Abtragen mit lasergepulsten Wasserstrahlen

Schematische Darstellung des lasergepulsten Wasserstrahls

Durch ein Pulsen des Wasserstrahls direkt hinter der Wasserdüse mittels eines fokussierten Laserstrahles soll die Leistung des Wasserstrahlprozesses verbessert werden. Dieses ist Gegenstand eines neuen Forschungsprojekts am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH). Die Oberflächenbearbeitung von technischen Werkstoffen wie Metallen, Kunststoffen und Keramiken mittels Reinwasserstrahlen ist ein mittlerweile industriell etabliertes Verfahren. Die erzielbare Abtragsleistung ist unter anderen durch die hydraulische Leistung sowie die Strahlstruktur bestimmt. Je dynamischer die Belastung des Materials gestaltet werden kann, umso höher ist die Abtragsleistung.

Durch ein Pulsen des Wasserstrahls direkt hinter der Wasserdüse mittels eines fokussierten Laserstrahles soll die Leistung des Wasserstrahlprozesses verbessert werden. Dieses ist Gegenstand eines neuen Forschungsprojekts am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH). Der Wasserstrahl wird durch den Laser in Segmente zerteilt, wodurch extrem hohe sowie sehr exakt regelbare dynamische Einzelpulse erzeugt werden sollen. Zunächst sollen ein Lasersystem sowie ein Wasserstrahlsystem aneinander adaptiert werden, um eine Einstellung der laser- sowie wasserseitigen Prozessparameter zu ermöglichen. Im Anschluss werden die Eigenschaften des generierten gepulsten Wasserstrahles mit verschiedenen Methoden quantifiziert.

Mit den gewonnenen Erkenntnissen soll ein Prototyp für die Materialbearbeitung konstruiert und getestet werden. Hierbei ist ausschlaggebend, dass bereits viele Anwender entsprechende Wasserstrahl- und Laseranlagen zur Verfügung haben. Eine Nutzung dieses neuen Systems soll deshalb nur geringe Startinvestitionen benötigen. Weiterhin soll im Hinblick auf eine spätere optimale Anwendbarkeit Wert auf eine größtmögliche Flexibilität und Portabilität der Anlage gelegt werden.

Die Arbeiten werden zusammen mit dem Wasserstrahllabor des Instituts für Werkstoffkunde der Universität Hannover durchgeführt und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt.

Kontakt:
Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH)
Michael Botts
Hollerithallee 8
D-30419 Hannover
Tel.: +49 511 2788-151
Fax: +49 511 2788-100
E-Mail: m.botts@lzh.de

Media Contact

Michael Botts idw

Weitere Informationen:

http://www.lzh.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Verfahrenstechnologie

Dieses Fachgebiet umfasst wissenschaftliche Verfahren zur Änderung von Stoffeigenschaften (Zerkleinern, Kühlen, etc.), Stoffzusammensetzungen (Filtration, Destillation, etc.) und Stoffarten (Oxidation, Hydrierung, etc.).

Unter anderem finden Sie Wissenswertes aus den Teilbereichen: Trenntechnologie, Lasertechnologie, Messtechnik, Robotertechnik, Prüftechnik, Beschichtungsverfahren und Analyseverfahren.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Gedächtnistraining für das Immunsystem

Nach einer Infektion merkt sich das Immunsystem den Krankheitserreger und kann deshalb bei einer erneuten Infektion schnell reagieren. Wissenschaftler der Universität Würzburg haben jetzt neue Details dieses Vorgangs entschlüsselt. Wenn…

Wundheilende Wellen

Wie fragen Zellen in unserem Körper nach dem Weg? Selbst ohne eine Karte, die ihnen den Weg weist, wissen sie, wohin sie gehen müssen, um Wunden zu heilen und unseren…

Treffen der Generationen im Herzen der Galaxis

Astronomen finden eine bisher unbekannte Population von Sternen nahe dem Zentrum der Milchstraße Das Zentrum unserer Heimatgalaxie gehört zu den sternreichsten Gebieten des bekannten Universums. Innerhalb dieser Region haben nun…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close