Neuer Kombi-Impfstoff schützt neben Diphtherie, Tetanus und Polio zusätzlich vor Keuchhusten

Anne (14) hustet seit Wochen. Dabei bekommt sie kaum Luft, kämpft mit ständigem Würgereiz und übergibt sich fast täglich. Was scheinbar harmlos anfing, hat sich als langwieriger und hartnäckiger Keuchhusten entpuppt. Als Säugling wurde Anne zwar geimpft, aber über so viele Jahre hält der Impfschutz nicht an. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut in Berlin empfiehlt daher seit zwei Jahren allen Jugendlichen zwischen 9 und 17 Jahren, ihren Impfschutz gegen Keuchhusten erneuern zu lassen. Am einfachsten lässt man gleich alle für Jugendliche empfohlenen Auffrischimpfungen auf einmal mit einem neuen Vierfachimpfstoff vornehmen. Als einziger Kombi-Impfstoff schützt Repevax neben Diphtherie, Tetanus und Kinderlähmung auch vor Keuchhusten.

Ein idealer Zeitpunkt, um für einen ausreichenden Impfschutz zu sorgen, ist die J1-Jugendgesundheitsberatung. Der Kinder- und Jugendarzt überprüft dabei sowohl den Impfstatus als auch den gesundheitlichen Zustand des Jugendlichen und macht sich ein Bild über die gesamte Entwicklung. Die Jugendgesundheitsberatung können Jugendliche im Alter von 12 bis 14 Jahren beim Arzt ihres Vertrauens in Anspruch nehmen. Die Kosten sowohl für die Gesundheitsberatung als auch für alle empfohlenen Impfungen tragen die Krankenkassen.

Nach über zwei Monaten hat Anne den Keuchhusten endlich überwunden – allerdings nicht ohne Folgen: In der Schule hat sie einiges versäumt und auf ihr Sporttraining musste sie lange verzichten. Anne hat viel nachzuholen, eine rechtzeitige Auffrischimpfung hätte dies verhindern können. Was ist schon ein kleiner Pieks im Vergleich zu wochenlangem Husten?

Fragen zum Impfungen beantwortet eine Ärztin des „Service Impfen Aktuell“ montags von 14.00 bis 17.00 Uhr

unter Tel. 0 61 51 / 1 36 99 – 25

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Bettina Kühne ots

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