Internationale Studie zur Gesundheitssituation von Schülern erstmals in Berlin

„Manche Kinder gehen hungrig zur Schule oder ins Bett, weil zu Hause nicht genügend Lebensmittel vorhanden sind. Wie häufig passiert dir das? Wie oft unternimmst du etwas mit deinen Eltern, das dir richtig Spaß macht? Wie oft putzt du dir die Zähne?“ Das sind einige der Fragen, die Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts ab 11. Februar 2002 insgesamt 6.000 Berliner Schülern bei der „Studie zur Gesundheitssituation und zu dem Gesundheitsverhalten von Schülern“ stellen werden. Die Erhebung soll zu einem besseren Verständnis gesundheitsbezogener Einstellungen und Verhaltensweisen von Schülern beitragen und Erkenntnisse zu erforderlichen gesundheitspolitischen Maßnahmen liefern. Ein Schwerpunkt liegt auf der Identifikation von Präventionsmöglichkeiten.

Die Studie ist Teil des internationalen vergleichenden Forschungsvorhabens „Health Behaviour in School-aged Children (HBSC)“, das alle vier Jahr unter der Schirmherrschaft der WHO durchgeführt wird. An dem Vorhaben sind 35 Staaten aus Europa und Nordamerika beteiligt, in Deutschland nehmen mit Berlin, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen erstmals sechs Bundesländer teil. In Berlin unterstützen die Senatsverwaltungen für Bildung, Jugend und Sport sowie für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz die Befragung.

Die Schulen werden nach einem Zufallsverfahren aus dem Schulverzeichnis ausgewählt und mit ihren fünften, siebten und neunten Klassen zur Teilnahme eingeladen. Den Fragebogen füllen die teilnehmenden Schüler (im Alter von neun bis 17 Jahren) selbständig im Klassenverbund aus. Der Bogen umfasst rund achtzig Fragen zu den Themen Gesundheitszustand, Lebenszufriedenheit und Lebensqualität, psychisches Wohlbefinden, körperliche Aktivität, Ernährung und Essverhalten, Schule und Unterricht, Freizeitverhalten, soziale Unterstützung in der Familie und im Freundeskreis, Unfälle, Mobbing und Risikoverhalten wie Alkoholgenuss und Rauchen.

In allen beteiligten Staaten wird der gleiche Kernfragebogen eingesetzt, hinzu kommen bundesweit einheitliche Ergänzungen, um einen Vergleich der Ergebnisse zu ermöglichen. Nach Abschluss der Datenerhebung im Mai 2002 werden die Berliner Daten mit denen der anderen beteiligten Bundesländer zu einem deutschen Datensatz zusammengeführt und anschließend im Vergleich mit den anderen Ländern international ausgewertet.

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Heidrun Wothe idw

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