So wird anspruchsvolle Umweltschutztechnik zum Standard in Europa

Broschüre gibt Unternehmen und Forschung Tipps zur Vermarktung neuer Techniken


Das Umweltbundesamt (UBA) unterstützt Unternehmen und Forschungsinstitute, ihre neuen Umweltschutztechniken europaweit bekannt zu machen und besser zu vermarkten. Der 22-seitige, kostenlose Wegweiser „Beste verfügbare Techniken (BVT) – Machen Sie Ihre Umwelttechnik zum europäischen Maßstab“ des UBA zeigt, was zu tun ist, damit neue Techniken Aufnahme in die so genannten europäischen BVT-Merkblätter finden. Diese Merkblätter beschreiben für viele Industrieanlagen – wie die Metallindustrie und die chemische Industrie – die Umweltanforderungen für die Genehmigung großer Industrieanlagen in Europa. Die Broschüre informiert darüber, welche Anforderungen eine neue Technik erfüllen sollte und welche Daten notwendig sind, damit Unternehmen neue Techniken in die BVT-Merkblätter einbringen können. Angaben über die organisatorischen Abläufe, zu Ansprechpartnern und weiteren Informationsquellen runden die Broschüre ab, die auch unter http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3036.pdf herunter zu laden ist.

Europäische Fachleute erarbeiten die BVT-Merkblätter auf Grundlage der europäischen Richtlinie zur Integrierten Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung – kurz IVU-Richtlinie. Diese regelt europaweit die Genehmigung besonders umweltrelevanter Industrieanlagen und ist ein wichtiges umweltpolitisches Instrument. Mit der kontinuierlichen Verbesserung der „Besten Verfügbaren Techniken“ bringt die IVU-Richtlinie wichtige Innovationen in Europa für eine dauerhaft umweltgerechte Produktion voran.

Die Entwicklung innovativer Techniken schützt die Umwelt und erhält gleichzeitig Arbeitsplätze in den forschenden Unternehmen und Instituten. Dies sichert Unternehmen einen technologischen und wirtschaftlichen Vorsprung. Wichtiges Instrument für Umweltschutz und technische Innovation in Europa ist die IVU-Richtlinie und die Erarbeitung der BVT-Merkblätter im Informationsaustausch zwischen den EU-Mitgliedstaaten, der Industrie und den Umweltverbänden. Die Leitung des Informationsaustausches liegt bei einer Einrichtung der Europäischen Kommission, dem europäischen IVU-Büro im spanischen Sevilla. Deshalb heißt der Informationsaustausch über die „Besten verfügbaren Techniken“ auch „Sevilla-Prozess“.

Unternehmen, die sich am Sevilla-Prozess beteiligen und Informationen über ihre neuen Techniken für die BVT-Merkblätter zur Verfügung stellen, nutzen aktiv die Chance, ihre Technik bekannt zu machen und nehmen Einfluss auf den europäischen Standard. Durch Aufnahme auch deutscher Techniken in die BVT-Merkblätter bestimmen diese den zukünftigen Stand der Technik in ganz Europa mit.

Grundlage für die Broschüre war ein Forschungsprojekt des UBA, das für mehr als 500 Projekte untersuchte, ob sie in den Sevilla-Prozess einfließen können. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hatte diese 500 Projekte im industriellen Umweltschutz in den vergangenen Jahren gefördert.

Die Broschüre „Beste verfügbare Techniken – Machen Sie Ihre Umwelttechnik zum europäischen Maßstab“ umfasst 22 Seiten und steht ab sofort unter http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3036.pdf zum Download bereit. Eine gedruckte Fassung ist kostenfrei erhältlich beim UBA, Zentraler Antwortdienst, Postfach 1406, 06813 Dessau (Postkarte), E-Mail: info@umweltbundesamt.de.

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Frank Hönerbach idw

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