einen kosmischen Titanen, der im frühen Universum lauert

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Olga Cucciati vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) Bologna hat mit dem VIMOS-Instrument am Very Large...

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Natürlich intelligent

19.10.2018 | Veranstaltungen

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ultraleichte und belastbare HighEnd-Kunststoffe ermöglichen den energieeffizienten Verkehr

19.10.2018 | Materialwissenschaften

IMMUNOQUANT: Bessere Krebstherapien als Ziel

19.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Raum für Bildung: Physik völlig schwerelos

19.10.2018 | Bildung Wissenschaft

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics