Welche Toolsuite passt zu meinem Business?

Wie wichtig es für das Überleben ist, sich möglichst effizient an neue Rahmenbedingungen anpassen zu können, wusste schon der vor 200 Jahren geborene Charles Darwin. Doch was bedeutet dieser Grundsatz für Unternehmen und ihre IT im Krisenjahr 2009?

Sie benötigen so genannte „Business Process Management Suiten“ (kurz BPMS), mit deren Hilfe sie ihre Prozesse planen, steuern, überwachen und verbessern können. Das Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST hat nun im Auftrag der Bücker GmbH aus Düsseldorf in einer detaillierten Studie drei Suiten, die aus den Angeboten von fünf Anbietern zusammengestellt wurden, qualitativ verglichen. Die Studie ist ab sofort im Handel erhältlich.

Zurzeit gibt es mehr als 150 Anbieter von Business-Process-Management-Lösungen. Da fällt die Auswahl schwer. Das Fraunhofer ISST hat im Auftrag von Bücker fünf BPM-Anbieter, die zu drei Suiten gebündelt wurden, ausführlich untersucht. Hierbei wurde insbesondere Wert darauf gelegt, dass die Toolsuiten auch Portale beinhalten, die die manuellen Tätigkeiten innerhalb von Geschäftsprozessen webbasiert unterstützen. Nach eingehender Marktanalyse fiel die Auswahl zum einen auf die IBM WebSphere Toolsuite, zum anderen auf eine kommerzielle Toolsuite aus SAP und IDS Scheer und als drittes auf eine freie Toolsuite aus den Angeboten von Intalio und Liferay.

„Der Markt im BPM-Bereich ist noch nicht konsolidiert und befindet sich zurzeit in einer dynamischen Entwicklung“, sagt Dr. Ulrich Springer, in dessen Abteilung die Studie erarbeitet worden ist. „Die tiefgehende qualitative Analyse und Bewertung der drei von uns zusammengestellten Toolsuiten gibt einen konkreten Einblick in den gegenwärtigen Stand der Technik und beleuchtet ihre aktuellen Möglichkeiten und Probleme im Detail.“

Rund 580 Einzelkriterien untersucht

Um die Leistungsfähigkeit der ausgewählten Plattformen aussagekräftig, belastbar und technisch fundiert einschätzen zu können, wurden detaillierte Bewertungskriterien definiert und auf dieser Basis entsprechende Tests der einzelnen Produkte durchgeführt. Der Kriterienkatalog, an dem bis zu zehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein Jahr lang gearbeitet haben, umfasste rund 580 Einzelkriterien aus den Bereichen Angebot, Prozessunterstützung, Portalunterstützung und Infrastruktur.

Die Studie trifft Aussagen zur Qualität der Modellierung, der Modellimplementierung und der Ausführungsplattformen. Sie gibt Tipps, wie Defizite in den Systemen ausgeglichen oder zumindest gemindert werden können und zeigt – auch auf der Basis einer Kosten-Nutzen-Relation -, welche Lösung sich für welche Aufgabe am besten eignet. „Ich kenne weltweit keine Studie, die die BPMS-Tools so ausführlich und fundiert vergleicht wie diese“, sagt Timo Bücker, CEO der Bücker GmbH, der die Studie beauftragt hat. „Sie ist eine hervorragende Entscheidungshilfe für das Management. Für Projektteams dient der mit 580 Punkten umfangreiche Kriterienkatalog als hervorragende Basis auch für den Vergleich weiterer Anbieter.“

Verkauf der Studie

Eine 17seitige Kurzfassung der Studie kann kostenlos unter http://www.it-director.de/startseite/studien.html heruntergeladen werden. Die Langfassung ist im Programm des Medienhaus-Verlages erschienen und kann zum Preis von 3.780 Euro netto unter http://www.it-director.de/startseite/studien.html käuflich erworben werden.

Hintergrundinformationen

Bücker GmbH

Die 1997 gegründete Bücker GmbH betreut heute in 20 Ländern Kunden aus den Bereichen Kommune, Industrie, Handel und Dienstleistung. Die Softwarelösungen des Unternehmens zielen darauf ab, sämtliche Abläufe in der Organisation, Produktion oder Verwaltung rationeller, effektiver und transparenter zu machen. Die Bücker GmbH pflegt Technologiepartnerschaften u.a. als Premier Partner der IBM. Mehrfach wurde die Bücker GmbH national und international von der IBM ausgezeichnet. Kunden mit über 1,5 Millionen Anwendern vertrauen auf die Lösungen des Düsseldorfer Unternehmens. Zu den Kunden gehören Henkel, Bayer, Lanxess, Linde, Evonik, Deutsche Bahn, McKinsey und PriceWaterhouseCoopers.

Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST

Das Fraunhofer ISST – mit Standorten in Berlin und Dortmund – entwickelt Standards, Architekturen und Konzepte für den Aufbau langfristig stabiler komplexer Systeme in der Informations- und Kommunikationstechnologie. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen „Continuous Software Engineering“ (Langlebigkeit und Flexibilität komplexer Systeme) und „Informationslogistik“ (bedarfsgerechte Informationsangebote für Systembenutzer). Mit dem 2007 gegründeten „Competence Center for Processes and Architectures COMPARC“ bündelt das Institut zudem Fachwissen, Methoden und Werkzeuge für die Gestaltung von Prozessen und Architekturen.

Media Contact

Britta Klocke Fraunhofer Gesellschaft

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