Kampf den Spurrinnen

In Deutschland sind die Belastungen der Fahrbahndecke durch den Gütertransport auf Straßen und Autobahnen hoch; die wachsende Beanspruchung durch große Lasten kann den Straßenbelag zerstören und die Verkehrssicherheit erheblich beeinträchtigen. Spurrinnen erhöhen die Gefahr von Aquaplaning und vermindern die Lenkfähigkeit der Fahrzeuge. Mit Unterstützung der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen “Otto von Guericke” (AiF) untersuchen Wissenschaftler des Instituts für Straßenwesen der Technischen Hochschule Aachen und der Studiengesellschaft für unterirdische Verkehrsanlagen (STUVA) in Köln jetzt Asphaltkonstruktionen für schwerste Beanspruchungen. Ziel des Vorhabens, das das Deutsche Asphaltinstitut als Mitglied der AiF initiiert hat, ist es, die Bildung von Spurrinnen mit Hilfe eines extrem widerstandsfähigen Asphaltaufbaus weitgehend zu vermeiden und auf ein risikoloses Minimum zu beschränken.

Um den geeigneten Straßenbelag zu finden, müssen die Forscher unterschiedliche Asphaltgemische unter extremen Bedingungen testen. Einen solchen Test erlaubt die Rundlaufanlage der STUVA: 16 gleich große Segmente aus unterschiedlichen Asphaltstrukturen werden zu einer 31,4 Meter langen kreisringförmigen Testfahrbahn zusammengefügt. Auf ihr rollen zwei Lasträder mit je einer Radlast von fünf Tonnen und einer Geschwindigkeit von 20 km/h. Um möglichst extreme Temperaturbedingungen zu schaffen, erwärmen die Wissenschaftler die Asphaltoberfläche auf 50 Grad Celsius. Einmal wöchentlich werden auf allen Versuchsabschnitten die Tiefen der Spurrinnen gemessen. Die Betriebsdauer der Rundlaufanlage soll insgesamt etwa drei Monate betragen, so dass die Asphaltkonstruktionen rund 750.000 Mal überrollt werden.

Ansprechpartner:
Georg Metz, Institut für Straßenwesen der RWTH Aachen,
Tel.: 0241 80267-42
Professor Dr. Alfred Haack, STUVA, Tel.: 0221 59795-11

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