DAX steigt auf über 6000 Punkte

Spekulationen über Ende der Zinsrunde in Amerika drängen den hohen Ölpreis in den Hintergrund; Gazprom im Zentrum des Anlegerinteresses

Die Veröffentlichung der Gesprächsprotokolle der Sitzung der amerikanischen Notenbank (Fed) von Ende März sorgte am Dienstag für eine Kursrally am amerikanischen Aktienmarkt. Hiervon profitierte auch der deutsche Aktienmarkt, dem in der Folge gestern ein kräftiger Auftrieb beschert war. Zum Handelsende lag der Deutsche Aktienindex DAX bei 5993 Punkten. Die positive Stimmung ließen sich die Anleger auch am Donnerstag nicht verderben. Der DAX nahm die 6000 Punkte Hürde mit Leichtigkeit und lag um 13 Uhr mit 6016 Punkten 22,5 % im Plus gegenüber dem Vortag.

Speziell die Technologiebranche sorgte gestern mit positiven Unternehmensnachrichten für gute Stimmung. Der Computer-und Beratungskonzern IBM, die Internetgesellschaft Yahoo und der Chiphersteller Texas Instruments überzeugten die Anleger mit guten Ergebnissen. In Deutschland prognostizierte das TecDax-Unternehmen Q-Cells (WKN: 555 866), das eine Marktkapitalisierung von mehr als 3 Mrd. Euro aufweist, für 2006 ein 60-prozentiges Umsatzwachstum. Die Erlöse des Unternehmens lagen im ersten Quartal um satte 116 % höher als im Vorjahreszeitraum. Bei Handelsschluss lag der Wert gestern um 1,6 % im Plus. In Berlin stehen die Zeichen für diesen Wert heute jedoch auf Verkauf. Der Blick in das Orderbuch zeigt um 13 Uhr ein Minus von 6,71 % auf 77,64 Euro.

Hohe Umsätze bei nachgebenden Preisen heute beim russischen Gasexportmonopolisten Gazprom (WKN: 903 276). Aufgrund des Upgrades des ADR-Programms war die unterliegende Anzahl von Originalaktien gestern von 10 auf 4 geändert worden, der Wert war vom Handel ausgesetzt. Der Eröffnungskurs lag dann heute früh bei 33,94 Euro, nach 19 Preisfeststellungen hatte sich der Preis am Mittag bis auf 33,10 Euro reduziert. Der Vorstandsvorsitzende des russischen Gaskonzerns, Alexej Miller, hatte am Mittwoch erklärt, sein Unternehmen wolle in die Atomwirtschaft investieren, ein Ansinnen, das offenbar nicht von allen Gazprom Aktionären unterstützt wird. Reger Handel und steigende Preise wiederum bei Veridium (WKN: 592 816). Das Orderbuch präsentiert sich auf der Kauf- Seite gut gefüllt, nach 37 Preisen liegt der Wert um 13:49 Uhr mit 0,184 Euro um 2,79 % im Plus.

Leicht im Plus liegt auch der südkoreanische Speicherchiphersteller Samsung (WKN: 881 823), der heute durch ein hohes Umsatzvolumen auffällt. Die Papiere erzielen einen Kurszuwachs von 0,52 % auf 223,30 Euro.

Unter den internationalen Werten fiel weiterhin der amerikanische Software-Hersteller Global Matrechts Inc. mit erhöhten Handelsaktivitäten auf. Für Aufmerksamkeit dürfte auch der Kurszuwachs von rd. 43 % auf 0,010 Euro sorgen.

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Petra Greif presseportal

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