Impfung verzögert Ausbruch der Prionen-Krankheit

Hoffnung für Behandlung von Rinderwahnsinn und vCJD

 Forscher der University of New York behaupten, den Ausbruch von tödlichen Hirnerkrankungen wie Rinderwahnsinn oder der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD) mit einer Impfung hinauszögern zu können. Wie die Wissenschaftler in der Juli-Ausgabe des Fachmagazins American Journal of Pathology berichten, deuteten Versuche an Mäusen auf die Möglichkeit hin.

Das Team um Einar M. Sigurdsson von der Psychiatrie-Abteilung der New York University School of Medicine hatte die Erreger des Rinderwahnsinns, die so genannten Prionen, gentechnisch leicht in der Struktur verändert und diese Mäusen injiziert. Infizierten die Forscher die Tiere darauf mit krankmachenden Prionen, erkrankten die geimpften Mäuse später als nicht geimpfte. Die Biologen wollen nun laut Nachrichtendienst ddp weitere Strukturveränderungen in die Erreger einbauen. Sie hoffen, eine Variante zu finden, die als Impfung vollständig vor einer Prioneninfektion schützt.

Prionen sind bestimmte Eiweißmoleküle, die Rinderwahnsinn (Bovine Spongiforme Enzephalitis, BSE), bei Schafen Scrapie (Traberkrankheit) und beim Menschen die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit auslösen können. Normalerweise sind Prionen in ihrer normalen Form ungefährlich. Durch eine Strukturänderung verklumpen die Proteine im Gehirn und führen zu den tödlichen Symptomen der Krankheit. Derzeit gibt es keine Therapien gegen Prionen-Krankheiten.

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Sandra Standhartinger pte.online

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