DLR-Kleinsatellit BIRD beobachtet Waldbrände in Kalifornien

Auch nach mehr als zwei Jahren in der Erdumlaufbahn ist der Kleinsatellit BIRD des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) für die Erkennung und quantitative Bewertung von Feuern aus dem Weltraum im Einsatz. BIRD startete am 22. Oktober 2001 mit einer indischen Rakete in eine so genannte polare Kreisbahn.

Die verheerenden Feuer, die seit einigen Tagen in Kalifornien wüten, hat BIRD in den Nächten vom 27. und 28. Oktober 2003 aufgenommen. Die Bilder zeigen die Entwicklung der Brände in den Bergen 50 Kilometer nordwestlich von Los Angeles über einen Zeitraum von 24 Stunden. Auf dem schwarz-weißen Hintergrund des Infrarot-Bildfragmentes im 4 Mikrometer-Kanal von BIRD ist farbig skaliert die von den Feuern ausgehende Strahlungsleistung in Mega-Watt (MW) pro BIRD-Pixel dargestellt:

Gelb entspricht 0,1 MW / Pixel
Orange entspricht 1 MW / Pixel
Rot entspricht 10 MW / Pixel
Ein BIRD-Pixel ist 185 Meter mal 185 Meter groß.

Die Bilder zeigen einen Ausschnitt von 80 Kilometer mal 100 Kilometer, die großen Feuerzonen haben Ausdehnungen von dutzenden Kilometern.

Unmittelbar nach Empfang der BIRD-Daten im DLR Neustrelitz und der Prozessierung in der DLR-Einrichtung Optische Informationssysteme in Berlin wird das Bildmaterial an das Global Fire Monitoring Center (GFMC) in Freiburg und von dort an die zuständigen Stellen weitergeleitet.

Das bi-spektrale „Hot Spot Recognition System“ auf BIRD ist der Prototyp eines hochauflösenden Feuersensors. Er wird auch im ESA Earth Watch Programm als Demonstrator zukünftiger dezidierter Feuersatelliten eingesetzt.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Dieter Oertel, DLR Berlin, Optische Informationssysteme, Tel: 030-67055-523, Fax: -565
Dr. Eckehard Lorenz, DLR Berlin, Optische Informationssysteme, Tel: 030-67055-515, Fax: -529

Media Contact

DLR

Weitere Informationen:

http://www.dlr.de

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