Neue Japanische Schädelakupunktur hilft bei Lähmungen nach Schlaganfall

Studien beweisen Wirksamkeit der Schädelakupunktur bei Schmerzen und Lähmungen

Das Verfahren der „Yamamoto Neuen Schädelakupunktur YNSA“ – eine Sonderform der traditionellen Akupunktur – wurde von dem Arzt und Wissenschaftler M.D. Ph.D. Toshikatsu Yamamoto (Miyazaki/Japan) vor 30 Jahren zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem kann sich die nach ihm benannte Schädelakupunktur weltweit zur Behandlung von Schmerz- und Schlaganfallpatienten immer mehr durchsetzen. YNSA basiert auf einem neuen Somatotop am Schädel. Vergleichbar mit der Ohr- oder Mundakupunktur projiziert sich hier der Gesamtorganismus auf ein umschriebenes Areal am Kopf.

Ärzte und Wissenschaftler der Universitäten Bonn und Aachen haben zwei offene, prospektive, topometrisch kontrollierte Studien durchgeführt und die Wirksamkeit des Verfahrens mit streng objektiven Kriterien bewiesen. Zum ersten Mal wurde die Effektivität einer Akupunkturmethode mit Hilfe des computergesteuerten objektiven Messverfahrens der Topometrie auf ihre Wirksamkeit überprüft. Ultraschall-Echtzeit.Topometrie ist ein Verfahren zum objektiven Nachweis von Therapiewirkungen. Die Studien wurden im Institut für Biomechanik und Biophysik der Universität Bonn durchgeführt und ausschließlich privat finanziert. Durch das von Prof.Dr.Dr.Dipl.Ing. Günter Schumpe entwickelte sog. „Echtzeit-Ultraschall-Topometer“ wurden die Bewegungsabläufe der Patienten jeweils vor und nach der Akupunktur mit Hilfe von Ultraschallsendern gemessen und so Verbesserungen objektiv dokumentiert. Besonderheit der beiden Studien ist weiterhin die strikte Trennung von medizinischer Behandlung (Dr. Yamamoto, Dr. Schockert), neurologischer Begutachtung (PD Dr. Babak Boroojerdi) und Auswertung der Behandlungsergebnisse mittels Topometrie (Prof. Schumpe).

Fazit der ersten Bonner YNSA-Studie :

Yamamoto Neue Schädelakupunktur ist bei Schmerzen am Bewegungsapparat eine effiziente Therapie, die subjektiv bei 93,3% (n=104) der Behandelten eine Verbesserung erzielte. 58,8% der Behandelten erlebten eine sowohl objektiv messbare wie auch subjektiv angegebene Beschwerdelinderung bzw. Beschwerdefreiheit, welche nach einmaliger Behandlung zum Teil länger als ein Jahr lang anhielt. Die Auswertung der Bewegungsanalysen zeigt, dass ein Großteil der Patienten sich nach nur einer einzigen Akupunkturbehandlung von 3 bis 9 Minuten Dauer bereits besser, schneller, harmonischer oder kraftvoller bewegen konnte.

Fazit der zweiten Bonner YNSA-Studie zur Behandlung von Lähmungen nach Schlaganfall:

Yamamoto Neue Schädelakupunktur kann Paresen und Restparesen nach apoplektischen Insulten nachweislich positiv beeinflussen. Bereits nach einer einmaligen Behandlung sind Positiveffekte objektiv nachweisbar. Diese können bis zu 17 Tage lang subjektiv erlebt werden. In der Topometrie zeigte sich bei 14 von 23 Teilnehmern eine Verbesserung in mindestens einem von sechs Bewertungskriterien. Bei 9 Teilnehmern konnte in der Topometrie keine Veränderung der Beweglichkeit nach der Akupunkturbehandlung aufgezeichnet werden. In der neurologischen Untersuchung konnte eine Verbesserung der Beweglichkeit von Arm oder Bein vor und nach Akupunktur nicht verifiziert werden. Die NIH stroke scale zeigte für alle 4 Bereiche keine signifikante Veränderung nach der Schädelakupunktur. Übereinstimmend berichteten 12 Patienten über eine Verbesserung der Beweglichkeit der betroffenen Extremitäten, ein Gefühl von Lockerung, Leichtigkeit, Abnahme von Spastik, Zugewinn an Wohlbefinden und Zunahme an Sicherheit in der Bewegung. Im Folgenden werden einige Äußerungen der Studienteilnehmer wiedergegeben: „Meine gelähmte Hand geht auf wie eine Blume… Endlich fühle ich meine Hand wieder… Ich merkte zum ersten Mal wieder, dass ich eine rechte Seite habe…“

„Je früher die Therapie beginnt, desto schneller und effektiver kann sich der Therapieerfolg einstellen. In der Regel sind jedoch – etwa bei Schmerzen, Fibromyalgie oder Migräne – mehrere Behandlungen für deutliche Verbesserungen oder Beschwerdefreiheit nötig“, erläutert Dr. Yamamoto sein Verfahren. Die YNSA-Behandlung wird entweder alleine oder in Kombination mit z.B. der traditionellen chinesischen Akupunktur oder anderen schul- und komplementärmedizinischen Behandlungsverfahren praktiziert. Dr. Schockert: „YNSA ist eine wertvolle Ergänzung der bestehenden Therapieverfahren insbesondere bei der Schlaganfallbehandlung. Das Verfahren sollte durch den Notarzt begonnen, während der klinischen Behandlung fortgesetzt werden und sich bei Bedarf über die Rehabilitationsmaßnahmen hinaus bis in die hausärztliche Versorgung fortsetzen.“

Ansprechpartner für Medien

Dr. T. Schockert

Weitere Informationen:

http://www.ynsa.net

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