TU Dresden bringt neue Erkenntnisse über Schweißverfahren ans Licht

Der Lichtbogen ist in der Industrie das wichtigste Werkzeug zum robusten und kosteneffizienten Fügen und Trennen von Werkstoffen. Materialien werden dabei mittels elektrischem Strom zusammengefügt oder voneinander gelöst. Zum Schneiden von Werkstoffen verwendet, kann das Lichtbogenverfahren sogar bessere Schnittqualitäten erzeugen als der Laser. Die Professur für Fügetechnik und Montage der TU Dresden erforscht die Vorgänge im Lichtbogen, wodurch die Konstruktion neuer und besserer Schweiß- sowie Schneidbrenner ermöglicht wird. Vom 23. bis 24. März 2006 präsentiert die TU-Professur auf dem diesjährigen Fügetechnischen Kolloquium aktuelle Forschungen und Anwendungen des Lichtbogenverfahrens.

Unter den Vortragsgästen des Kolloquiums, das die Professur für Fügetechnik und Montage zusammen mit dem DVS (Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V.) Bezirksverband Dresden und der CFX Berlin Software GmbH veranstaltet, werden auch Mitarbeiter der großen deutschen Automobilhersteller VW, BMW und AUDI, erwartet. Dipl.-Ing. Jörg Zschetzsche erläutert, wie an der Professur die Vorgänge im Schweißbrenner simuliert werden, so dass ein neuartiger Plasmabrenner entwickelt werden konnte, der sich durch eine geringe Größe und eine hohe Leistungsfähigkeit auszeichnet. Da er eine höhere Leistungsdichte pro Fläche erreicht und somit kleinere Flächen aufgeschmolzen werden können, kommt er in der Automobilindustrie zum Einsatz. Dort dient er zum schnelleren Schweißen dünner Bleche.

Den Tagungsteilnehmern sollen die Potenziale, neue Analyse- und Simulationsmethoden sowie aktuelle Entwicklungen und Anwendungen der Lichtbogenverfahren vorgestellt werden.
Eine Programmübersicht mit den Namen der Referenten findet sich unter http://mciron.mw.tu-dresden.de/fue/fuetec.htm.

Das Dresdner Fügetechnische Kolloquium 2006 findet von Donnerstag, 23. März, 13 Uhr, bis Freitag, 24. März, 14.30 Uhr, im Barkhausen-Bau (R 205), Helmholtzstr. 18, statt. Eine Anmeldung ist bis 28. Februar erforderlich. Das Anmeldeformular findet sich ebenfalls unter http://mciron.mw.tu-dresden.de/fue/fuetec.htm.

Weitere Informationen: Martina Kürsten, Professur für Fügetechnik und Montage, TU Dresden, Tel. 0351 463-37615, Fax 0351 463-37249, E-Mail: kuersten@mciron.mw.tu-dresden.de

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