Ozon verringert Spermienzahl

Erhöhte Luftschadstoff-Werte belasten männliche Fruchtbarkeit

Laut einer Studie der University of Southern California (USC) verringert Ozon in der Luft die Spermienzahl und somit die Fruchtbarkeit von Männern. Wie Rebecca Sokol von der Keck School of Medicine der USC auf dem Jahrestreffen der Pacific Coast Reproductive Society erklärte, setzt der Luftschadstoff die Zahl und Beweglichkeit der Spermien von gesunden Männern herab.

Das Team um Sokol analysierte über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren über 8.000 Spermienproben von 50 Männern im Gebiet von Los Angeles. Die Spermien verglich sie mit 3.500 Proben von 35 Männern Nordkaliforniens. Ursprüngliches Forschungsziel war es, geographische Unterschiede in der Spermienqualität festzustellen. Die Ergebnisse waren allerdings enttäuschend. Beim Vergleich der Spermiendaten mit aktuellen Werten der Luftqualität stellten die Forscher eine interessante Korrelation fest. „Es zeigte sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen der Abnahme bzw. Beweglichkeit der Spermien und einem erhöhten Ozonwert in der Atemluft Südkaliforniens“, so Sokol.

Wie das eingeatmete Ozon die Spermienqualität beeinflusst ist zum derzeitigen Stand der Forschung noch ein Rätsel. „Wir wissen, dass zumindest im Labor Sauerstoffradikale die Spermienfunktion beeinträchtigen. Die Frage ist, welche physiologische Reaktion das eingeatmete Ozon bei Spermien im Körper auslöst“, erläutert die Forscherin. Sokol plant nun weitere Studien in großen Städten wie New York und Mexiko Stadt, die für stark schwankende Ozonwerte bekannt sind.

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Sandra Standhartinger pte.monitor

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