Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bis 2020 mindestens 20 Prozent des Jahresbudgets für die Metropole Ruhr

05.11.2010
Lammert und Pleitgen ziehen erste Bilanz zu RUHR.2010 / Stiftung Mercator fördert Wissenschaft und Bildung im Ruhrgebiet

Die Stiftung Mercator wird in den kommenden zehn Jahren jeweils mehr als 20 Prozent ihres Jahresbudgets, das derzeit bei 50 Millionen Euro liegt, in das Ruhrgebiet investieren. Das gab die Stiftung Mercator im Rahmen des Zukunftskongresses „Our Common Future“ bekannt, der in diesen Tagen in Essen stattfindet. Er bildet den wissenschaftlichen Höhepunkt der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010.

„Das Jahr der europäischen Kulturhauptstadt ist ein Jahr des Aufbruchs für die gesamte Region gewesen. Nun geht es darum, eine gemeinsame Vision für die Zukunft zu entwickeln“, so Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, der das Konzept der Stiftung für das Ruhrgebiet vorstellte. „Das Ruhrgebiet hat das Potenzial, sich zu einer exzellenten Wissenschafts- und Bildungsregion mit Vorbildfunktion gerade vor dem Hintergrund einer Gesellschaft der Vielfalt zu entwickeln.

Dafür investieren wir in diesem Jahr alleine etwa 18 Millionen Euro in der Metropole Ruhr. Hinzu kommen unsere bereits laufenden Projekte“, so Lorentz. Zukünftig wolle man konstant mindestens 20 Prozent des jährlichen Budgets in die Region fließen lassen. Lorentz kündigte ebenfalls an, dass die Stiftung gemeinsam mit der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) koordiniert durch das Mercator Research Center Ruhr (MERCUR) die Global Young Faculty, ein für das Kulturhauptstadtjahr eingerichtetes Programm für Nachwuchswissenschaftler aus dem Ruhrgebiet, über 2010 hinaus weiterführen wird. „Im Frühjahr werden wir den nächsten Jahrgang ausschreiben. Ein Beispiel dafür, wie wir die Nachhaltigkeit von RUHR.2010 sichern wollen.“

Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages, zog Bilanz: „Eine Reihe von kulturellen Infrastrukturmaßnahmen im Ruhrgebiet, wie die Perlenkette neuer Museen, hätte es ohne die Kulturhauptstadt RUHR.2010 nicht gegeben. Dies ist noch wichtiger, weil nachhaltiger, als die große Zahl von eindrucksvollen Veranstaltungen in diesem Jahr. Dass ‚die Ruhr‘ eine der spannendsten und aufregendsten Regionen ist, die wir in Deutschland und Europa haben, konnte einer breiten internationalen Öffentlichkeit im Kulturhauptstadt-Jahr vermittelt werden. Für die Zukunft kommt es entscheidend darauf an, die ausgeprägte Neigung zum Lokalpatriotismus dauerhaft zu überwinden und das wirtschaftliche, kulturelle und politische Potenzial der Region zur Geltung zu bringen.“

Fritz Pleitgen, Vorsitzender der Geschäftsführung der RUHR.2010 GmbH:
„Die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 setzt auf Zukunft. Deshalb spielt Wissenschaft in ihrem Programm eine starke Rolle. Der Kongress ‚Our Common Future‘ beschäftigt sich mit den Herausforderungen, die sich weltweit der Menschheit stellen. Für die RUHR.2010 endet die Kulturhauptstadt nicht mit Ablauf dieses Jahres. Die jetzt gesetzten Impulse sollen eine langfristige Wirkung haben“, so Pleitgen. Dies gelte nicht zuletzt für die von der Stiftung Mercator ausgelöste Initiative „Global Young Faculty“, bei der die besten Nachwuchswissenschaftler der Metropole innerhalb des Kongresses „Our Common Future“ mit den Koryphäen ihrer jeweiligen Disziplinen drängende Themen der Weltgemeinschaft, wie Klima, Umwelt und Gesundheit, gemeinsam angehen.

„Der Wissenschaftskongress Our Common Future ist ein weiterer Höhepunkt im Programm der Kulturhauptstadt Europas. Die Veranstaltung demonstriert die wachsende Bedeutung des Wissenschaftsstandorts Metropole Ruhr“, erklärte Fritz Pleitgen, der Vorsitzende der Geschäftsführung der RUHR.2010.

Über Our Common Future
Zehn Jahre nach der Expo in Hannover und als Höhepunkt des wissenschaftlichen Programms der Kulturhaupstadt Europas RUHR.2010 veranstalten die Deutsche Messe, die VolkswagenStiftung und die Stiftung Mercator in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover und RUHR.2010 „Our Common Future“. Die Themen des Kongresses sind breit gefächert und decken drängende aktuelle Fragen ab: Klimawandel und Energie, Zukunftstechnologien, wirtschaftliche Entwicklung und Strukturwandel, Weltgesundheit und Molekularmedizin, Menschenrechte und globale Werte. Dabei geht es um die Bedrohung durch Infektionskrankheiten, die Zukunft der Arbeit, Megastädte und die Integration von Migranten. Es werden über 200 Referenten und 600 Teilnehmer erwartet.

Bei Fragen sprechen Sie uns gern an:

Marisa Klasen
Kommunikationsmanagerin
Stiftung Mercator
Tel.: 0201-24522-53
klasen@stiftung-mercator.de
Marc Oliver Hänig
Pressesprecher
Ruhr.2010 GmbH
Tel.: 0201-888-2099
marc.oliver.haenig@ruhr2010.de
Weitere Informationen:
http://www.ourcommonfuture.de
http://www.stiftung-mercator.de
http://www.ruhr2010.de
http://www.global-young-faculty.de

Christiane Duwendag | idw
Weitere Informationen:
http://www.stiftung-mercator.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Bildung Wissenschaft:

nachricht Lehrerbildung für die digitale Welt
17.07.2018 | Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

nachricht Innovationen in der beruflichen Weiterbildung stärken
26.06.2018 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Bildung Wissenschaft >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Latest News

Machine-learning predicted a superhard and high-energy-density tungsten nitride

18.07.2018 | Materials Sciences

NYSCF researchers develop novel bioengineering technique for personalized bone grafts

18.07.2018 | Life Sciences

Why might reading make myopic?

18.07.2018 | Health and Medicine

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics