Gelbe Stellen: Augenlider warnen vor Herzanfällen

Gelbe Stellen an den Augenlidern sind ein Anzeichen für erhöhtes Risiko eines Herzanfalls und anderer Krankheiten. Zu diesem Fazit kommen Wissenschaftler des dänischen Herlev Hospitals. Die bei BMJ veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass Patienten mit Xanthelasmata über ein um 48 Prozent erhöhtes Herzanfallsrisiko verfügen. Xanthelasmata bestehen überwiegend aus Cholesterin und könnten ein Anzeichen für andere fetthaltige Ablagerungen im Körper sein. Kardiologen wie Antonio Fernandez und Paul Thompson gehen davon aus, dass diese Studienergebnisse Ärzten bei der Diagnose von Risiko-Patienten helfen könnten, berichtet die BBC.

Herzerkrankung wahrscheinlich
Die Wissenschaftler begannen in den 70er Jahren, 12.745 Menschen zu begleiten. Zu Beginn verfügten 4,4 Prozent der Teilnehmer über Xanthelasmata. 33 Jahre später hatten 1.872 Personen einen Herzanfall erlitten, 3.699 erkrankten am Herzen und 8.507 waren verstorben. Die gesammelten Daten ergaben, dass jene mit gelben Stellen an den Augenlidern dem größten Risiko ausgesetzt waren.

Die Betroffenen verfügten über ein um 48 Prozent höheres Risiko eines Herzanfalls, bekamen um 39 Prozent wahrscheinlicher eine Herzerkrankung und starben während der Laufzeit der Studie um 14 Prozent wahrscheinlicher. Die Verfasser der Studie gehen davon aus, dass Patienten mit Xanthelasmata eher Cholesterin im Körper ablagern. Ein vermehrtes Aufkommen fettiger Substanzen an den Wänden der Arterien, die Atherosklerose, führt zu Schlaganfällen und Herzanfällen.

Hohes Cholesterin problematisch
Bei Männern und Frauen verschiedener Altersgruppen ergeben die Daten mit Xanthelasmata eine Wahrscheinlichkeit von eins zu fünf, innerhalb des nächsten Jahrzehnts an einem Leiden des Herzens zu erkranken. Derartige Patienten sind generell einem hohen Risiko ausgesetzt. Sie sollten laut den Wissenschaftlern ihren Lebensstil ändern und gegen die hohen Cholesterinwerte behandelt werden.

Es wird davor gewarnt, dass viele Xanthelasmata von Dermatologen aus kosmetischen Gründen entfernt werden. Betroffene könnten daher nicht entsprechend ihres Herzrisikos behandelt werden.

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Michaela Monschein pressetext.redaktion

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