Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stone Spray ermöglicht Bauen per 3D-Drucker

06.08.2012
Sand und Sonnenenergie schaffen robuste Konstruktionen

Umweltfreundliche Architektur aus dem 3D-Drucker - an dieser Vision arbeitet ein Team am Institute for Advanced Architecture of Catalonia. Im Rahmen des Projekts Stone Spray http://stonespray.com hat die Gruppe bereits anhand von kleineren Objekten wie Stühlen und einzelnen Wänden gezeigt, dass der Ansatz mit Sand und einem flüssigen Bindemittel gut funktioniert. Gebaut wird dabei per Roboter-Arm.


Vision: Brückenbau per Druck-Roboter (Foto: stonespray.com)

Das Prinzip ähnelt bekanntem 3D-Druck, doch gibt es sehr wohl Unterschiede. "3D-Druck, wie man ihn bisher kennt, arbeitet per Schichtablagerung, während Stone Spray Material per Sprühstrahl ablagert", erklärt Projektmitarbeiter Petr Novikov gegenüber pressetext. Das bietet im architektonischen Bereich klar ersichtliche Vorteile. So kann mit diesem Ansatz auch an vertikalen Flächen gedruckt und auf existierende Strukturen aufgebaut werden.

Neue Fertigungs-Möglichkeiten

Das Projekt will neue Fertigungsmöglichkeiten aufzeigen. Dabei ist das Konzept des Gebäude-Druckers durchaus umweltfreundlich. Dem Team zufolge genügt Solarenergie zum Betrieb des Roboterarms, das Bindemittel besteht aus LEED-zertifizierten (Leadership in Energy and Environmental Design) Komponenten und das Grundmaterial ist Sand. Ganze Bauwerke wie beispielsweise Brücken kann der aktuelle Roboter-Arm zwar noch nicht drucken, doch als Konzeptdemonstration ist er vielversprechend.

Auf den ersten Blick sehen die Sand-Konstrukte eigentlich recht filigran aus. Doch der Ansatz hat "großes Potenzial für Bauen in der echten Welt, da die Strukturen sehr stabil sind und Lasten tragen können", ist Novikov überzeugt. Die ursprüngliche Idee hinter Stone Spray war, provisorische Bauwerke zu errichten. "Wir haben aber festgestellt, dass es auch länger bestehende Konstruktionen ermöglicht, da das Material steinhart wird." Wasser und andere Umwelteinflüsse manchen den gedruckten Bauwerken offenbar nichts aus, allerdings sei deren Langzeit-Beständigkeit noch in genaueren Experimenten wirklich zu prüfen.

Architektonisch spannend

Ein potenzielles Einsatzgebiet für den Gebäudedruck nach Stone-Spray-Vorbild wären Notfallunterkünfte und andere dringend benötigte Strukturen nach Umweltkatastrophen. Allerdings eignet sich die Technologie auch für die kreativere Seite des Bauwesens. "Die Tatsache, dass Stone Spray neue Formen auf bestehende Strukturen drucken kann, bietet interessante architektonische Möglichkeiten", erläutert Novikov gegenüber pressetext. "Die Architektur kann sich im Laufe der Zeit verändern, indem dem Gebäude neue Elemente hinzugefügt werden."

Demonstrationsvideo zu Stone Spray: http://vimeo.com/46765251

Thomas Pichler | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.iaac.net

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Architektur Bauwesen:

nachricht Architektur statt Antibiotika
31.03.2020 | Technische Universität Braunschweig

nachricht Weltweit einzigartig: Neue Anlage zur Untersuchung von biogener Schwefelsäurekorrosion in Betrieb
27.03.2020 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Architektur Bauwesen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Den Regen für Hydrovoltaik nutzen

Wassertropfen, die auf Oberflächen fallen oder über sie gleiten, können Spuren elektrischer Ladung hinterlassen, so dass sich die Tropfen selbst aufladen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben dieses Phänomen, das uns auch in unserem Alltag begleitet, nun detailliert untersucht. Sie entwickelten eine Methode zur Quantifizierung der Ladungserzeugung und entwickelten zusätzlich ein theoretisches Modell zum besseren Verständnis. Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte der beobachtete Effekt eine Möglichkeit zur Energieerzeugung und ein wichtiger Baustein zum Verständnis der Reibungselektrizität sein.

Wassertropfen, die über nicht leitende Oberflächen gleiten, sind überall in unserem Leben zu finden: Vom Tropfen einer Kaffeemaschine über eine Dusche bis hin...

Im Focus: Harnessing the rain for hydrovoltaics

Drops of water falling on or sliding over surfaces may leave behind traces of electrical charge, causing the drops to charge themselves. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz have now begun a detailed investigation into this phenomenon that accompanies us in every-day life. They developed a method to quantify the charge generation and additionally created a theoretical model to aid understanding. According to the scientists, the observed effect could be a source of generated power and an important building block for understanding frictional electricity.

Water drops sliding over non-conducting surfaces can be found everywhere in our lives: From the dripping of a coffee machine, to a rinse in the shower, to an...

Im Focus: Quantenimaging: Unsichtbares sichtbar machen

Verschränkte Lichtteilchen lassen sich nutzen, um Bildgebungs- und Messverfahren zu verbessern. Ein Forscherteam am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena hat eine Quantenimaging-Lösung entwickelt, die in extremen Spektralbereichen und mit weniger Licht genaueste Einblicke in Gewebeproben ermöglichen kann.

Optische Analyseverfahren wie Mikroskopie und Spektroskopie sind in sichtbaren Wellenlängenbereichen schon äußerst effizient. Doch im Infrarot- oder...

Im Focus: Sensationsfund: Spuren eines Regenwaldes in der Westantarktis

90 Millionen Jahre alter Waldboden belegt unerwartet warmes Südpol-Klima in der Kreidezeit

Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Geowissenschaftlern des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI)...

Im Focus: A sensational discovery: Traces of rainforests in West Antarctica

90 million-year-old forest soil provides unexpected evidence for exceptionally warm climate near the South Pole in the Cretaceous

An international team of researchers led by geoscientists from the Alfred Wegener Institute, Helmholtz Centre for Polar and Marine Research (AWI) have now...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungen

13. »AKL – International Laser Technology Congress«: 4.–6. Mai 2022 in Aachen – Lasertechnik Live bereits früher!

02.04.2020 | Veranstaltungen

Europäischer Rheumatologenkongress EULAR 2020 wird zum Online-Kongress

30.03.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste SARS-CoV-2-Genome aus Österreich veröffentlicht

03.04.2020 | Biowissenschaften Chemie

Projekt »Lade-PV« gestartet: Fahrzeugintegrierte PV für Elektro-Nutzfahrzeuge

03.04.2020 | Energie und Elektrotechnik

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics