Ultraschall liefert automatisch 3D-Bilder der Brust

Bisher musste der Arzt einen Schallkopf über die gesamte Brust führen. Nahmen diese handgeführten Ultraschalluntersuchungen noch bis zu 30 Minuten in Anspruch, so verkürzt die neue Technologie den zeitlichen Aufwand auf weniger als 15 Minuten. Die ersten Ultraschallscanner dieser Art sind nun in Deutschland im Einsatz.

Die Besonderheit des Acuson S2000 Automated Breast Volume Scanners (ABVS) liegt in seinem speziellen, rechteckigen Schallkopf, der anstelle eines handgeführten Schallkopfs direkt auf die Brust gelegt wird. Dieser Schallkopf scannt automatisch die Brust ab, ohne bewegt werden zu müssen. So ist sichergestellt, dass der Arzt stets reproduzierbare Aufnahmen des Brustgewebes bekommt.

Die Ultraschalltechnik als bildgebendes Verfahren wird als zusätzliche Absicherung empfohlen für Frauen mit sehr dichtem Brustgewebe, die grundsätzlich ein höheres Brustkrebsrisiko haben. Laut einer Studie aus dem Jahr 2008 steigt die Erkennungsrate von Brustkrebs um 28 Prozent, wenn eine Mammographieuntersuchung mit einer Ultraschalluntersuchung kombiniert wird.

Der Arzt erhält durch die 3D-Darstellung mittels neuem Ultraschallscanner Informationen über die gesamte Brust, inklusive der koronalen Darstellung – also von Brustwarze bis zur Brustwand. Diese Darstellung war mit herkömmlichen Ultraschallsystemen bisher nicht erfassbar und erleichtert die Planung von gegebenenfalls notwendigen chirurgischen Eingriffen. Außerdem liefert das Acuson S2000 ABVS eine sehr hohe Bildqualität und verfügt zusätzlich über die konventionellen handgeführten Ultraschalluntersuchungsmöglichkeiten – einschließlich der Ausführung von Biopsien. (IN 2009.11.2)

Media Contact

Dr. Norbert Aschenbrenner Siemens InnovationNews

Weitere Informationen:

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