Potenzial älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bleibt weiterhin ungenutzt

Die künftig zu bewältigende Problemstellung für Unternehmen ist nicht die Schrumpfung, sondern die Alterung des Arbeitskräfteangebots. Vor diesem Hintergrund soll den befürchteten Problemen durch die alternde Belegschaft rechtzeitig und nachhaltig mit Angeboten zum Lebenslangen Lernen begegnet und der steigende Bedarf an Arbeitskräften durch rechtzeitige Qualifizierung und Weiterbildung gedeckt werden.

Das Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW) und das Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung (ZQ) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben nun in ihrer Studie „Weiterbildungssituation älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Region Mainz: Modelle und Perspektiven“ den derzeitigen Stand betrieblicher Weiterbildungsaktivitäten untersucht und dabei wichtige Erkenntnisse über die Akzeptanz solcher Maßnahmen erhalten.

Obwohl seitens der Unternehmen dem demographischen Wandel eine hohe Bedeutung zugewiesen wird und die politische Seite in den letzten fünf Jahren mehrere Förderprogramme bereitgestellt hat, verharrt die Wirtschaft in einer Art Ruhezustand nach der Devise „Abwarten“. Bestenfalls werden älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern Fachkompetenzen vermittelt, die konkret arbeitsplatzbezogen sind. Dabei ist es dringend erforderlich, gerade Ältere überfachlich zu schulen und sie für die künftigen Anforderungen im Betrieb fit zu machen.

Die Studie dient als Grundlage für die Weiterentwicklung eines Qualifizierungsangebots, mit dem Schwerpunkt im Bereich der sog. „Schlüsselkompetenzen“ wie Team- und Projektarbeit, neue Kommunikationsformen und -medien, Belastbarkeit etc., die die Arbeitnehmer/innen in die Lage versetzen sollen den Anforderungen der modernisierten Arbeitswelt gerecht zu werden.

Die Studie gliedert sich in 3 Teile:

Teil 1 beschreibt die regionale Ausgangssituation des Arbeitsmarktes und der demographischen Entwicklung, in der auf die Unternehmensstrukturen und das Weiterbildungsverhalten der Arbeitnehmer/innen nach dem Stand der Forschung und Perspektiven besonders eingegangen wird.

Teil 2 erläutert die Fragestellung und Gegenstand der Studie, erklärt Anlage und Methode der Untersuchung sowie deren Ergebnisse.

Teil 3 widmet sich der Einordnung der Ergebnisse und leitet wichtige Handlungsempfehlungen für die Unternehmen und die Weiterbildungsträger ab.

Kontakt:

Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung (ZWW)
der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Dr. Beate Hörr, Tel. 06131-39-20048
Dipl. Päd. Tamara Teichmann, Tel. 06131/39-26241
E-Mail: zww@verwaltung.uni-mainz.de

Ansprechpartner für Medien

Petra Giegerich idw

Weitere Informationen:

http://www.zww.uni-mainz.de/index.php

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