Warn-Apps NINA und KATWARN zeigen gleiche Gefahrenmeldungen

Warn-Apps NINA und KATWARN zeigen ab dem 01.02.2019 gleiche behördliche Gefahrenmeldungen Matthias Heyde/ Fraunhofer FOKUS

In der KATWARN-App werden nun Warnungen des Modularen Warnsystems (MoWaS) des Bundes angezeigt. Die Warn-App NINA empfängt Meldungen des Warnsystems KATWARN. Durch die wechselseitige Bereitstellung sind Gefahrenmeldungen beider Systeme somit deutschlandweit verfügbar.

Weitere Zusammenarbeit geplant

Die Zusammenarbeit begann im Frühjahr 2017 mit einer Vereinbarung beider Partner. Sowohl das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) als Anbieter der Warn-App NINA als auch der KATWARN-Anbieter CombiRisk GmbH sowie der Entwickler Fraunhofer FOKUS sehen den wechselseitigen technischen Anschluss als wichtigen Meilenstein für eine zukünftig noch engere Zusammenarbeit beim Thema Warnung der Bevölkerung. So sind zum Beispiel die Fortsetzung des intensiven Erfahrungsaustausches sowie weitere Anpassungen und Optimierungen geplant.

Keine Beschränkungen bei Gefahreninformationen

Ausgangspunkt war die gemeinsame Feststellung beider Partner, dass Bürgerinnen und Bürger im gesamten Bundesgebiet Zugriff auf wichtige Warnungen und Gefahreninformationen erhalten sollen – unabhängig davon welches Warnsystem von Ländern und Kommunen genutzt wird.

Dr. Miriam Haritz, Leiterin der Abteilung für Krisenmanagement im BBK betont daher: „Fährt ein Nordrhein-Westfale mit der Warn-App NINA auf dem Smartphone nach Rheinland-Pfalz und ruft der dortige Landkreis Katastrophenalarm über KATWARN aus, muss diese Warnung auch auf der Warn-App NINA landen. Das gilt natürlich umgekehrt auch für NINA-Meldungen für KATWARN.“

Für das BBK ist der wechselseitige Austausch beider Warnsysteme ein wichtiges Anliegen, um seinen gesetzlichen Auftrag zur Warnung der Bevölkerung durch eine größere Reichweite zuverlässig erfüllen zu können. NINA wurde vom BBK als ein weiterer Multiplikator neben der Verbreitung von amtlichen Warnmeldungen über MoWaS durch beispielsweise Rundfunk- und Fernsehanstalten, Pager, Sirenen etc. entwickelt.

KATWARN wurde vom Fraunhofer FOKUS im Auftrag der öffentlichen Versicherer Deutschlands und der Combirisk GmbH entwickelt. Dr. Klaus Zehner, stellvertretender Vorstandvorsitzender der SV SparkassenVersicherung und Gesellschafter der CombiRisk GmbH:

„Bei Gefahr für Leib und Leben zählt nur die schnelle Warnung. Mit der Verbindung von KATWARN und NINA sind wir einen großen Schritt weiter bei der Gefahrenabwehr.“

Pressekontakte:

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK)

Marianne Suntrup
Pressesprecherin

Wahid Samimy
Pressesprecher
Hausanschrift
Provinzialstraße 93, 53127 Bonn
Postanschrift
Postfach 1867, 53008 Bonn
TEL.: +49 (0)228 99550-1160
FAX: +49 (0)228 99550-1020
pressestelle@bbk.bund.de
https://www.bbk.bund.de

Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS

Niklas Reinhardt
Pressesprecher KATWARN

Tel: +49 30 34 63-7594
Mobil: +49 170-85 81 748
Fax: +49 30 34 63-997594
presse@katwarn.de
https://www.fokus.fraunhofer.de

Fraunhofer FOKUS

Fraunhofer FOKUS erforscht die Digitale Vernetzung und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft und Technologie. Seit 1988 unterstützt es Wirtschaftsunternehmen und öffentliche Verwaltung in der Gestaltung und Umsetzung des digitalen Wandels. Dazu bietet Fraunhofer FOKUS Forschungsleistungen von der Anforderungsanalyse über Beratung, Machbarkeitsstudien, Technologieentwicklung bis hin zu Prototypen und Piloten in den Geschäftsbereichen Digital Public Services, Future Applications and Media, Quality Engineering, Smart Mobility, Software-based Networks, Vernetzte Sicherheit, Visual Computing und Analytics an. Mit rund 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Berlin und einem jährlichen Budget von 30 Millionen Euro ist Fraunhofer FOKUS das größte IKT-Institut der Fraunhofer-Gesellschaft. Es erwirtschaftet rund 70 Prozent seines Budgets aus Aufträgen der Industrie und der öffentlichen Hand.

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