Unternehmensberater unterstützten Mazedoniens Weg nach Europa

BDU-Präsident Redley begrüßt Zusammenarbeit mit mazedonischem Beraterverband – Mitgliedschaft im europäischen Dachverband sowie in weltweiter Qualitätsorganisation angestrebt – wirtschaftspolitisches Konzept angemahnt

Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. unterstützt die mittelfristig angestrebte Mitgliedschaft des mazedonischen Unternehmensberaterverbandes MCA2000 (Management Consulting Association of Macedonia) in der europäischen Beraterdachorganisation European Federation of Management Consulting Associations (FEACO) und der weltweiten Vereinigung zur Qualitätssicherung in der Unternehmensberatung, dem International Council of Management Consultants Institutes (ICMCI). Bei einem Besuch des Generalsekretärs des nationalen Verbandes, Zivko Dimov, in Bonn fand ein intensiver Gedankenaustausch statt, bei dem am Ende eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen dem deutschen und mazedonischen Beratungsverband vereinbart wurde. BDU-Präsident Rémi Redley fordert in diesem Zusammenhang von der Europäischen Union ein schlüssiges wirtschaftspolitisches Gesamtkonzept für Südost-Europa.

„Mit dem Beginn verstärkter Zusammenarbeit zwischen deutschen und mazedonischen Beratern leisten wir einen konkreten Beitrag für den Ausbau stabiler Verhältnisse in Mazedonien“, erwartet BDU-Präsident Redley. Während es im politischen Alltagsgeschäft immer noch üblich sei, nur in „wohlklingenden Erklärungen“ für die Stärkung der mazedonischen Zivilgesellschaft einzutreten, versuche der BDU jetzt praktische Hilfestellung zu gewähren. Neben einem regelmäßigen Erfahrungsaustausch und der Vermittlung von Know-how durch die grenzenübergreifende Zusammenarbeit nationaler Beratungsfirmen sei vor allem die Aufnahme des MCA2000 in die FEACO und die ICMCI ein wichtiges Ziel: „Denn durch die tatsächliche Einbindung mazedonischer Wirtschaftsorganisationen in die europäischen Strukturen, kommen wir über das Stadium des schlichten Aufzeigens von vagen Perspektiven hinaus“, betont Redley. Bedingung sei aber eine weitere Stabilisierung der politischen und wirtschaftlichen Lage. Der mazedonische Verband erhofft sich von der Zusammenarbeit neben einer europäischen Vernetzung vor allem die Verbesserung der Qualität heimischer Beratungsleistungen. Auch der Ausbau der Kooperation mit dem bulgarischen Verband, der bereits FEACO-Mitglied ist, steht auf der Agenda des MCA2000.

Anlässlich dieser Intensivierung der Kontakte spricht sich Redley für die Institutionalisierung der regionalen Zusammenarbeit in Südost-Europa aus. Zehn Jahre nach dem Zerfall Jugoslawiens müsse den Staaten des Balkans die Chance eröffnet werden, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, um die Zukunft zu gestalten. „Was mit unserem Projekt im Kleinen angestoßen wird, muss doch auch im Großen möglich sein“, wundert sich Redley. Notwendig sei daher die Schaffung eines institutionellen Rahmens, in dem die wirtschaftliche und politische Kooperation von den südost-europäischen Ländern eigenverantwortlicher organisiert werde. Damit schaffe man die Grundlage für einen regionalen Binnenmarkt und letztlich auch für dauerhaften wirtschaftlichen Aufschwung.

In der Management Consulting Association of Macedonia (MCA2000) sind bislang über 100 Unternehmensberater organisiert. Sie decken mehr als 20 Prozent des nationalen Marktes ab. Vertreten sind sowohl Einzelberater als auch international tätige Beratungsfirmen.

In der European Federation of Management Consulting Associations (FEACO) mit Sitz in Brüssel sind 23 europäische Beraterverbände – darunter der französische, britische, italienische und deutsche Verband – mit über 85.000 Beratern organisiert.

Im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. sind zur Zeit rund 16.000 Unternehmensberater und Personalberater organisiert, die sich auf über 500 Management-, IT- und Personalberatungsfirmen verteilen.

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Klaus Reiners ots

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