Innovationen im Maschinenbau – durch paralleles Entwickeln in der Maschinen- und Geräteverkleidungsbranche

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Hohe Gestaltungsfreiheit durch additive Fertigungsverfahren

In der Maschinen- und Geräteverkleidungsbranche ermöglicht die Anwendung additiver Fertigungsverfahren eine hohe Gestaltungsfreiheit. Als institutionalisierte Wissenschaft entstand der Maschinenbau erst im Laufe der Industrialisierung.

Heutzutage ist das Maschinenwesen eine der klassischen Ingenieurwissenschaften, die sich auf die Entwicklung, Konstruktion und Produktion von Maschinen und deren Bestandteilen erstreckt.

Mit fortschreitender technischer Entwicklung werden die Anforderungen an den modernen Maschinenbau immer komplexer. Inzwischen spielen auch innovative Nebengebiete, wie die Informationstechnik, eine wichtige Rolle.

An größeren Universitäten gibt es sogar einen eigenen Campus für den Maschinenbau. Maschinenbauwissen wird unter anderem in Branchen wie der Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrttechnik sowie in der Medizintechnik und im Anlagenbau benötigt.

Bei der Entwicklung moderner Maschinen- und Geräteverkleidungen gelang einem auf die Herstellung von Spezialgehäusen spezialisierten österreichischen Unternehmen mit der Rekordzeit-Rundtaktmaschine eine bahnbrechende Kreation. Eine Rundtaktmaschine ist eine aus einem großen Rundschalttisch bestehende spezielle Werkzeugmaschine, die zur spanenden Metallbearbeitung eingesetzt wird. Maschinen dieses Typs wurden ursprünglich zur Anfertigung hochpräziser und produktiver Groß-Serienfertigungen kleiner komplexer Teile entwickelt.

Durch den Einsatz dieser Mehrstationen-Maschine sollen die für die Fertigung notwendigen Bearbeitungsschritte an einem einzigen Rundschalttisch konzentriert werden. Mit einer Bearbeitungszeit von rund 7 Sekunden pro Station übertrifft die in Österreich entwickelte 1a-Rundtaktmaschine vergleichbare Modelle hinsichtlich Wirkweise und Effizienz ganz erheblich.

Bei der Herstellung kam das Prinzip des parallelen Entwickelns zur Anwendung, sodass in Kundenbetrieben gleichzeitig an der Maschine selbst gearbeitet wurde, während beim österreichischen Konstrukteur zeitgleich an der exakt auf die Maschinen abgestimmten Verkleidung gefeilt wurde. Für den Hersteller ergab sich dadurch eine enorme Zeitersparnis.

Inzwischen werden die modularen Rundtaktmaschinen im Automotive-Bereich, wo sie zur Bearbeitung komplexer Werkstücke dienen, eingesetzt. Bei einer Taktzeit von rund 7 Sekunden können bis zu 20 Bearbeitungsstationen integriert werden.

Ähnlich minimal sollen auch die Umrüstzeiten ausfallen. Deshalb sind bei einer Rundtaktmaschine neben der Zugänglichkeit für alle Werkzeugstationen auch Eigenschaften wie leichte Wartung und Instandhaltung von großer Bedeutung.

Spezialgehäuse, die höchsten Designansprüchen gerecht werden

Da während der verschiedenen Arbeitsvorgänge hinsichtlich Schmierung und Kühlung mit sehr hohem Druck gearbeitet wird und beim Öffnen der Gerätetüren keine Flüssigkeiten nach außen gelangen dürfen, muss eine entsprechende Lösung gefunden werden. Bei der Entwicklung innovativer Schiebetüren wurde deshalb besonders auf Leichtgängigkeit geachtet.

Das Öffnen und Schließen wird durch ergonomisch angeordnete Griffe erleichtert. Damit die Kabelführung leichter zugänglich ist, wurde diese nach außen verlegt. Spezialgehäuse müssen höchsten Design­ansprüchen gerecht werden.

Die Werkstücke werden bei Rundtaktmaschinen in palettenartigen Spannvorrichtungen, die sich auf einem Rundschalttisch befinden, eingespannt. Deshalb muss die Gehäusetechnik exakt auf die Bedürfnisse der verschiedenen Arbeitsprozesse abgestimmt werden. Mit den modernen Rundtaktmaschinen der neuesten Generation können auch komplexe Teile vollständig aus Rohmaterial angefertigt werden.

Je nach Modell und Ausführung werden entweder Einzelteile oder Bestandteile ganzer Serien gefertigt. Zu den Vorteilen von Rundtaktmaschinen zählen neben der optimalen Platznutzung und den niedrigen Betriebskosten vor allem die große Wiederholgenauigkeit, die aufgrund des einmaligen Einspannens erzielt wird. Da moderne Rundtaktmaschinen eine vollautomatische Produktion ermöglichen, stellen die Geräte eine wirtschaftliche Investition dar.

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Sebastian Müller - freier Redakteur

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