Neue Bluthochdruck-Medikamente übertreffen Erwartungen

Groß angelegter Test wegen Erfolges verstoppt

Ein groß angelegter Test zur Ermittlung der besten Medikamente gegen Bluthochdruck ist vorzeitig beendet worden, da die erzielten Ergebnisse die Erwartungen bei weitem übertrafen. Experten gehen davon aus, dass diese Studie bei Schlaganfällen und Herzanfällen Auswirkungen auf die präventive Behandlung von Mio. Patienten weltweit haben kann. Der ASCOT Test ermittelte zwei Medikamente, die große Vorteile gegenüber älteren Behandlungsansätzen boten. Mehr als 19.000 Personen nahmen laut BBC an den Tests teil. Patienten wird derzeit jedoch geraten, die verschriebenen Medikamente weiter einzunehmen. Die meisten Teilnehmer werden wahrscheinlich laut den beteiligten Wissenschaftern von ihren Ärzten auf die neueren Medikamente umgestellt.

Die Tests begannen 1997. Eine Beendigung wurde nicht vor 2006 erwartet. Derzeit liegen keine weiteren Details über die Studie vor. Die Vorteile der neueren Medikamente sollen jedoch entscheidend sein. Der ältere Behandlungsansatz basierte auf dem Betablocker Atenolol und dem Thiaziddiuretikum Bendroflumethiazid. Das neue Verfahren beruht auf dem Einsatz des Kalziumkanal-Blockers Amlodipin und dem Angiotensin Converting Enzyme (ACE) Inhibitor Perindopril. Peter Sever vom Imperial College London, einer der Vorsitzenden des Steering Committee, erklärte, dass der ASCOT Test erstmals direkt eine Kombination von Medikamenten untersuchte. Die meisten Patienten benötigten mehr als ein Medikament. Daher sei es auch sinnvoll, entsprechende Testserien durchzuführen. Sever kündigte die Präsentation genauer Zahlen für das im März nächsten Jahres stattfindende American Cardiology Meeting an.

Media Contact

Michaela Monschein pressetext.austria

Weitere Informationen:

http://www.ic.ac.uk

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Medizin Gesundheit

Dieser Fachbereich fasst die Vielzahl der medizinischen Fachrichtungen aus dem Bereich der Humanmedizin zusammen.

Unter anderem finden Sie hier Berichte aus den Teilbereichen: Anästhesiologie, Anatomie, Chirurgie, Humangenetik, Hygiene und Umweltmedizin, Innere Medizin, Neurologie, Pharmakologie, Physiologie, Urologie oder Zahnmedizin.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Mikroplastik – Schwämme als marine Bioindikatoren

Schwämme lagern als „Staubsauger der Meere“ zahlreiche Partikel ein – darunter auch Mikroplastik und andere Mikroverunreinigungen, wie LMU-Wissenschaftler zeigen. Dies macht sie zu vielversprechenden Bioindikator-Kandidaten. Die Verschmutzung der Meere durch…

Vanille-Anbau unter Bäumen fördert Schädlingsregulation

Team unter Göttinger Leitung untersucht Agroforstsysteme Der Anbau von Vanille in Madagaskar bringt den Kleinbäuerinnen und Kleinbauern ein gutes Einkommen, aber ohne Bäume und Büsche können die Plantagen sehr artenarm…

KI macht‘s möglich: Kundenwünsche von morgen, schon heute eingeplant

Wie lässt sich die Auftragsabwicklung eines Automobilherstellers optimieren? Im Projekt »KI-basierte Produktionsplanung und -steuerung« entwickeln IPA-Forscher zusammen mit der Porsche AG smarte Lösungen für die Fertigung der Zukunft. Diese helfen…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close