Einkaufen mit dem elektronischen Butler

Wo steckt nur der Einkaufszettel? Können Diabetiker diesen Kuchen essen? Wo sind die Sonderangebote? Im Supermarkt der Zukunft sollen die Kunden nicht mehr orientierungslos durch die Gänge irren. Der Forschungsverbund Mikroelektronik der Fraunhofer-Gesellschaft entwickelt einen Persönlichen Digitalen Assistenten: Ein tragbarer Kleincomputer, zum Beispiel in ein normales Handy integriert, soll mit den Regalen des Ladens kommunizieren und alle Kundenfragen beantworten können.

Auf der CeBIT 2000 (24. Februar bis 1. März, Halle 16, Stand B23/1) zeigen die drei beteiligten Fraunhofer-Institute für Integrierte Schaltungen IIS, für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS und für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM, wie der elektronische Butler beim Einkaufen helfen wird: Je nachdem, wie zu Hause Kühlschrank und Keller gefüllt sind, stellt der digitale Assistent eine Einkaufsliste zusammen. Im Laden führt der Assistent dann gleich zum richtigen Regal und gibt umfassend Auskunft: Preise, Herstellungs- und Haltbarkeitsdaten, Herkunft und Inhaltsstoffe der angebotenen Waren. Wer will, kann sich sogar die dazugehörenden Werbefilme auf dem Display des Assistenten anschauen. Ermöglicht wird diese neue Art der Kundeninformation durchTransponder, die an den Regalen angebracht sind: Sie empfangen per Funk den elektronischen Einkaufszettel, gleichen ihn mit der Datenbank des Ladens ab und funken die gewünschten Informationen zurück. Die elektronischen Preisschilder erleichtern auch dem Verkäufer das Leben: Sie können per Funk verändert werden; und wenn die Vorräte zu Ende gehen, bestellen sie automatisch Nachschub.

Das Fraunhofer-Projekt »Electronic Assistance«, kurz »e-ssist«, wird aber nicht nur das Einkaufen verändern. Elektronische Assistenten können zum Beispiel auch Service-Techniker über Wartungsprobleme informieren oder Ärzten wichtige Patientendaten geben. Sogar vom digital unterstützten Urlaub schwärmt Albert Heuberger, der Leiter des »e-ssist«-Projekts: »Der elektronische Helfer kennt die schönsten Museen und besten Restaurants. Den Stadtplan liefert er gleich mit. Er bestellt das Ticket für die Oper, den Tisch für das anschließende Diner und das Taxi für den Heimweg zum Hotel, wo bereits der von unterwegs georderte Champagner auf Eis liegt und das heiße Bad mit exakt 37 Grad Celsius wartet.«

Anprechpartner:
Dipl.-Ing. Albert Heuberger
Telefon: 0 91 31/7 76-63 00
Telefax: 0 91 31/7 76-63 99
E-Mail: heb@iis.fhg.de
http://www.essist.fhg.de/

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