Den Fragen des Alterns begegnen

Es könnte Krebs sein, oder Altersarmut, auch molekulare Alternsmechanismen und Umwelteinflüsse, Kognitionsprozesse im Alter oder die Verbreitung von alternsbedingten Krankheiten: eine Vielzahl von Themen und Schlagwörtern, mit denen sich die Wissenschaftler des Leibniz-Forschungsverbundes Healthy Ageing (LFV Healthy Ageing) beschäftigen.

„Die Gesellschaft altert“ liest der interessierte Leser in der Zeitung und im Internet, hört er im Radio und tönt es ihm aus dem Fernseher entgegen. Aber warum erhöht sich in den OECD-Staaten die mittlere Lebenserwartung ständig? Welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen hat das? Wo liegen die Chancen dieser Veränderung?

Im LFV Healthy Ageing haben sich Forscher aus 20 Leibniz-Instituten zusammengeschlossen, um auf diese drängenden Fragen Antworten zu finden. In interdisziplinären Projekten erforschen sie die Grundlagen des Alterns und entwickeln daraus Interventions- und Anpassungsstrategien.

„Ziel unserer Forschung ist es nicht, die maximale Lebensspanne zu verlängern. Sie ist biologisch auf etwa 120 Jahre festgelegt und hat sich auch in den letzten 100 Jahren nicht verändert.“, erklärt Prof. Dr. K. Lenhard Rudolph, wissenschaftlicher Direktor am Leibniz-Institut für Altersforschung in Jena.

„Wir wollen vielmehr möglichst lange ein Leben in Gesundheit und mit gesellschaftlicher Teilhabe ermöglichen.“, ergänzt Prof. Dr. Jean Krutmann. Er beschäftigt sich als wissenschaftlicher Vorstand am Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf mit externen Faktoren der Gewebealterung und ist zusammen mit Prof. Rudolph Sprecher des Forschungsverbundes.

Der LFV Healthy Ageing sieht sich aber nicht nur als interdisziplinäres Forschungsnetzwerk, sondern auch als Ansprechpartner für Politik, Gesellschaft und Medien in allen biologisch-medizinischen und gesellschaftlich-ökonomischen Fragen des Alterns. Deshalb stehen die im beigefügten Dokument aufgeführten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des LFV Healthy Ageing als Experten für Interviews honorarfrei zur Verfügung.

Online finden Sie den Expertenservice unter http://www.leibniz-healthy-ageing.de

Kontakt:
Prof. Dr. Jean Krutmann
Sprecher LFV Healthy Ageing
Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung (IUF)
Tel.: 0211 / 33 89 224
krutmann@uni-duesseldorf.de

Prof. Dr. K. Lenhard Rudolph
Sprecher LFV Healthy Ageing
Leibniz-Institut für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI)
Tel.: 03641 / 65 63 50
vorstand@fli-leibniz.de

Astrid van der Wall
Koordinatorin LFV Healthy Ageing
Leibniz-Institut für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI)
Tel.: 03641 / 65 63 14
avanderwall@fli-leibniz.de

Der Leibniz-Forschungsverbund Healthy Ageing
Der Leibniz-Forschungsverbund wurde im März 2013 nach Genehmigung durch die Leibniz-Gemeinschaft gegründet. Prof. Dr. K. Lenhard Rudolph – Leibniz-Institut für Altersforschung Jena (FLI) – und Prof. Dr. Jean Krutmann – Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung Düsseldorf (IUF) – leiten gemeinsam als Sprecher den Verbund. Inzwischen sind 20 Institute der Leibniz-Gemeinschaft dem Kooperationsvertrag beigetreten. Dazu kommen assoziierte Mitglieder aus renommierten Forschungseinrichtungen im In- und Ausland. Ziel des Verbundes ist es, die Ursachen des Alterns interdisziplinär auf allen Ebenen zu erforschen. Daraus werden Anpassungsstrategien entwickelt und validiert, die Gesundes Altern nachhaltig fördern. Neben dieser Forschungsarbeit sieht sich der Verbund als zentralen Ansprechpartner für Politik und Medien in allen Fragen des Alterns und des Demographischen Wandels. http://www.leibniz-healthy-ageing.de

Die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 89 selbständige Forschungseinrichtungen. Deren Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute bearbeiten gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevante Fragestellungen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Sie unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer in Richtung Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Institute pflegen intensive Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der WissenschaftsCampi -, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem maßstabsetzenden transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 17.200 Personen, darunter 8.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei 1,5 Milliarden Euro. http://www.leibniz-gemeinschaft.de

Weitere Informationen:

http://www.leibniz-healthy-ageing.de
http://www.leibniz-gemeinschaft.de

Media Contact

Astrid van der Wall idw - Informationsdienst Wissenschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Gesellschaftswissenschaften

Der neueste Stand empirischer und theoretischer Erkenntnisse über Struktur und Funktion sozialer Verflechtungen von Institutionen und Systemen als auch deren Wechselwirkung mit den Verhaltensprozessen einzelner Individuen.

Der innovations-report bietet Ihnen hierzu interessante Berichte und Artikel, unter anderem zu den Teilbereichen: Demografische Entwicklung, Familie und Beruf, Altersforschung, Konfliktforschung, Generationsstudien und kriminologische Forschung.

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Hybride Strom-Wärme-Erzeugung

Neuartiges Parabolrinnen-Solarmodul entsteht an TU Graz. Mittels Hohlspiegel auf Photovoltaik-Zellen gebündelte Sonnenstrahlen liefern nicht nur Strom, sondern auch thermische Energie zum Heizen oder Kühlen. Drei technologische Innovationen verringern die Kosten…

Geheimnissen unserer Galaxie auf der Spur

Benachbarte Sternhaufen bewegen sich als Welle. Neue Ergebnisse deuten darauf hin, dass es keine signifikante Menge an dunkler Materie in unserer Nachbarschaft gibt. Erst vor wenigen Jahren entdeckte ein internationales…

Innovative Computertomographie

…verbessert Beurteilung der koronaren Herzkrankheit. Studie der Universitätsmedizin Mainz zeigt: Schweregrad der Erkrankung bei über 50 Prozent der Patient:innen mit Standardverfahren zu hoch eingestuft. Forschende der Universitätsmedizin Mainz haben gezeigt,…

Partner & Förderer