Mainboards bremsen neue Massenspeichertechnik aus

Die ersten Controller-Steckkarten für die neuen Ultra-ATA/133-Festplatten sind jetzt erhältlich. Mit diesen erhöht sich die theoretische maximale Schnittstellengeschwindigkeit auf 127 MByte/s. tecCHANNEL.DE, das Webzine für Computer- und IT-Profis, hat die neuen Produkte untersucht.

Fazit: Der Chipsatz als Herzstück moderner PC-Mainboards kann die Vorteile von schnellen Festplatten-Controllern zunichte machen. Denn in Mainboards mit Chipsätzen des Herstellers VIA werden die neuen Controller und Platten teilweise noch unter das Niveau der alten Ultra-ATA/100-Technik gebremst. Grund ist die geringe Geschwindigkeit des PCI-Bussystems auf diesen Platinen, so tecCHANNEL.DE. Die Testkandidaten mit den aktuellen VIA-Chipsätzen erreichten im Test nur Werte zwischen 64 Megabyte pro Sekunde und maximal 90 Megabyte pro Sekunde. Bei Platinen mit Chipsätzen von ALi, Intel und SIS konnte tecCHANNEL.DE dagegen bis zu 117 MByte/s messen.

In der Praxis bemerkt der Käufer beim Anschluss einer einzelnen Festplatte noch nicht viel von den Einschränkungen, denn der PCI-Bus wird damit nicht ausgelastet. Die preiswerten Ultra/ATA-Controller sind aber deshalb so beliebt, weil sich mehrere Platten zu einem sogenannten RAID-Verbund zusammenschließen lassen. In diesem Fall arbeiten die Massenspeicher parallel und belasten mit der gebündelten hohen Datenübertragungsrate den PCI-Bus des Mainboards stärker. Anwender mit RAID-Systemen ab zwei Platten müssen bei Rechnern mit VIA-Chipsätzen spürbare Einbussen hinnehmen, so tecCHANNEL.DE.

Von den VIA-Problemen betroffen sind darüber hinaus nicht nur die preiswerten Ultra-ATA/133-Controller sondern auch ihre aufwendigen SCSI-Pendants, wie tecCHANNEL.DE ermittelte. Auch hier bremsen die VIA-Chipsätze die Datenübertragung über den PCI-Bus aus.

Die tecCHANNEL.DE-Tester raten daher ambitionierten Anwendern im semi- und professionellen Bereich von Mainboards mit VIA-Chipsets ab, wenn sie hohen Wert auf die Massenspeicher-Performance legen. Beispiele hierfür sind Videoschnitt-Arbeitsplätze, Server in kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Workstations im Grafik- und Audio-Bereich.

Der vollständige Bericht ist im Internet abrufbar.

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Frank Klinkenberg ots

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