Mit Schwerpunkt in der Laserphysik: EU richtet Marie-Curie-Zentrum ein

Ein Zentrum zur Förderung junger Nachwuchswissenschaftler richtet die Europäische Union an der Friedrich-Schiller-Universität ein. Den Zuschlag dafür erhielt der international renommierte Laserphysiker Prof. Dr. Roland Sauerbrey im Institut für Optik und Quantenelektronik. Sauerbreys Team forscht vor allem auf dem Gebiet der Hochleistungslaserphysik mit Billionen Watt starken Lasern und untersucht die Wechselwirkungen zwischen intensivem Licht und Materie.

Nachdem ein international besetztes Expertengremium die wissenschaftliche Qualität der Jenaer Arbeitsgruppe begutachtet hatte, erhielt Sauerbrey nun einen Förderbescheid über zunächst 180.000 Euro aus Brüssel. Mit dem Geld werden fürs Erste sechs Jahresstipendium für vorzügliche Nachwuchsforscher aus ganz Europa finanziert. Das Zentrum wird nach der polnischen Physiknobelpreisträgerin Marie Curie heißen.

„Der Name signalisiert schon ein Stück weit das Programm“, so Sauerbrey. „Wir wollen mit den Stipendien insbesondere auch junge osteuropäische Forscher fördern.“ Zugleich bedeutet diese personelle Aufstockung des Instituts aber auch einen Schub nach vorn für Sauerbreys Forschungsprojekte. So konstruiert er mit seinen Mitarbeitern derzeit den stärksten Laser der Welt mit mehr als einer Billion Kilowatt Leistung, erforscht neue Verfahrenswege, um per Laser extrem kurzwelliges UV-Licht für die Chip-Lithographie zu erzeugen, und entwickelt einen Hightech-Blitzableiter und -Atmosphärendetektor.

„Die jungen Doktoranden werden wir aber vornehmlich in neuen Projekten der Grundlagenforschung einsetzen, um genauer herauszufinden, welche physikalischen Effekte sich mit diesen enormen Laserpotenzen erzielen lassen“, so Sauerbrey. „Das wird dann sicher neue Erkenntnisse zeitigen, die sich industriell umsetzen lassen – nicht zuletzt in der starken Optik-Region Jena.“

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Roland Sauerbrey
Tel.: 03641/947200, E-Mail: sauerbrey@ioq.uni-jena.de

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Dr. Wolfgang Hirsch idw

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