Infineon bietet weltweit kleinsten 8-kanaligen T1/E1/J1 Framer-Line-Interface-Chip

Infineon Technologies AG, führender Anbieter von applikationsspezifischen ICs für den T/E-Markt, kündigte mit dem OctalFALC den industrieweit kleinsten FALC-Baustein (Framer and Line Interface Unit Component) mit acht Kanälen je Chip an. Das neueste Mitglied von Infineons FALC-Produktfamilie verdoppelt die bisherige Kanaldichte in Linecards und senkt gleichzeitig die Bauelementekosten um etwa 15 Prozent.

Der OctalFALC adressiert das wachsende Datenvolumen bei der Sprach- bzw. Multimedia-Übertragung über Fest- und Mobilfunknetze; allein die Sprachübertragung über Festnetz belief sich in 2003 auf knapp 200 Milliarden Minuten weltweit. Durchschnittlich sind drei von vier der weltweit insgesamt 19 Millionen Mobilfunk-Basisstationen, die für den Transport von mobiler Sprach- und Datenkommunikation genutzt werden, mit ICs von Infineon ausgestattet.

OctalFALC ist die industrieweit erste Acht-Kanal Single-Chip-Lösung, die über arbiträre Eingangs-Clocks verfügt und analoge Switches integriert, womit die Board-Komplexität und die Bauelementekosten reduziert werden. Mit einer Fläche von nur 289 Quadratmillimetern bietet der OctalFALC doppelt so viele Kanäle auf annähernd derselben Fläche wie frühere Generationen. Er unterstützt T1-, E1- und J1-Kanäle und ist für Anwendungen in 2G/3G-Basisstationen, DSLAM (DSL Access Multiplexer), Digital Access Cross-Connect und DLC (Direct Loop Carrier) Systemen geeignet.

Ein kürzlich vom Marktforschungsunternehmen Gartner Dataquest veröffentlichter Bericht erwartet eine Wachstumsrate von 10 Prozent bei der weltweiten Implementierung von T1/E1-Ports. Dieses Wachstum beruht im Wesentlichen auf neuen Dienstleistungen über 3G-Mobilfunknetze wie dem Versand von Kurzmitteilungen, Bildern oder auch Video.

„Entwickler von T1/E1-Linecards wählen ihre Komponenten nach vier Hauptkriterien aus: schnelle Markteinführung, geringe Chipfläche, geringe Leistungsaufnahme und Standard-Kompatibilität. Der OctalFALC von Infineon erfüllt all diese Anforderungen, ist Software-kompatibel zu den früheren FALC-Versionen und basiert auf modernster Gehäuse- und Prozess-Technologie“, sagte Christian Wolff, Vice President des Geschäftsbereiches Drahtgebundene Kommunikation und Leiter des Geschäftszweiges Access von Infineon Technologies.

T/E-Systeme übertragen das Gros der Sprach- und Dateninformationen in drahtgebundenen und drahtlosen Netzwerken. Da sowohl die Anzahl der Mobilfunk- und Festnetz-Verbindungen als auch die Multimedia-Übertragungen zunehmen, müssen die Diensteanbieter ihre Netzwerke entweder durch zusätzliche T/E-Systeme erweitern oder die bestehende Infrastruktur aufrüsten. Durch den Einsatz von OctalFALC-basierten Linecards können Diensteanbieter die Anzahl der Kanäle ohne zusätzliche Systeme verdoppeln und dadurch Hardware- und Arbeitskosten, bei gleichzeitig schnellerer Markteinführung, senken.

Der OctalFALC

Der OctalFALC bietet acht Kanäle je Chip – die höchste aktuell mögliche Kanaldichte für Multi-Channel-Lösungen – bei industrieweit geringstem Flächenbedarf von nur 17mm x 17mm. Der Betrieb mit jeder verfügbaren Taktrate im Bereich von 1,02 bis 20 MHz und die Software-Umschaltung auf T1/E1- oder J1-Betrieb erlaubt das Design einer einzigen umfassenden Schnittstellen-Lösung für alle drei Primary-Rate-Standards. Der OctalFALC arbeitet mit zwei separaten 3,3-V- und 1,8-V-Versorgungen und erfüllt sowohl die Short-Haul- als auch Long-Haul -Anforderungen von T1/E1 bzw. J1. Der Betriebstemperaturbereich liegt bei -40°C bis +85°C.

Muster des OctalFALC in einem PG-LBGA-256-Gehäuse mit 1,0-mm-Ball-Raster sind jetzt für 35 US-Dollar bei hohen Stückzahlen verfügbar. Der OctalFALC wird zusammen mit dem EASY22558 Entwicklungskit geliefert. Die Wizard-Konfigurations-CD enthält alle erforderlichen Treiber und ein PC-basiertes grafisches Interface sowie eine umfangreicher Dokumentation.

Media Contact

Karin Braeckle Infineon Technologies AG

Weitere Informationen:

http://www.infineon.com

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