Saarländische SHG-Kliniken setzen im Hybrid-OP auf höchsten Hygienestandard

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Die SHG-Kliniken Völklingen haben im Herz-Zentrum Saar einen Hybrid-Operationsraum der höchsten Hygiene-Klasse Ia eingerichtet. Eine raumluft-technische Anlage sorgt dort für eine turbulenzarme Verdrängungsströmung rund um den OP-Tisch und damit für die derzeit höchstmögliche Keimarmut im Operationsbereich – auch und gerade unter diesen spezifischen Nutzungsbedingungen.

Denn in Völklingen ist jetzt erstmals der Nachweis gelungen, dass die Raumluft-Anforderungen der Hygiene-Klasse Ia auch während der minimal-invasiven Eingriffe eingehalten werden können: Während in anderen Hybrid-OPs deckenmontierte Angiographie-Systeme im Betrieb die Wirksamkeit der Zuluftdecke behindern, arbeitet im Herz-Zentrum Saar der an einem bodenmontierten Roboterarm befestigte Artis zeego von Siemens reibungslos mit der Raumluft-Technik.

„In Parkposition entsprechen zwar auch Hybrid-OPs mit deckenmontierten Angiographie-Systemen den Anforderungen der in der DIN 1946-4 festgelegten Luftreinheits-Klassen für Operationsräume. Doch sobald der medizinische Eingriff eine begleitende Bildgebung erfordert und die Angiographie-Geräte auf ihren Deckenschienen zum OP-Tisch gefahren werden, ist dort eine Störung der Raumluft-Technik unvermeidlich“, erklärt der Chefarzt des Herzzentrums, Dr. Helmut Isringhaus. Die Zuluft-Decken seien unter anderem darauf ausgelegt, möglichen Keimeintrag mit einem gleichmäßigen Luftstrom von den Patienten fernzuhalten.

In der höchsten Hygiene-Klasse Ia, wie sie im Hybrid-OP der SHG-Kliniken Völklingen etabliert wurde, sei dabei eine turbulenzarme Verdrängungsströmung erforderlich. Da sich die deckenmontierten Angiographie-Systeme im Betrieb allerdings unmittelbar unterhalb der Zuluftdecke befinden, lösen sie mit der Aufhängung und dem C-Bogen unweigerlich Luftverwirbelungen und somit Störungen aus – die Einhaltung der Anforderungen der Raumklasse Ia ist damit während des medizinischen Eingriffs beeinträchtigt.

Dass dies in Verbindung mit dem innovativen Angiographie-System Artis zeego von Siemens nicht geschieht, haben nun Schutzgradmessungen im neu eingerichteten Völklinger Hybrid-OP ergeben. Erstmals weltweit wird dort einem Hybrid-Raum unter Nutzungsbedingungen bescheinigt, einen Schutzgrad zu erreichen, der den Anforderungen der Hygiene-Klasse Ia genügt.

Den Patienten in Völklingen kommt dieses besondere Bemühen um eine Reduzierung des Infektionsrisikos in der hygiene-sensitiven Chirurgie bei einer Vielzahl von Eingriffen im Hybrid-OP zugute. Dazu gehören die Transkatheter-Aortenklappenimplantationen (TAVI), interventionelle Gefäßoperationen oder komplizierte Herzschrittmacher-Eingriffe, die einen herzchirurgischen Stand-by erfordern. Für diese Interventionen fordert die DIN 1946-4 hochreine Raumluft. Dies entspricht der Raumklasse Ia. Das Herz-Zentrum Saar erfüllt diese Anforderung auch im Hybrid-OP eindeutig – und dank Artis zeego kann diese Luftreinheits-Klasse während der klinischen Nutzung auch tatsächlich eingehalten werden.

Weitere Informationen zum Hybrid-OP:

Ein Hybrid-Operationssaal ist die Kombination aus hochsterilem Operationssaal und Systemen zur intraoperativen Bildgebung wie Computertomografen oder Angiografieanlagen. Dadurch ist es möglich, Diagnostik, interventionelle und/oder operative Therapie und Therapiekontrolle in einer Sitzung vorzunehmen.

Der Betrieb von Hybrid-Operationssälen ermöglicht weniger invasive Behandlungsverfahren. Gleichzeitig wird das Zusammenarbeiten verschiedener Fachdisziplinen vorangebracht, was zur qualitativen Verbesserung der Behandlungen führt. Die häufigsten Anwendungen finden sich bisher in der Kardiologie und Herzchirurgie (minimalinvasive Implantationen von Herzklappen) sowie in der Gefäßchirurgie.

Kontakt:

Herzzentrum Saar
Dr. Helmut Isringhaus
Richardstr. 5-9
66333 Völklingen
Tel.: 06898-122351
Mail: h.isringhaus@vk.shg-kliniken.de

Media Contact

Barbara Hartmann www.healthcare-saarland.de

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