Bundesstiftung Umwelt fordert neue Wege im Umweltschutz – Solaranlagen auf Kirchendächer

Mehr Phantasie in der Umweltbildung hat Willi Real, stellvertretender Geschäftsführer der Deutschen Bundesstiftung Umwelt bei einer Veranstaltung der Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg (TA-Akademie) am Dienstag in Stuttgart gefordert. „Die Informationsvermittlung im Umweltbereich hinkt bei der Nutzung moderner Kommunikationsmittel noch immer hinterher und muss deutlich professioneller werden“, sagte Real im Rahmen des öffentlichen Dienstagsseminars der TA-Akademie. Er wünsche sich weiter phantasievolle und öffentlichkeitswirksame Aktionen, etwa die Ausstattung von Kirchen mit Solardächern. Ertragsanzeiger an öffentlichen Gebäuden könnten dann über die erzeugten Energiemengen informieren.. Mit solchen Aktionen könne es gelingen, neue Zielgruppen zu erschließen. „Wir müssen die Zielgruppen genauer und teilweise neu definieren, wobei man Ergebnisse der Milieuforschung nutzen könnte“, sagte Real. Bei der komplexen Vorbereitung von Kampagnen könne die Umweltbildung besonders von der Werbewirtschaft lernen. Wichtig sei es, den nachhaltigen Lebensstil positiv zu vermitteln, denn nur so lasse sich eine Verhaltensänderung erreichen, sagte Real. Ein Versuch in diese Richtung sei die Kooperation der Umweltstiftung mit dem Kinderkanal von ARD und ZDF, in deren Rahmen in Form eines Wettbewerbs derzeit völlig neuartige Sendeformate für Kinder zum Thema Umweltschutz entwickelt würden.
Als positives Beispiel verwies der Vize-Geschäftsführer auf das Projekt der TA-Akademie zur „Nachhaltigkeit im Einzelhandel“. Hier sei es gelungen, über neuartige Online-Informationsangebote zur Mitarbeiterschulung den Gedanken der Nachhaltigen Entwicklung gerade in einem neuen Kontext wie dem der Lebensmittel- und Baumarktbranche praktisch umzusetzen. Dies sei eines der Kernziele der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, die 1991 ihre Arbeit aufnahm. Die Stiftung öffentlichen Rechts verfügt derzeit über ein Vermögen von rund 3,2 Milliarden Mark und vergibt eine jährliche Summe von rund 150 Millionen Mark an Fördergeldern. Davon werden rund 400 bis 500 Projekte in der durchschnittlichen Größenordnung zwischen 400.000 bis 500.000 Mark unterstützt. Voraussetzung für eine Finanzierung sind ein innovatives Konzept, ein 50prozentiger Eigenanteil an den Projektkosten, ein praxisnaher Bezug und eine besondere Berücksichtigung kleiner und mittlerer Unternehmen.

Ansprechpartnerin: Dr. Birgit Spaeth, Tel: 0711/9063-226

E-Mail: birgit.spaeth@ta-akademie.de

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Dr. Birgit Spaeth idw

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