Interdisziplinäre Bilddiagnostik am Monitor bringt Notfallpatienten schneller in den OP

In eine Optimierung der Patienten-Versorgung investiert Asklepios für ihre Krankenhäuser in Hamburg. Ein neues Bildarchivierungs- und Kommunikationssystem (PACS) ermöglicht eine zeitsynchrone Bilddiagnostik und interdisziplinäre Therapieabstimmung. Angeschlossen sind nicht nur die medizinischen Fachabteilungen vor Ort, sondern auch andere LBK-Häuser in Hamburg. Die stadtweite PACS-Vernetzung von mehreren Kliniken ist bislang einmalig in Deutschland. Realisiert wurde das zukunftsorientierte Konzept mit Philips Medizin Systeme.


„Die Medizin wird sich mehr und mehr vernetzen, um Patienten optimale Kompetenz und Erfahrung schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen“, erläutert Dr. Jörg Weidenhammer, Mitglied der Geschäftsführung der LBK Hamburg GmbH. Mit einem Investitionsbudget von rund sieben Millionen Euro zählt das Projekt zu den aktuell größten PACS-Installationen in Europa. Dr. Weidenhammer: „Die Abstimmung von Diagnostik und Therapie eines Patienten erfordert die zeitgleiche Verfügbarkeit aller grundlegenden Daten und Befunde sowohl für die behandelnden Ärzte als auch für gegebenenfalls hinzuzuziehende Spezialisten in anderen Abteilungen oder Häusern. Bei den bildgebenden Verfahren wie Röntgen, Computer- und Kernspintomographien sowie Ultraschall ist dies angesichts der Datenfülle technisch ungleich aufwändiger als bei Laborwerten und Arztbriefen. Deshalb legen wir auch großen Wert darauf, unsere Kliniken für die fortschreitende Vernetzung fit zu machen.“

Angeschlossen am neuen PACS-Netzwerk (PACS steht für Picture Archiving and Communication Systems) sind bereits die vier Asklepios Kliniken Altona, Barmbek, Nord und Wandsbek; in der nächsten Stufe kommen die AK Harburg und die AK St. Georg hinzu. Mit einer Aufnahme von weit über 75.000 stationären und über 100.00 ambulanten Patienten haben die sechs Häuser den Löwenanteil in der Notfallmedizin im Großraum Hamburg.

„Insgesamt liegt die wachsende Zahl aller radiologischen Untersuchungen in den sieben Häusern bei insgesamt 400.000 im Jahr“, berichtet Prof. Dr. Gerd Witte, Chefarzt der Radiologie in Wandsbek und medizinischer Projektleiter des mit Philips realisierten PACS-Verbundes. Es verbindet 65 Befundungsstationen für Radiologie und ermöglicht eine synchrone Betrachtung für über 700 verschiedene Nutzer. Das Datenvolumen erreicht jährlich acht Terabyte.

Der große Nutzen der übergreifenden Informationstechnologie zeigt sich im medizinischen Alltag. Prof. Witte: „Wenn ein Unfallpatient mit schweren Kopfverletzungen bei uns eingeliefert und untersucht wird, haben unsere Kollegen von der Neurochirurgie in Nord und Altona quasi zeitgleich die elektronisch generierten Bilder am Monitor. Das spart wertvolle Zeit bei der Befundung, da wir nicht mehr die Aufnahmen per Boten transportieren müssen. Sofern ein neurochirurgischer Eingriff erforderlich ist, kann der Patient nunmehr wesentlich schneller verlegt und operiert werden. In der Praxis können das mehrere Stunden sein.“

Analog der Hamburger Asklepios-Zentren für Notfallmedizin im Norden, Westen und Süden deckt die Klinik AK Wandsbek das östliche Stadtgebiet ab. Im Vorjahr sind hier rund 27.000 Notfall-Patienten ambulant und stationär medizinisch versorgt worden. Bei fast 50 Prozent waren operative Eingriffe erforderlich. Das Haus ist unter anderem auch ein Kompetenzzentrum für Hand- und Plastische Chirurgie.

Die Asklepios Kliniken sind mit 35.000 Mitarbeitern, knapp 100 Einrichtungen und rund 2 Mrd. Euro Umsatz die größte Klinikkette Deutschlands. In Hamburg bilden die acht Asklepios Krankenhäuser in der LBK Hamburg GmbH mit circa 12.000 Mitarbeitern den größten Arbeitgeber der Hansestadt, in der Asklepios von der medizinischen Grundversorgung vor Ort bis zur überregionalen Spitzenmedizin all die Vorteile bietet, die ein großes Krankenhausnetzwerk auszeichnen. Allein in Hamburg vertrauen jedes Jahr mehr als 400.000 Menschen der Kompetenz von Asklepios.

Philips ist eines der weltweit führenden Unternehmen in der Medizintechnik mit einer außerordentlich starken Position in den Segmenten bildgebende Diagnostik, Patientenüberwachung, medizinische IT und Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Die Medizintechnik bildet auch einen Schwerpunkt der Aktivitäten von Philips in Deutschland. 2004 wurden 27 Prozent des Umsatzes in diesem Segment erzielt. Während in Hamburg Röntgensysteme, Röntgenröhren und -generatoren für den Weltmarkt entwickelt und gefertigt werden, zeichnet das Entwicklungs- und Produktionszentrum Böblingen für die Patienten-überwachungssysteme von Philips verantwortlich. Zudem ist die Medizintechnik ein Schwerpunkt der Arbeit in den deutschen Forschungszentren in Aachen und Hamburg, wo mehr als 350 Mitarbeiter beschäftigt sind.

Weitere Informationen:

Jens O. Bonnet, ZD Presse und Kommunikation, LBK Hamburg GmbH,
Tel: 040-1818-842008
presse@lbk-hh.de

Michel Rodzynek, Pressesprecher Philips Medizin Systeme,
Tel: 040-50872867
michel.rodzynek@philips.com

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