Neues Rohmaterial aus Süßstoff-Nebenprodukten

Im Zuge der Produktion des fünfwertigen Zuckers Xylitol und des Zuckeraustauschstoffes Xylose entstehen Zucker-Bestandteile, die bislang u.a. als Tierfutter dienten. Jetzt soll dieser „Abfall“ auch verstärkt in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie Einzug halten. Tekes, die finnische Technologie-Behörde, finanziert ein von Danisco Sweeteners gestartetes Projekt mit dem Ziel, aus bis dato unwichtigen Nebenprodukten Spezial-Zucker zu entwickeln.

Vor fünf Jahren startete Danisco Sweeteners ein Projekt in Verbindung mit der Verwertung dieser Zucker-Komponenten. Das Projekt stand laut Development Manager Juho Jumppanen auf wackligen Beinen, da es keinen klar definierten Markt für hoch raffinierte Zucker aus Nebenprodukten gab. Außerdem hatte dieser keinen Marktwert. Die Lebensmittelindustrie zählte zu den ersten Anwendern der Spezial-Zucker. Gegenwärtig werden diese in der Geschmackstoff-Industrie z.B. für die Produktion natürlicher Erdbeer- und Ananas-Aromate verwendet. Einsatz finden sie auch als Geschmackstoff-Komponenten in industriell gefertigten Convenience-Produkten wie Pizza, Chips und anderen Snacks.

Die Pharmaindustrie gilt als weiterer wichtiger Anwender der Spezial-Zucker. Sie werden als Ausgangsmaterialien für die Synthese von HIV- und Hepatitis-Medizin verwendet. Jumppanen sieht aber eine umfassendere Verwendung dieser Zucker in der Pharmaindustrie. Den Einsatz sieht Jumppanen in der Krebsforschung, in Schmerz- und Cholesterin-Medikamenten.

Danisco Sweeteners startete die Spezial-Zuckerproduktion 1998. Damals zählte man drei Kunden und der Umsatz betrug 235.000 Euro. 2001 erhöhte sich die Kundenzahl auf 25 und der Umsatz auf 2,5 Mio. Euro. Noch in diesem Jahr ist es Unternehmensziel, den Umsatz aus der Spezial-Zuckerproduktion auf fünf Mio. Euro zu steigern. In drei Jahren soll der Umsatz acht bis 20 Mio. Euro betragen. Die Spezial-Zuckerproduktion ist nur eine Sparte innerhalb des Unternehmens. Insgesamt erwirtschaftete Danisco Sweeteners 2001 einen Umsatz von 240 Mio. Dollar.

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Sandra Standhartinger pressetext.austria

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