CO2 lässt Ozeane allmählich versauern

Der Eintritt des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre und das Meerwasser waren noch nie so groß wie heute. Das berichtet eine internationale Forschergruppe, die die Belege für Ozeanversauerung in der geologischen Vergangenheit untersucht hat. Der aktuellen Studie nach erschweren die Auswirkungen sogar winzigem Plankton das Leben.

Düsterer Ausblick

Das durch CO2 saure Wasser macht Organismen, die ein Skelett aus Kalk ausscheiden, das Leben schwer. Dabei handelt es sich beispielsweise um Korallen und Muscheln. „Oft hört man von Klimaskeptikern 'Klimawandel ist natürlich und das Klima hat sich immer verändert, ohne dass es dem Leben geschadet hat. Treibhausgase waren früher auch viel mehr in der Atmosphäre und das Meeresleben konnte gedeihen.' Aber die Prognosen sehen sehr düster aus“, so Studien-Mitautor Wolfgang Kießling vom Berliner Museum für Naturkunde http://naturkundemuseum-berlin.de/ gegenüber pressetext.

Zudem hat sich die Forschergruppe angesehen, ob es in der Vergangenheit vergleichbare Veränderungen wie die heutigen gegeben hat. In den meisten Fällen war es tatsächlich deutlich wärmer als heute. Das hat vor allem damit zu tun, dass die CO2-Konzentration bis zu zehn Mal höher war. „Wir sind alle bemüht, den CO2-Ausstoß zu reduzieren, aber eine globale Zunahme ist dennoch deutlich zu sehen“, so Kießling im Gespräch mit pressetext.

Geschwindigkeit ausschlaggebend

Laut Berechnungen ist nicht die Höhe der atmosphärischen CO2-Konzentration für die Sättigung des Meerwassers verantwortlich. Ausschlaggebend ist die Geschwindigkeit, mit der sich die CO2-Konzentration verändert. Durch langsame Veränderungen können sich über lange Zeiträume neue Gleichgewichte herstellen. Selbst massive CO2-Erhöhungen schaden kaum, wenn sich diese über mehr als 100.000 Jahre erstrecken. Nur drei Ereignisse in den vergangenen 300 Mio. Jahren Erdgeschichte sind mit heute auch nur annähernd vergleichbar. Doch selbst diese liegen unter der heutigen Größenordnung.

Media Contact

Rebecca Temmel pressetext.redaktion

Weitere Informationen:

http://naturkundemuseum-berlin.de/

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