Osteoporose bei Frauen: Beginnt der Knochenabbau vor dem Östrogen-Mangel?

Das Interdisziplinäre Osteoporose-Zentrum des Klinikums rechts der Isar sucht Studienteilnehmerinnen für eine wissenschaftliche Beobachtungsstudie zu Osteoporose.

Die so genannte PEKNO-Studie untersucht den Zusammenhang zwischen Menstruations-zyklus und Knochendichte (Perimenopausale Knochendichte und Ovulation). Dabei werden im Verlauf von zwei Jahren die Veränderungen der Knochendichte und des Menstruationszyklus bei Frauen kurz vor den Wechseljahren gemessen. Es kommen keine Medikamente oder Hormone zum Einsatz, sondern die natürlichen Abläufe und Umstellungsvorgänge des Körpers in dieser Übergangszeit werden wissenschaftlich analysiert.

Studien haben gezeigt, dass Frauen bereits während der Perimenopause, also vor den Wechseljahren, erheblich schneller an Knochendichte verlieren als zuvor oder danach. Bei unbehandelten Frauen war während der Übergangszeit die Verlustrate teilweise doppelt so hoch wie in den Jahren danach.

Eine Zwischenauswertung der Münchner PEKNO-Studie ergab Anhaltspunkte dafür, dass der Eisprung auch bei noch ausreichender Östrogenversorgung einen Einfluss auf die Knochendichte hat. So zeigten Frauen, deren Zyklen zu 80 Prozent einen Eisprung aufwiesen, keinen Knochendichte-Verlust über zwei Jahre, wohingegen Frauen mit nur 20 Prozent Eisprung deutlich Knochendichte abgebaut hatten.

Noch werden Frauen in die Studie aufgenommen. Sie müssen über 45 Jahre alt sein, dürfen in den letzten sechs Monaten keine Hormone eingenommen haben und ihre Zyklen sollten maximal sechs Wochen dauern.

Im Rahmen der Studie wird die Knochendichte zu Beginn und am Studienende untersucht. Im Laufe der zwei Jahre erfolgen fünf Blut- und Urinentnahmen zur Hormon- und Knochenstoffwechselbestimmung.

Weitere Informationen zur PEKNO-Studie unter Tel 089/4140-2512 (Mo-Do) oder per e-mail unter ioz@lrz.tum.de

Media Contact

Tanja Schmidhofer idw

Weitere Informationen:

http://www.med.tu-muenchen.de

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