Spatz verteidigt seinen Titel als häufigster Gartenvogel Deutschlands

Der Haussperling hat seinen Vorjahrestitel als häufigster Gartenvogel in Deutschland souverän verteidigt. Bei der diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“, einer gemeinsamen Aktion von NABU und dem bayerischen NABU-Partner Landesbund für Vogelschutz (LBV), siegte der Spatz mit rund 165.000 Sichtungen vor der Amsel (145.000) und der Kohlmeise 102.000), die ebenfalls ihre Positionen aus dem Jahr 2005 halten konnten. NABU und LBV hatten alle Vogelfreunde dazu aufgerufen, innerhalb des Zeitraums vom 5. bis 7. Mai eine Stunde lang die Vögel in ihren Gärten zu beobachten und zu melden. Insgesamt haben 60.000 Menschen Beobachtungen aus 33.000 Gärten geliefert.

Auf rund 270 Veranstaltungen haben NABU-Gruppen bundesweit Gartenvogel-Führungen angeboten. „Die Stunde der Gartenvögel hat sich als Mitmachaktion für Naturfreunde in ganz Deutschland mittlerweile fest etabliert“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Neben dem Spaß am gemeinsamen Naturerlebnis liefere die Gartenvogelzählung auch wichtige Erkenntnisse zur Bestandsentwicklung unserer heimischen Vogelarten. So würde der ehemals typische Stadtbewohner Spatz langsam aus den urbanen Regionen verschwinden, sagte Tschimpke: „Im Ruhrgebiet oder in Großstädten wie München und Hamburg dominiert mittlerweile die Amsel.“ Überraschend auch die große städtische Verbreitungsdichte des Mauerseglers, der insgesamt Platz 8 belegt und in Städten wie Köln oder Frankfurt sogar die Hitliste anführt.

Die Bedeutung des Siedlungsraumes für die Zukunft vieler Vogelarten werde nach Ansicht des NABU-Präsidenten oft unterschätzt. Umso mehr komme es darauf an, Städte und Dörfer als naturnahe Lebensräume zu gestalten. „Tausende von Gartenbesitzern halten dazu den Schlüssel in ihrer Hand“, betonte Tschimpke. Mit der „Stunde der Gartenvögel“ wolle der NABU sie darin unterstützen, rund um Haus und Garten vielfältige Lebensräume zu schaffen und zu erhalten. Der NABU bedankt sich beim diesjährigen Schirmherr, Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, sowie allen Sponsoren und Förderern ganz herzlich für die großzügige Unterstützung.

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