Flüssig-Laser zum Aufmalen für schnellere Chips

Forscher entwickeln Flüssigkeit für optische Verbindungen

Forscher der Universität von Toronto haben einen neuartigen Laser entwickelt, der als Flüssigkeit auf eine Oberfläche aufgemalt werden kann, berichtet das IT-Portal Cnet. Dazu haben die Wissenschaftler Nanopartikel in einer Flüssigkeit aufgelöst, diese auf eine andere Oberfläche aufgebracht und getrocknet. Die Aufmal-Laser könnten bei Mikroprozessoren eingesetzt werden und damit die Leistungsfähigkeit dieser erheblich steigern.

„Wir haben einen Laser hergestellt, der auf ein anderes Material gestrichen werden kann“, erklärt Ted Sargent, Professor für Nanotechnologie an der Universität Toronto. Das sei der erste Halbleiter-Laser zum Aufmalen, der die Signale über Lichtleitertechnik leiten kann. Das Infrarot-Licht könne in Zukunft verwendet werden um Mikroprozessoren auf Silizium-Chips zu verbinden, sagt Sargent.

Die Forscher aus Toronto haben dazu Nanopartikel in einer Flüssigkeit aufgelöst, diese wird auf ein anderes Material, etwa einen Chip, aufgebracht und getrocknet. „Der optische Datentransfer basiert auf Licht im Infrarot-Bereich mit einer Wellenlänge von ungefähr 1,5µm. Dieses Licht breitet sich in Glas am schnellsten aus“, erklärt der beteiligte Forscher Sjoerd Hoogland. Details zu den Partikeln und der Flüssigkeit haben die Wissenschaftler noch nicht bekannt gegeben.

Die Laser zum Aufmalen könnten die Geschwindigkeitsgrenzen, an die die Prozessor-Technologie vermutlich in rund zehn Jahren stoßen wird aufbrechen. Während die Geräte immer kleiner und schneller werden leiden die Verbindungen zunehmend unter Interferenzen. Intel hat kürzlich angekündigt, dass Kupfer-Verbindungen bei einer Leistung von mehr als 10GHz nicht mehr effektiv seien. Die Grenze von 10GHz will Intel in rund zehn Jahren erreichen. Laser können auch bei höheren Geschwindigkeiten effizient arbeite, vorausgesetzt, die Technologie kann in die Silizium-Chips integriert werden.

Ansprechpartner für Medien

Christine Imlinger pressetext.austria

Weitere Informationen:

http://www.utoronto.ca/~ecan/

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