Menorrhagie: Moderne Therapien statt Gebärmutterentfernung

Der Mainzer Gynäkologe Dr. Rüdiger Söder plädiert für den Einsatz moderner, Organ erhaltender Therapien bei lang anhaltenden und starken Monatsblutungen.

„Als engagierter Gynäkologe ist es mir wichtig, dass ich mich für fortschrittliche Verfahren gezielt einsetze und mein Therapieangebot immer wieder daraufhin überprüfe, ob es bereits bessere oder schonendere Verfahren gibt. Es geht mir vor allem darum, dass ich meine Patientinnen mit einem breiten Leistungsspektrum, individuell und auf dem heutigen Stand der medizinischen Technik versorgen kann“, so Söder.

Die derzeitige Situation in Deutschland sieht jedoch leider anders aus. Obwohl es, je nach Ursache für die Blutung, eine ganze Reihe an Behandlungsmöglichkeiten gibt, ist die Methode der Wahl hierzulande meist noch die Entfernung der Gebärmutter.

„Das ist vollkommen unverständlich“, meint Söder, „denn uns steht heute die Endometriumablation zur Verfügung, die in solchen Fällen die Blutung regulieren oder stoppen und die Gebärmutter erhalten. Als es diese modernen Methoden noch nicht gab, blieb bei Blutungsstörungen oft nur die Entfernung der Gebärmutter. Diese ist allerdings ein einschneidender Eingriff für Frauen – psychisch wie körperlich – und er ist zudem verbunden mit Risiken für Folgeerkrankungen wie Harninkontinenz sowie Scheidensenkung. Er sollte deshalb nur dann vorgenommen werden, wenn es keine andere Option gibt.“

Daran anknüpfend erklärt der Gynäkologe: „Sollte die NOVASURE Methode aufgrund von Myomen oder Endometriose (Adenomyosis) nicht möglich sein, so sollte vor der Komplettentfernung der Gebärmutter die endoskopische Teilentfernung der Gebärmutter (LASH) stehen. Diese bringt den gewünschten Therapieerfolg ohne die genannten Risiken der Komplettentfernung der Gebärmutter. Es sollte immer die am wenigsten invasive OP Methode gewählt werden. Ich bin überzeugt davon, dass moderne, Gebärmutter erhaltende Therapien auch in Deutschland zur Routine werden sollten, wie dies in England und den USA bereits seit Jahren der Fall ist.“

Dr. Söder, ebenso wie andere renommierte Gynäkologen in Deutschland, unterstützen die neu gegründete Initiative „Rettet die Gebärmutter“. Interessierte Frauen finden dort alle Informationen zu lang anhaltenden, starken Monatsblutungen, ihrer Diagnose, den Ursachen und Therapiemöglichkeiten. Daneben finden sie Statements von Ärzten, Erfahrungsberichte anderer Frauen und viele nützliche Links. Die Initiative und Ihre Unterstützer setzt sich für die Behandlung mit Organ erhaltenden Therapien in Deutschland ein.

Initiative Rettet die Gebärmutter,
Ansprechpartner: Andrea Hartmann
E-Mail: kontakt@rettet-die-gebaermutter.de
Tel.: 06421 3048012

Media Contact

Andrea Hartmann pressetext

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit

Dieser Fachbereich fasst die Vielzahl der medizinischen Fachrichtungen aus dem Bereich der Humanmedizin zusammen.

Unter anderem finden Sie hier Berichte aus den Teilbereichen: Anästhesiologie, Anatomie, Chirurgie, Humangenetik, Hygiene und Umweltmedizin, Innere Medizin, Neurologie, Pharmakologie, Physiologie, Urologie oder Zahnmedizin.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Neuer Algorithmus klassifiziert Hautkrankheiten

Deep-Learning-Algorithmus mit verbesserter Diagnosegenauigkeit Dermatologinnen und Dermatologen klassifizieren Hautkrankheiten in der Regel auf der Grundlage mehrerer Datenquellen. Algorithmen, die diese Informationen zusammenführen, können die Klassifizierung unterstützen. Ein internationales Forschungsteam hat…

Lösungen für das Laserauftragschweißen

Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen und die TRUMPF Laser- und Systemtechnik GmbH aus Ditzingen haben eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Sie wollen die Zusammenarbeit im Bereich Laserauftragschweißen intensivieren und den…

Weltweit größtes Fischbrutgebiet in der Antarktis entdeckt

Forschende weisen etwa 60 Millionen Nester antarktischer Eisfische auf 240 Quadratkilometern im Weddellmeer nach. Nahe dem Filchner-Schelfeis im Süden des antarktischen Weddellmeers hat ein Forschungsteam das weltweit größte bislang bekannte…

Partner & Förderer