Aktueller Report über neue Medientrends bei Jugendlichen

Der Lehrstuhl für Medienpädagogik und Weiterbildung an der Universität Leipzig erforscht gegenwärtig neue Medientrends aus Nutzersicht. Dabei geht es vor allem um Entwicklungen in Bereichen wie Musiktausch, Sammelkartenspiele, Computerspiele und Mobilfunk.

Es geht um Zauberei in mystischen Szenarien, um starke Helden und spannende Duelle. Sammelkartenspiele wie „Yu-Gi-Oh“ oder „Magic – The Gathering“ sind beliebt wie nie zuvor – und sie kommen nicht allein daher. Die gezeichneten Abenteuer gibt es auch als Fernsehserien, in Zeitschriften, als Computerspiele, in Büchern und auf Internetseiten. Und alles hat seinen Preis. Warum Jugendliche viel Geld für solche Anime-Angebote ausgeben und welche Vorzüge, aber auch Gefahren sich in diesem Zusammenhang abzeichnen – das steht im Mittelpunkt einer langfristig angelegten Beobachtung, die sich mit neuen medienübergreifenden Entwicklungen aus Nutzersicht beschäftigt.

Derzeit im Trend sind Sammelkartenspiele und alles was dazu gehört. Fest steht – die befragten Jugendlichen sind „Sammel-Experten“:

  • Sie wissen über sämtliche Kartenspiele und die neuesten Editionen Bescheid.
  • Die dazugehörenden Angebote und Produkte kennen sie in- und auswendig.
  • Wettkämpfe, Meisterschaften und andere Aktionen bewerten sie positiv.
  • Sie bringen viel Zeit und Geld fürs Sammeln, Tauschen und Mitreden-Können auf.

Fest steht aber auch – neue Medientrends wie derzeit die Sammelkarten nehmen Einfluss auf den Alltag Jugendlicher. Heißt das:

  • Wer nicht mitmacht, ist out!?
  • Wer mitmacht, ist sein Taschengeld los!
  • Wer mitmacht, ist Gefangener im Mediennetz? oder:
  • Wer mitmacht, erobert sich neue Erlebniswelten?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Lehrstuhl für Medienpädagogik und Weiterbildung der Universität Leipzig gemeinsam mit dem JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, München, im Auftrag der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM). Neben Angebotsrecherchen werden dazu regelmäßig Interviews mit 8- bis 19-Jährigen, die „Experten“ auf diesen Gebieten sind, geführt.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Bernd Schorb, Tel.: 0341 97-35850, E-Mail: zmk@uni-leipzig.de

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