Hobbyangler bedrohen Fischbestände

US-Studie attestiert Lieblingssport der Amerikaner als artgefährdend

Die mehr als 10,5 Mio. Amateurfischer in den USA bringen nach Ansicht eines amerikanischen Forscherteams von der die seltenen Fischarten vor den Küsten rund um die USA gehörig unter Druck, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist. Am ärgsten in Bedrängnis geraten dabei Fischarten, die lange brauchen um ihre Größe zu erreichen, denn sowohl kommerzielle als auch Hobbyfischer jagen nur den größten Fischen hinterher – und das gefährdet den Nachwuchs.

„Große Fische produzieren exponenziell mehr Eier als kleine. Dadurch haben sie eine höhere Reproduktionsrate“, so Felicia Coleman von der Florida State University, die gemeinsam mit Larry Crowder von der Duke University in North Carolina die Studie durchführte. Für Experten wie Michael Sissenwine, Direktor für wissenschaftliche Programme am National Marine Fisheries Service, sind die Erkenntnisse keine Neuigkeit, denn seine Organisation hat nicht nur bei der kommerziellen, sondern auch bei der Hobbyfischerei vor zu großen Entnahmen gewarnt und Beschränkungen gefordert.

Nach Angaben der Forscher sind Hobbyfischer zu 64 Prozent an den überfischten Spezies im Golf von Mexiko und zu 59 Prozent an jenen im Pazifik verantwortlich. Bei einzelnen Arten sehen die Zahlen allerdings dramatisch aus, wie die Studie nun berichtet. So dezimieren Hobbyfischer 93 Prozent der Roten Trommler von North Carolina bis Florida und zeichnen für 87 Prozent der Fänge beim Bocaccio im Pazifik verantwortlich. Einzelne Schutzbestimmungen nützen wenig, da viele Fische versehentlich gefangen werden. Angler sind eigentlich um den Naturschutz besorgt. „Das Problem wird jedoch dadurch verschärft, dass es einfach viel zu viele Angler gibt“, so Coleman.

Ansprechpartner für Medien

Wolfgang Weitlaner pressetext.austria

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