Signal für den Ressourcenschutz in Europa

13 Partnerländer verwenden den Grünen Punkt

Hochrangige Vertreter aus den Partnerländern des Grünen Punktes kommen am Donnerstag in Madrid zu einem zweitägigen Kongress der Packaging Recovery Organisation Europe (PRO EUROPE) im Konferenzzentrum von Madrid zusammen. Die Konferenz „Recycling as Part of Daily Life in Europe“ findet im Rahmen der Europäischen Recyclingtage 2001 statt. Repräsentanten von Kommission und Parlament der Europäischen Union (EU), Minister, Vertreter europäischer Unternehmen und der PRO EUROPE-Partnerorganisationen sowie Abgesandte von Umweltverbänden gehören zu den Teilnehmern. In verschiedenen Arbeitsgruppen bearbeiten sie Fragen zur Weiterentwicklung der nationalen Recyclingsysteme und neueste Entwicklungen der Branche. Auf der Agenda stehen unter anderem Aspekte wie die Auswirkungen des Recyclings auf die europäische Wirtschaft, die Produzentenverantwortung als künftiges Leitprinzip europäischer Politik oder die Vermeidung von Verpackungsaufkommen.

Wolfram Brück, Vorstandsvorsitzender der Duales System Deutschland AG, würdigte den Kongress in Madrid als bedeutendes Signal für den Umwelt- und Ressourcenschutz in Europa. „Im Zuge der ökonomischen Globalisierung sind auch die Anstrengungen für eine nachhaltige Entwicklung nicht mehr im nationalen Alleingang zu bewältigen. Eine intensive Kommunikation und der Austausch von Know-how sind wichtige Schritte, um Märkte zu vernetzen und Synergien zu nutzen“, so Brück.

„Erst vor kurzem haben Ungarn und Schweden den Grünen Punkt eingeführt. Damit etabliert sich der Grüne Punkt immer stärker als einheitliches europäisches Markenzeichen, das mittlerweile in 13 europäischen Ländern existiert“, hob er hervor. Die Integration der osteuropäischen EU-Beitrittskandidaten verlaufe im Rahmen von PRO EUROPE bereits sehr erfolgreich. Die Mitglieder von PRO EUROPE, so Brück, seien sich einig darin, dass es heute nicht mehr darum geht, ob man Recycling betreibt, sondern lediglich, wie. „Bei aller Unterschiedlichkeit der Systeme hat sich ein europaweites Recyclingnetz gebildet, das auf der ganzen Welt Schule macht. Inzwischen hat auch eine Vielzahl außereuropäischer Länder, wie Japan oder Kanada, Rücknahme- und Verwertungsverpflichtungen für Verpackungen festgeschrieben. Der Erfahrungsaustausch untereinander sorgt für eine steigende Verwertungsqualität. Der Dialog zwischen den Ländern, die den Grünen Punkt verwenden, wird also künftig intensiviert“ so Brück.

Unter dem Dach des Grünen Punktes sind Technologien entwickelt worden, die auch in anderen Ländern auf großes Interesse stoßen. Im Rahmen der Europäischen Recyclingtage 2001 öffnen zahlreiche europäische Sortier- und Verwertungsanlagen am 29./30. September 2001 ihre Türen, um die Verbraucher einen Blick hinter die Kulissen des Verpackungsrecyclings beim Grünen Punkt werfen zu lassen.

PRO EUROPE wurde gegründet, um Handelsbarrieren bei der Umsetzung der Europäischen Verpackungsrichtlinie zu vermeiden. Dazu vergibt die Organisation die Nutzungsrechte der Marke „Der Grüne Punkt“ an qualifizierte nationale Systeme. Als Partner von PRO EUROPE verpflichten sie sich, den Grünen Punkt einheitlich zu verwenden. Die Marke „Der Grüne Punkt“ auf Verpackungen bedeutet in allen Partnerländern, dass für diese Verpackungen ein Finanzierungsbeitrag an eine nationale Verwertungsgesellschaft für Verpackungen entrichtet wurde.

Media Contact

Dr. Heike Schiffler ots

Weitere Informationen:

http://www.gruener-punkt.de/

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